Standortentwicklung der FAU

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Erlanger Schloss (Bild: Simon Krikava)

Wissen in Bewegung — das ist an der FAU durchaus wörtlich zu verstehen: An den verschiedenen Standorten der Universität sollen in Erlangen und Nürnberg ganz neue räumliche Möglichkeiten für Wissenschaft und Lehre entstehen und dabei zum Teil alten Gebäudebestand ersetzen. Ob beispielsweise neue Flächen für die Geistes- und Sozialwissenschaftliches im sogenannten Himbeerpalast entstehen oder eine Erweiterung der Technischen Fakultät auf einem Teil des Erlanger Siemens Campus: Studieren und Forschen braucht Raum.

Für die Standortentwicklung der FAU wurden in den letzten Jahren wichtige Weichenstellungen getroffen. Deren Umsetzung erfordert an mehreren Standorten und über Jahre hinweg diverse bedeutsame Bauprojekte und hohe Investitionen – in Ausmaß und Bedeutung wohl nur noch vergleichbar der Gründung und dem Aufbau der Technischen Fakultät 1966 an der FAU.

Verschaffen Sie sich einen Überblick

Bei der Vielzahl an Gebäuden unterschiedlichsten Alters und Nutzungen und aufgrund der genannten Standortentscheidungen wird an der FAU immer geplant, gebaut und saniert. Einen Überblick, welche Bereiche und welche Standorte der FAU davon aktuell betroffen sind, welche Gebäude für den Unibetrieb neu geschaffen werden, erhalten Sie hier.

Erlanger Schloss

Bild: FAU/Kurt Fuchs

Erlangen
Innenstadt

Roter Platz

Bild: FAU/Erich Malter

Erlangen
Südgelände

Gebäude der WiSo

Bild: David Hartfiel

Nürnberg
Innenstadt

Aktuelle Meldungen aus der Presse

Erlangen Innenstadtbereich und Medizinische Fakultät (nicht klinischer Bereich)

Mit Hilfe der zusätzlich bewilligten Mittel kann die Universität nun eine Komplettsanierung der Anatomie in Angriff nehmen. (Bild: FAU)

Bild: FAU

Schloss (Blick aus dem Schlossgarten) (Bild: FAU/Georg Pöhlein)

Bild: FAU/Georg Pöhlein

Orangerie

Bild: FAU/David Hartfiel

Die FAU ist in der Erlanger Innenstadt an sehr vielen Orten präsent. Denkmalgeschützte Universitätsgebäude, wie Schloss, Orangerie oder Kollegienhaus prägen das Erlanger Stadtbild.

Während die Orangerie bereits umfassend saniert wurde, stehen bei vielen anderen Gebäuden die Arbeiten noch aus: Das Kollegienhaus sowie die Gebäude der Pharmazie, Biochemie, Pathologie, Anatomie und Rechtsmedizin sind Beispiele dafür. Auch die Universitätsbibliothek steht auf der Liste der zu sanierenden Gebäude.

Die Baumaßnahmen an Gebäuden der Unikliniken werden auf der Seite des Uniklinikums vorgestellt.

Verlagerung des Geisteswissenschaften in Erlangen

Die bisher in Koch- und Bismarckstraße untergebrachten Geisteswissenschaften werden zukünftig in der Henkestraße 42 und dem Himbeerpalast angesiedelt. Gemeinsam bilden die beiden Gebäude zusammen mit einem ebenfalls neu zu schaffenden Logistikzentrum für die Bibliothek das neue Zentrum der Geisteswissenschaften in Erlangen. Voraussetzung für diese Neuordnung sind u.a. der bereits 2018 erfolgte Umzug der Chemie (Henkestraße 42) ins Südgelände sowie Erwerb und nun 2021 erfolgte Übernahme des Himbeerpalastes.

Karte zeigt, wohin das Geisteswissenschaftliche Zentrum umzieht.

Nach Sanierung, Umbau und Erweiterung wird der Himbeerpalast als Seminar-, Büro- und Bibliotheksgebäude den größten Teil der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der FAU aufnehmen – über 7.000 Studierende sowie 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dort Platz finden. Zudem entstehen in dem Gebäude das neue Sprachenzentrum, eine Cafeteria und ein zentrales Servicezentrum für alle Studentinnen und Studenten der FAU. Teil des komplexen Bauvorhabens ist zudem die Errichtung eines modernen Bibliotheks-Neubaus, der das denkmalgeschützte Gebäude ergänzen wird. Insgesamt entstehen durch das Bauvorhaben Himbeerpalast über 28.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche für die Fakultät und die damit verbundenen Einrichtungen.

Unter dem Begriff Hörsaalzentrum wird in der Henkestraße 42 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Himbeerpalast und der Hauptmensa am Langemarckplatz der zweite Gebäudekomplex für das neue Zentrum der Geisteswissenschaften entstehen. Hier werden in zwei Bauabschnitten  u.a. das bisher ebenfalls auf dem Gelände der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie angesiedelte Audimax, weitere Hörsäle und die übrigen Institute der Fakultät ihre neue Heimat finden.

Karte zeigt, wo das Hörsaalzentrum und die Gebäude der Psychologie gebaut werden.

  • Der erste Bauabschnitt für die Henkestraße 42 umfasst dabei den Abriss der ehemaligen Organischen Chemie sowie im Wesentlichen den Neubau des Hörsaalzentrums.
  • In einem zweiten, zeitlich noch nicht festgelegten Bauabschnitt wird die Psychologie umziehen, die zwischenzeitlich in Anmietungen in der Nägelsbachstraße ihre Räume hat.
  • Als weiteres Modul des Geisteswissenschaftlichen Zentrums wird der Neubau eines Logistikzentrums erforderlich. Dessen – nicht zwingend im Innenstadtbereich erforderlicher – Standort und Realisierungszeitpunkt stehen ebenfalls noch nicht fest.

Erlangen – Südgelände

Richtfest

Bild: Dieter Zeitler

Rechenzentrum und Informatik-Hochhaus am Südgelände der FAU (Bild: FAU)

Bild: FAU

Der sogenannte “Rote Platz” am Südgelände der FAU (Bild: FAU/Erich Malter)

Bild: FAU/Erich Malter

Das Südgelände in Erlangen umfasst große Teile der technischen und naturwissenschaftlichen Fakultät. Gemäß Ministerratsbeschluss sind zukünftig alle Bereiche der Technischen Fakultät an diesem hierfür zu erweiternden Standort im Erlanger Süden zusammenzuführen.

Die Masterplanung zur Weiterentwicklung des Standortes wird 2021 fertiggestellt. Sie wird den Transformationsprozess darstellen und begleiten, in dem dann unter anderem über die Zukunft der Gebäude für die Informatik oder auch Werkstoffwissenschaften entschieden wird.

Mit der notwendigen Verdichtung im bestehenden Campus wurde schon begonnen: So fand im Sommer 2020 das Richtfest für das Erlangen Centre for Astroparticle Physics (ECAP) statt, die Planungen für die Gebäude der Chemie laufen und auch das Projekt Kinderbetreuung und der Bau neuer Hörsäle sind bereits genehmigt. Viele weitere Projekte werden in Zukunft für den erfolgreichen Transformationsprozess noch erforderlich sein.

Das Regionale Rechenzentrum Erlangen (RRZE) der Universität Erlangen-Nürnberg soll in enger Abstimmung und Kooperation mit dem Leibniz-Rechenzentrum zu einem wissenschaftlichen Hochleistungsrechenzentrum insbesondere für die nordbayerischen Hochschulen weiterentwickelt und umgestaltet werden. Damit können IT-Dienste überregional konzentriert werden. Ein Neubau ist in drei Modulen mit einem Rechnergebäude, einem Bürogebäude und einer möglichen Erweiterung vorgesehen, die Inbetriebnahme des ersten Neubaus daraus wird für 2026 angestrebt.

Nürnberg – Innenstadt

Campusgebäude in Nürnberg

Bild: David Hartfiel

Ein Blick aus der Vogelperspektive auf die Lange Gasse 20 in Nürnberg, einer der beiden Standorte des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften.

Bild: Nürnberg Luftbild/Hajo Dietz

Die Gebäude in der Nürnberger Innenstadt sind in der Hand der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Hier wurde und wird bereits an den Gebäuden in der Langen Gasse und der Findelgasse saniert. Diese Arbeiten des 1. Bauabschnitts mit einem Volumen von ca. 40 Millionen Euro werden auch in den kommenden Jahren fortgeführt. Zudem sind eine Konsolidierung und weitere Sanierungsmaßnahmen am Standort vorgesehen. Eine Integration des Mensakomplexes Insel Schütt wird dabei geprüft.

 

Nürnberg – Regensburger Straße und der Nürnberger Norden

Karte zeigt mit einem Pfeil vom Campus Regensburger Straße in den Nürnberger Norden.

Der Standort Campus Regensburger Straße wird aufgegeben. Die dort untergebrachte Lehrerinnen- und Lehrerbildung soll im Nürnberger Norden mittels Bestellbauverfahren ein modernes, zeitgemäßes Gebäude erhalten. Die Ausschreibung des Bestellbaus soll im Herbst 2021 erfolgen, mit einer Fertigstellung rechnet die FAU im Jahr 2026.

Parallel zu dieser Entwicklung müssen die nötigsten Unterhaltsmaßnahmen an den Gebäuden in der Regensburger Straße durchgeführt werden, um den Uni-Betrieb in diesen Gebäuden bis zum Umzug zu gewährleisten.

Weitere Informationen

Alle „großen Bauvorhaben″ der FAU, die vom Bayerischen Landtag grundsätzlich für eine aktuelle oder künftige Realisierung durch den Freistaat Bayern vorgesehen sind, werden im jeweils geltenden Haushaltsplan des Freistaates Bayern (siehe Entwurf für 2021: Einzelplan 15, Anlage S („Sonderausweis der staatlichen Hochbaumaßnahmen mit mehr als 3.000.000 € Gesamtkosten im Einzelfall“) gelistet.

Kontakt

Pressetelefon der FAU

Besucheradresse: Richard-Wagner-Straße 2
91054 Erlangen