Standortentwicklung der FAU

Erlanger Schloss
Bild: FAU/Giulia Iannicelli

Wissen bewegt — das ist an der FAU durchaus wörtlich zu verstehen! Die bisherigen Standorte der FAU in der Metropolregion sollen langfristig auf drei zentrale Standorte konzentriert und dort konsolidiert werden: Erlangen Innenstadt, Erlangen Südgelände und Nürnberg. Dabei werden schon in den kommenden Jahren ganz neue räumliche Möglichkeiten für Wissenschaft und Lehre entstehen und zum Teil alten Gebäudebestand ersetzen.

Für die Standortentwicklung der FAU wurden hierzu in den letzten Jahren wichtige Weichenstellungen getroffen. Deren Umsetzung erfordert an mehreren Standorten und über Jahre hinweg diverse bedeutsame Bauprojekte und hohe Investitionen – in Ausmaß und Bedeutung wohl nur noch vergleichbar der Gründung und dem Aufbau der Technischen Fakultät 1966 an der FAU.

Verschaffen Sie sich einen Überblick

Aufgrund der genannten Standortentscheidungen wird an der FAU in den nächsten Jahren besonders viel geplant, gebaut und saniert werden. Einen Überblick, welche Bereiche und welche Standorte der FAU davon aktuell betroffen sind, welche Gebäude für den Unibetrieb neu geschaffen werden, erhalten Sie hier.

Erlanger Schloss
Bild: FAU/Kurt Fuchs

Erlangen
Innenstadt

Roter Platz
Bild: FAU/Erich Malter

Erlangen
Südgelände

Gebäude der WiSo
Bild: David Hartfiel

Nürnberg
Innenstadt

Aktuelle Meldungen aus der Presse

Erlangen Innenstadtbereich und Medizinische Fakultät (nicht klinischer Bereich)

Mit Hilfe der zusätzlich bewilligten Mittel kann die Universität nun eine Komplettsanierung der Anatomie in Angriff nehmen. (Bild: FAU)
Bild: FAU
Schloss (Blick aus dem Schlossgarten) (Bild: FAU/Georg Pöhlein)
Bild: FAU/Georg Pöhlein
Orangerie
Bild: FAU/David Hartfiel

Die FAU ist in der Erlanger Innenstadt an sehr vielen Orten präsent. Denkmalgeschützte Universitätsgebäude, wie Schloss, Orangerie oder Kollegienhaus prägen das Erlanger Stadtbild.

Während die Orangerie bereits saniert wurde, stehen für viele andere Gebäude noch umfassende Sanierungsmaßnahmen an. Das Schloss als Hauptsitz der Universitätsleitung mit Verwaltung, das Kollegienhaus sowie die Gebäude der Pharmazie, Biochemie, Pathologie, Anatomie und Rechtsmedizin sind Beispiele dafür. Auch die Universitätsbibliothek steht auf der Liste der zu sanierenden Gebäude.

Die Baumaßnahmen an Gebäuden der Unikliniken werden auf der Seite des Uniklinikums vorgestellt.

Verlagerung des Geistes- und Sozialwissenschaften in Erlangen

Eine große räumliche Veränderung steht im Innenstadtbereich mit der Verlagerung der bisher in Koch- und Bismarckstraße untergebrachten Geistes- und Sozialwissenschaften an. Sie wandern im Innenstadtbereich nach Süden und werden zukünftig in der Henkestraße 42 und dem Himbeerpalast angesiedelt. Gemeinsam bilden die beiden Gebäude zusammen mit einem ebenfalls neu zu verortenden Logistikzentrum für die Bibliothek das neue Zentrum der Geisteswissenschaften in Erlangen. Voraussetzung für diese Neuordnung waren unter anderem der bereits 2018 erfolgte Umzug der Chemie (Henkestraße 42) ins Südgelände sowie Erwerb und 2021 erfolgte Übernahme des Himbeerpalastes.

Karte zeigt, wohin das Geisteswissenschaftliche Zentrum umzieht.

Himbeerpalast

Der Himbeerpalast wird in den kommenden Jahren für die künftige universitäre Nutzung ertüchtigt und zu einem Seminar-, Büro- und Bibliotheksgebäude umgebaut. Nach Umbau wird dort der größte Teil der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der FAU mit über 7.000 Studierenden sowie 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Platz finden. Zudem entstehen in dem Gebäude das neue Sprachenzentrum, eine Cafeteria und ein zentrales Servicezentrum für alle Studentinnen und Studenten der FAU. Teil des komplexen Bauvorhabens ist zudem die Integration einer modernen Teilbibliothek, die das denkmalgeschützte Gebäude zum Innenhof hin ergänzen wird. Insgesamt entstehen durch das Bauvorhaben Himbeerpalast über 28.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche für die Fakultät und die damit verbundenen Einrichtungen.

Hörsaalzentrum in der Henkestraße 42

Unter dem Begriff Hörsaalzentrum wird in der Henkestraße 42 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Himbeerpalast und der Hauptmensa am Langemarckplatz der zweite Gebäudekomplex für das neue Zentrum der Geisteswissenschaften entstehen. Hier werden in zwei Bauabschnitten  u.a. das bisher ebenfalls auf dem Gelände der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie angesiedelte Audimax, weitere Hörsäle und die übrigen Institute der Fakultät ihre neue Heimat finden.

Karte zeigt, wo das Hörsaalzentrum und die Gebäude der Psychologie gebaut werden.

  • Der erste Bauabschnitt für die Henkestraße 42 umfasst dabei den Abriss der ehemaligen Organischen Chemie sowie im Wesentlichen den Neubau des Hörsaalzentrums.
  • In einem zweiten, zeitlich noch nicht festgelegten Bauabschnitt wird die Psychologie umziehen, die zwischenzeitlich in Anmietungen in der Nägelsbachstraße ihre Räume hat.
  • Als weiteres Modul des Geisteswissenschaftlichen Zentrums wird ein Logistikzentrum erforderlich. Dessen – nicht zwingend im Innenstadtbereich erforderlicher – Standort und Realisierungszeitpunkt stehen noch nicht fest.

Erlangen – Südgelände

Richtfest
Bild: Dieter Zeitler
Rechenzentrum und Informatik-Hochhaus am Südgelände der FAU (Bild: FAU)
Bild: FAU
Der sogenannte “Rote Platz” am Südgelände der FAU (Bild: FAU/Erich Malter)
Bild: FAU/Erich Malter

Das Südgelände in Erlangen umfasst große Teile der technischen und naturwissenschaftlichen Fakultät. Gemäß Ministerratsbeschluss sind zukünftig alle Bereiche der Technischen Fakultät an diesem hierfür zu erweiternden Standort im Erlanger Süden zusammenzuführen. Hierzu wurde eine Masterplanung für das Südgelände erstellt, die bei einem Dreiklang aus Verdichtung des Bestandsareals, Ergänzung um benachbarte staatliche Arrondierungsflächen und Zuerwerb von weiteren Flächen (aus dem sog. Siemenscampus) die Unterbringung der gesamten Technischen Fakultät unter Neuordnung aller Funktionen und Nutzungen des dann erweiterten Campus untersuchen und abbilden sollte.

Masterplanung für das Südgelände

Die Masterplanung zur Weiterentwicklung des Standortes wurde 2021 fertiggestellt. Sie zeigt auf, wie der Campus und die vorgesehenen Erweiterungsflächen zu einem gemeinsamen High-Tech-Campus weiterentwickelt und wahrgenommen werden können. Sie umschreibt hierzu Leitbilder, Zukunftsprojekte und Landmarken. Die Masterplanung liefert Informationen, wie über die Zukunft der Bestandsgebäude z.B. für die Informatik oder auch Werkstoffwissenschaften entschieden wird und stellt den vorgesehenen Transformationsprozess in räumlicher Verortung, funktionalen Zusammenhängen und zeitlicher Abfolge dar.

Mit der notwendigen Verdichtung im bestehenden Campus wurde schon begonnen: Das Erlangen Centre for Astroparticle Physics (ECAP) soll 2022 bezogen werden. Die Planungen für die neuen Gebäude der Chemie laufen und auch das Projekt Kinderbetreuung sowie der Bau neuer Hörsäle sind bereits genehmigt und in Umsetzung. Viele weitere Projekte werden in Zukunft für den erfolgreichen Transformationsprozess noch erforderlich sein.

Neubau eines nordbayerischen Hochleistungsrechenzentrums

Das Regionale Rechenzentrum Erlangen (RRZE) der Universität Erlangen-Nürnberg soll in enger Abstimmung und Kooperation mit dem Leibniz-Rechenzentrum zu einem wissenschaftlichen Hochleistungsrechenzentrum insbesondere für die nordbayerischen Hochschulen weiterentwickelt und umgestaltet werden. Damit können IT-Dienste überregional konzentriert werden. Ein Neubau ist in drei Modulen mit einem Rechnergebäude, einem Bürogebäude und einer möglichen Erweiterung vorgesehen, die Inbetriebnahme des ersten Neubaus daraus wird für 2026 angestrebt.

Nürnberg

Auch in Nürnberg stehen große Veränderungen an, wird bewegt, gebaut und konsolidiert.

Innenstadt

Campusgebäude in Nürnberg
Bild: David Hartfiel
Ein Blick aus der Vogelperspektive auf die Lange Gasse 20 in Nürnberg, einer der beiden Standorte des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften.
Bild: Nürnberg Luftbild/Hajo Dietz

Die Gebäude in der Nürnberger Innenstadt sind in der Hand der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Hier wurde und wird bereits an den Gebäuden in der Langen Gasse und der Findelgasse saniert. Die Arbeiten des 1. Bauabschnitts mit einem Volumen von ca. 40 Millionen Euro werden auch in den kommenden Jahren fortgeführt. Zudem sind eine Konsolidierung und weitere Sanierungsmaßnahmen am Standort vorgesehen. Eine Integration des Mensakomplexes Insel Schütt wird dabei geprüft.

 

Verlagerung von der Regensburger Straße in den Nürnberger Norden

Karte zeigt mit einem Pfeil vom Campus Regensburger Straße in den Nürnberger Norden.

Der Standort Campus Regensburger Straße wird aufgegeben. Die dort untergebrachte Lehrerinnen- und Lehrerbildung soll im Nürnberger Norden mittels Bestellbauverfahren ein modernes, zeitgemäßes Gebäude erhalten. Die Ausschreibung des Bestellbaus ist 2021 erfolgt, mit einer Fertigstellung rechnet die FAU im Jahr 2026. Mit diesem neuen Standort rücken die Nutzungen in Nürnberg und insgesamt die Standorte der FAU näher zusammen.

Weitere Informationen

Alle „großen Bauvorhaben″ der FAU, die vom Bayerischen Landtag grundsätzlich für eine aktuelle oder künftige Realisierung durch den Freistaat Bayern vorgesehen sind, werden im jeweils geltenden Haushaltsplan des Freistaates Bayern (siehe Entwurf für 2021: Einzelplan 15, Anlage S („Sonderausweis der staatlichen Hochbaumaßnahmen mit mehr als 3.000.000 € Gesamtkosten im Einzelfall“) gelistet.

Energieeffizientes Bauen und Sanieren

Die Bau- und Sanierungsmaßnahmen der FAU als bayerische Hochschule unterliegen den ambitionierten Vorgaben des Freistaats Bayern zum energieeffizienten Bauen. Nähere Informationen finden Sie unter anderem auf den folgenden Webseiten:

Kontakt

Pressetelefon der FAU

Besucheradresse: Richard-Wagner-Straße 2
91054 Erlangen