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Alexander von Humboldt-Professur

Höchstdotierter deutscher Forschungspreis

Die Alexander von Humboldt-Professur ist der höchstdotierte internationale Preis für Forschung in Deutschland. Mit der Humboldt-Professur werden führende und im Ausland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen ausgezeichnet. Der Preis soll es ihnen ermöglichen, langfristig an deutschen Hochschulen zu forschen. Das Preisgeld ist für die Finanzierung der ersten fünf Jahre in Deutschland bestimmt. Jährlich werden bis zu zehn Preise verliehen.

Der Preis wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.  Die Preissumme von fünf Millionen Euro für experimentell und von 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fließt vor allem in den Aufbau von Forschungsteams und die Ausstattung von Laboren. Die Hochschulen verpflichten sich, die Forscherinnen und Forscher und ihre Teams in ein Gesamtkonzept einzubinden, das ihnen eine dauerhafte Perspektive in Deutschland bietet.

Mit Mathematik die Welt verbessern: Enrique ZuaZua (2019)

Enrique ZuaZua
Bild: FAU/Kurt Fuchs

Enrique Zuazua möchte zur Entwicklung einer neuen Mathematik beitragen, um die komplexe Dynamik der Natur besser zu verstehen, sie mithilfe moderner Computer zu simulieren und nach Möglichkeit gestalten, steuern und leiten zu können. Er beschäftigt sich unter anderem mit partiellen Differenzialgleichungen, Kontrolltheorie und Numerik. So hilft er, Prozesse, etwa in der Luftfahrt, in Stromnetzen oder soziales Verhalten, besser modellieren und simulieren zu können. Auch für die wichtige Vorhersage von Naturphänomenen wie Flutwellen, ist die Qualität mathematischer Modelle, Bilder, Messwerte und Daten aus dem Forschungsfeld von Enrique Zuazua entscheidend.

Revolutionärin der Sprache: Ewa Dabrowska (2018)

Ewa Dabrowska
Bild: Michael Pincombe

Ewa Dąbrowska ist eine Revolutionärin der Spracherwerbsforschung und eine der prominentesten Vertreterinnen der kognitiven Linguistik. Sie analysiert anhand von empirischen Untersuchungen die je nach Sprache und Kultur unterschiedlichen Wege von Kindern und Erwachsenen, die zum Spracherwerb führen, und welche Rolle dabei soziale und individuelle Einflüsse spielen.

Nano-Pionier: Oskar Painter (2013)

Oskar Painter
Bild: FAU

Oskar Painter ist ein Pionier in der Entwicklung und der physikalischen Charakterisierung von optischen Nanosystemen. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der Untersuchung der quantenmechanischen Eigenschaften von mechanischen Festkörperstrukturen und deren Wechselwirkung mit Licht. Anwendungsmöglichkeiten seiner Forschung liegen unter anderem in der Entwicklung von quantenlimitierten Präzisionssensoren und der Realisierung von integrierten quantenoptischen Kommunikationsnetzwerken.

Antennen-Spezialist: Robert Schober (2012)

Robert Schober
Bild: FAU/David Ausserhofer

Robert Schober ist einer der international führenden Forscher auf dem Gebiet der elektrischen Nachrichtentechnik und der drahtlosen Kommunikation. Als Ingenieur verbindet er Wissenschaft mit industrieller Anwendung, vor allem im interdisziplinären Forschungsgebiet der Kommunikationstechnologie.

Licht auf kleinem Raum: Vahid Sandoghdar (2011)

Vahid Sandoghdar

Vahid Sandoghdar ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Nano-Optik und Biophotonik. Seine Arbeiten folgen dem Ziel, die Grenzen bei der Untersuchung von Licht und Materie auf engstem Raum immer weiter zu verschieben, um so deren Wechselwirkungen immer besser verstehen und nutzen zu können. So hat er neuartige Methoden zur Visualisierung und Spektroskopie einzelner Moleküle und Nanoteilchen entwickelt und damit auch anderen Forschungsgebiete beeinflusst.