Forschung

Laufende Projekte

Aktuell geförderte Projekte

Das Emerging Fields Projekt „Human Rights in Healthcare“ erforscht für unsere Gesellschaft zentrale Fragen an der Schnittstelle von Menschenrechten und Medizinethik im Gesundheitswesen. Es geht generell darum, den Umgang mit oft konfligierenden Ansprüchen auf notwendige Unterstützungsleistungen zur persönlichen Autonomie im Gesundheitswesen praxisnah zu beschreiben als auch normativ – von Seiten der Menschenrechte und der Medizinethik – zu konturieren. Dies geschieht in interdisziplinärer Kooperation zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Fachbereichen Medizin, Ethik, Recht, Philosophie, Sozialwissenschaft, Politikwissenschaft und Literaturwissenschaft.

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Die Liberalisierung des Energiemarktes sowie der zunehmende Ausbau erneuerbarer Energien stellen neue Anforderungen an unser Energiesystem im Hinblick auf den Ausbau von Netzen, die Produktion, Verteilung sowie zukunftsweisende Stromspeichertechnologien. Eine erfolgreiche Transformation hin zu einem „Smart Energy System“ hängt dabei wesentlich von adäquaten Investitionsanreizen und der Attraktivität der Geschäftsmodelle der beteiligten Stakeholder ab. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sollen daher das Energiesystem und die Geschäftsmodelle der Beteiligten interdisziplinär analysiert werden. Ziele sind die Generierung von neuen und dringend erforderlichen Erkenntnissen zur Interaktion zwischen Geschäftsmodellen und Regulierung unter Berücksichtigung der technischen Referenzmodelle sowie die Ableitung von Empfehlungen für politische und regulatorische Rahmenbedingungen zur Sicherstellung einer erfolgreichen Transformation des Energiesystems.
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CYDER ist ein internationales interdisziplinäres Konsortium von Zellzyklus-Experten. Der Zellzyklus ist eine streng regulierte Abfolge von Ereignissen, welche die Proliferation von Zellen reguliert. Störungen in der Kontrolle des Zellzyklus führen zu Krebs. Darüber hinaus repräsentieren Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen und die Alzheimer-Krankheit, obwohl diese nicht explizit als Zellzyklus-Erkrankungen betrachtet werden, eine Vielzahl von unheilbaren Erkrankungen, die mit Zellzyklusaktivität in nicht-proliferierenden Zelltypen assoziiert sind. Ziel ist es, ein besseres Verständnis von den Auswirkungen der Zellzyklusaktivierung zu erhalten, die zu so unterschiedlichen Prozessen wie Krebs, Regeneration und chronischem Organversagen führen kann. Ultimativ strebt CYDER mit diesen Bemühungen an, gemeinsame Zellzyklus-assoziierte Paradigmen zwischen scheinbar ungleichen Krankheitszuständen zu identifizieren, um die Entwicklungen von neuen Präventionen, Behandlungen und Heilung von Zellzyklus-assoziierten Erkrankungen zu beschleunigen.
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Eines der größten Defizite im Gesundheitssystem ist die fehlende objektive und individualisierte Erfolgsmessung von medizinischen Diagnostik- und therapeutischen Interventionsverfahren in Bereichen der Primärprävention, Früherkennung und Krankheitsbehandlung. Im Mittelpunkt unseres EFI-Projekts „EFIMoves“ steht deshalb die Entwicklung und Validierung von modernen und multimodalen medizintechnischen Diagnostikverfahren. Ziel ist die qualitative und quantitative Erfassung von Bewegungsstörungen, um auf diese Weise nachhaltige Vergleichswerte für therapeutische Behandlungsmaßnahmen zu erhalten. Mit Hilfe der mobilen und integrierten sensorbasierten Bewegungsanalyse können alle Bewegungsabläufe, die für die Therapie von neuronalen Bewegungserkrankungen oder Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats von Nutzen sind, kostengünstig, einfach und individualisiert erfasst werden.
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Ziel des Forschungsvorhabens ist es die molekulare endoskopische Bildgebung an Grenzflächen bei entzündlichen und neoplastischen Erkrankungen durchzuführen. Dabei wird die molekulare Signatur der zellulären Strukturen des Gewebes, welche im Rahmen der jeweiligen Erkrankungen exprimiert werden, zur selektiven Darstellung krankheitsspezifischer Veränderungen genutzt. Die molekulare endoskopische Bildgebung könnte nicht nur die verbesserte und frühzeitige Detektion verschiedener Läsionen ermöglichen, sondern auch zukünftige diagnostische und therapeutische Algorithmen gestalten. Durch dieses Verfahren könnte auch eine Vorhersage des Ansprechens auf immunmodulatorische Therapien ermöglicht und damit eine Optimierung dieser Therapieoptionen für den einzelnen Patienten gewährleistet werden.
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Die Initiative „Synthetic Biology“ beabsichtigt die Etablierung einer interdisziplinären Forschungsplattform zwischen den Feldern Biologie, Informatik, Mathematik, Materialwissenschaften und Physik, um biologische Prinzipien im Nanometerbereich zu verstehen, Ansätze zur rationalen metabolischen Umprogrammierung lebender Zellen zu entwickeln und Ansätze zur Schaffung biologisch-inspirierter Nanomaschinen zu erforschen. Diese Studien werden wichtige Impulse zum Verständnis der Funktionsweisen natürlicher biologischer Systeme liefern. Anwendung sollen diese Entwicklungen in der Krankheitsprävention, Diagnostik und Therapie, aber auch bei der Entwicklung neuer Quellen für Bioenergie, für den Umweltschutz und die Herstellung von Feinchemikalien finden. Das Projekt verfolgt die Ziele, die an der FAU vorhandene Expertise in den obengenannten Disziplinen zu bündeln und Projekte zum Design neuer Stoffwechselwege in lebenden Systemen sowie die Entwicklung maßgeschneiderter Minimalzellen und Nanofabriken zu fördern.
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Naturwissenschaft und Literatur sind zwei Pole der Weltbetrachtung und Weltdarstellung, die, in Verbindung gebracht, ein produktives Potential entwickeln und zum Verständnis und zur Bewältigung von gegenwärtigen und zukünftigen Problemen beitragen können. Gerade gegenwärtig erscheinen zu physikalischen Themen so viele sachlich fundierte und hoch reflektierte literarische Texte wie nie zuvor. Sie überführen physikalisches Wissen aus mathematisch-symbolischen in sprachlich-polyvalente Darstellungsformen, indem sie es dialogisieren, narrativieren und an den kulturellen Gesamthorizont rückkoppeln. Die Naturwissenschaft ihrerseits besinnt sich immer stärker auf die sprachliche Verfasstheit ihrer Forschung sowie auf deren gesamtkulturelle Dimensionen. Zur Untersuchung naturwissenschaftlicher Begriffsbildung bedarf es der Kompetenzen der Sprach- und Literaturwissenschaft sowie der Wissenschaftstheorie, während für die Analyse der Transformation physikalischen Wissens in Literatur die physikalische Perspektive vonnöten ist. ELINAS will das Forschungsfeld historisch und systematisch erschließen, indem es die kultur- und naturwissenschaftlichen Kompetenzen bündelt. Die große Herausforderung liegt darin, aus den hochdifferenzierten, methodisch kontrollierten Spezialdiskursen beider Expertenkulturen einen gemeinsamen systematischen Zugang zu entwickeln.
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Der Prozess der Singlett-Spaltung eröffnet einen Weg, zwei angeregte Elektronen durch ein Photon zu erzeugen und damit die Effizienz von Solarzellen zu verbessern. In koordinierter, enger Zusammenarbeit zwischen synthetischer und physikalischer Chemie, Oberflächen- und Molekülphysik sowie theoretischer Physik sollen die grundlegenden Prozesse der Singlett-Spaltung aufgeklärt werden. Das Projekt will ein grundlegendes Verständnis des physikalischen Prozesses erarbeiten, das zu einem wissensbasierten Design von neuartigen Materialien für Solarzellen führt.
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Die Erkennung von Gewebe-Erkrankungen, insbesondere Tumoren und Entzündungen zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt für eine adäquate, personalisierte und minimalinvasive Therapie ist eines der größten Herausforderungen der modernen Medizin. Insbesondere die spezifische und hochaufgelöste Darstellung kranker Zellen und Zellverbände erfordert die Entwicklung neuer optischer Technologien an den Grenzen der Auflösung von Licht, um das für das Auge Unsichtbare sichtbar zu machen. Ziel des ADVENDO-LIFE Projektes soll daher die Miniaturisierung modernster Multiphotonen-Bildgebung in eine neue Generation optischer Endoskopie-Technologien sein, welche sich zur zellbasierten Darstellung erkrankter Gewebszellen und Gewebearchitektur in vivo, zunächst im Tiermodell und später für die Anwendung am Menschen in die Klinik, translatieren lässt. Hierzu wird unser interdisziplinäres Team aus Laser-Physikern, optischen Ingenieuren, Biotechnologen und Medizinern gemeinsam einen derartigen Prototyp entwickeln und validieren. Aus der computergestützten systematischen Analyse der Bilddaten soll eine Datenbank der „Ultra-Struktur von Organerkrankungen“ generiert werden.
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