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Laufende Projekte

Aktuell geförderte Projekte

Die Digitalisierung der Gesellschaft und der Mediensysteme hat immense Auswirkungen auf (politische) Meinungsbildung und Diskurse. Dieses Projekt widmet sich der Untersuchung eines komplexen Phänomens, das im Zeitalter globalisierter Massenmedien und einer nationale Grenzen überschreitenden Konnektivität in den Sozialen Medien entstanden ist. Eine interdisziplinäre Kombination aus computerlinguistischen Verfahren, Netzwerkvisualisierung, interkultureller Hermeneutik und kommunikationswissenschaftlicher Inhaltsanalyse ermöglicht es, die diesem Phänomen zugrundeliegenden Prozesse zu analysieren und abzubilden. Thematisch befasst sich das Projekt mit der politisch aktuellen Diskussion zur Atomenergie und Energiewende nach Fukushima in Deutschland und Japan.

Projektkoordination: Prof. Dr. Stefan Evert, stefan.evert@fau.de

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Mit Industrie 4.0 bezeichnet man die intelligente Digitalisierung und Vernetzung der industriellen Wertschöpfung. Die Hightech-Strategie der Bundesregierung sieht Industrie 4.0 dabei als wesentliches Zukunftsprojekt für die Bewahrung der globalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

Das angestrebte Forschungsprojekt hat das Ziel, über die bisher primär untersuchten technischen Aspekte hinaus die vielfältigen Nutzenpotentiale und Herausforderungen durch die Umsetzung von Industrie 4.0 herauszuarbeiten, wobei eine besondere und integrative Betrachtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte im Wechselspiel mit technologischen Entwicklungen und Lösungen erfolgen soll. Eine Abwägung von Interdependenzen zwischen Chancen und Risiken aller drei Ebenen der Nachhaltigkeit soll dabei zu einem normativen Modell der nachhaltigen industriellen Wertschöpfung entwickelt werden, das nach unterschiedlichen Wertschöpfungstypologien differenziert werden kann. Für die Unternehmenspraxis können so spezifische Integrationsstrategien für Industrie 4.0 abgeleitet werden.

Projektkoordination: Prof. Dr. Kai-Ingo Voigt, kai-ingo.voigt@fau.de

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Brustkrebs ist die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen. Die große Komplexität dieser Tumorart gilt als Hauptursache dafür, dass noch vergleichsweise wenig über dessen Entwicklung bekannt ist. Daher fehlt es den aktuell verfügbaren Therapien noch an Vorhersagegenauigkeit sowie an Möglichkeiten der frühen Erfolgskontrolle. Obwohl heutzutage präzisionsmedizinische Maßnahmen, wie Untersuchungen des Genoms und immunologische Therapieansätze, zu einer deutlichen Verbesserung der Prognose geführt haben, bleibt eine zielgerichtete, möglichst nebenwirkungsarme, aber dennoch erfolgreiche Behandlung von Brustkrebs eine Herausforderung.

Das Emerging Fields Projekt BIG-THERA umfasst ein multidisziplinäres Team von international anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der FAU und des Universitätsklinikums Erlangen. Ziel ist es, gemeinsam und aus verschiedenen Perspektiven neue Strategien zu entwickeln, um die Diagnostik, Prognostik und Therapie von Brustkrebs zu verbessern. Das Team verfügt über herausragende Expertisen in den Bereichen klinische und prä-klinische Brustkrebsforschung, Immunologie, Genetik, Bildgebung, Nanomedizin, Ethik, theoretische Physik, Mustererkennung und Big-Data Management.

Projektkoordination: Prof. Dr. Diana Dudziak, diana.dudziak@uk-erlangen.de

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Die Initiative „MoJo 3D – Modular composite Joint 3D“ beabsichtigt die Etablierung einer komplett neuartigen Technologie zur Wiederherstellung einer funktionellen Gelenkoberfläche im Rahmen der Arthrose oder bei traumatisch bedingten Knorpelschäden. Ziel ist es hierbei, mit einem patientenindividuellen, modularen Konzept eine hoch belastbare, aber reibungsarme Gelenkoberfläche zu generieren. Dieses interdisziplinäre Vorhaben umfasst die Gebiete der Materialwissenschaften, Zellbiologie, Stammzellforschung, Tissue-Engineering, Biomechanik sowie die klinischen Bereiche der Orthopädie, Unfallchirurgie und Rheumatologie. Geplant ist die Etablierung einer Materialkomposition mit modularer Struktur, die den entsprechenden Anforderungen des menschlichen Gelenks in biologischer und biomechanischer Hinsicht angepasst wird. Dieses Projekt bündelt die an der FAU vorhandene Expertise, um ein komplett neues innovatives Assemblierung- und Applikationskonzept für regenerative Therapien zu etablieren.

Projektkoordination: Prof. Dr. Kolja Gelse, kolja.gelse@uk-erlangen.de

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Im Rahmen des Projekts “Chemie in lebenden Zellen” arbeitet ein interdisziplinäres Konsortium aus neun akademischen Forschungsgruppen aus Erlangen und Frankfurt an der Entwicklung von Enzym-unabhängigen chemischen Reaktionen, welche orthogonal zu intrazellulären Prozessen ablaufen sollen. Durch diese Reaktionen soll die Zusammenführung von kleinen, Membran-durchlässigen Fragmenten innerhalb lebender Zellen und somit die Bildung von komplexen Wirkstoffen, Fluorophoren oder radioaktiven Sonden ermöglicht werden. Die Reaktionen sollen so konzipiert werden, dass sie lediglich bei der Anwesenheit von speziellen, krankheitsspezifischen Biomolekülen (z. B. miRNAs, ROS) ablaufen. Langfristiges Ziel des Projekts ist die Behandlung menschlicher Krankheiten (z.B. Krebs) und die Verbesserung ihrer Diagnostik.

Projektkoordination: Prof. Dr. Andriy Mokhir, andriy.mokhir@fau.de

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Neuentstehende Anwendungen in der Biologie, Nanotechnologie und Medizin machen die Vernetzung von Objekten und Maschinen mit Abmessungen im Nano- und Mikrometerbereich erforderlich. Traditionelle elektromagnetische Ansätze für den Entwurf entsprechender Kommunikationssysteme sind für solch kleine Größenordnungen nicht geeignet. In der Natur jedoch ist die Kommunikation zwischen Nano- und Mikro-Objekten, wie z.B. Bakterien und anderen Zellen, weit verbreitet. Dabei kommen oft Signalmoleküle als Informationsträger zum Einsatz, so dass ein natürliches molekulares Kommunikationssystem entsteht. Das Projekt bündelt die an der FAU vorhandene Expertise auf den Gebieten Elektrotechnik, Biologie, Materialwissenschaften, Mathematik und Nanomedizin, um – ausgehend von in der Natur vorkommenden Mechanismen und Prozessen – synthetische molekulare Kommunikationssysteme zu entwerfen und zu implementieren.

Projektkoordination: Prof. Dr. Robert Schober, robert.schober@fau.de

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