Graduiertenkollegs (GRK)

Graduiertenkollegs der FAU

Graduiertenkollegs werden zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eingerichtet. Doktorandinnen und Doktoranden erhalten hier die Möglichkeit, ihre Arbeit im Rahmen eines koordinierten, von mehreren Hochschullehrern getragenen Forschungsprogramms durchzuführen. Die FAU ist an 11 Graduiertenkollegs (bei 8 als antragstellende Hochschule) und 9 integrierten Graduiertenkollegs beteiligt.

Weitere Informationen zu strukturierten Promotionsprogrammen der FAU finden Sie auf den Seiten des Graduiertenzentrums.

Graduiertenkollegs mit FAU als antragstellende Hochschule

Nanotechnologie bietet Möglichkeiten, Materialien auf kleinster Ebene zu strukturieren, was zu neuen Eigenschaften und Funktionalitäten führt. Dazu werden allerdings moderne Formen der Nanocharakterisierung sowie die Neu- und Weiterentwicklung von sogenannten in-situ-Verfahren benötigt. Eben jene erforscht das GRK grundlegend. Die in-situ-Methoden eröffnen die Möglichkeit, die Entstehung, Stabilität und mechanische Integrität von Nanostrukturen direkt auf nanoskopischer sowie mikroskopischer Skala zu untersuchen und Zusammenhänge zwischen Struktur und Funktionalität aufzuklären.

Sprecher des GRK 1896 ist Herr Professor Erdmann Spiecker. Das Projekt wird aktuell in der 2. Förderperiode bis zum 30.09.2022 gefördert.

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Ziel der Nachwuchswissenschaftler ist es, nebenwirkungsarme Wirkstoffe für die Therapie schwerer Erkrankungen des Zentralen Nervensystems zu finden, die mit G-Protein gekoppelten Rezeptoren wechselwirken. G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs) sind Proteine, die im menschlichen Körper eine wichtige Rolle bei der Weiterleitung von Sinneseindrücken und bei der Kommunikation zwischen Zellen und ihrer Umgebung spielen: Sie sind an einer Vielzahl lebenswichtiger Prozesse im Körper beteiligt. Fehlfunktionen können schwerwiegende Krankheiten auslösen. Neue Erkenntnisse über diese Proteine bergen vielversprechende Therapieansätze.

Sprecher des GRK 1910 ist Herr Professor Peter Gmeiner. Das Projekt wird aktuell in der 2. Förderperiode bis zum 30.09.2022 gefördert.

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Welche Zusammenhänge gibt es zwischen der Entwicklung des Zentralnervensystems (ZNS) und dem Auftreten von neuropsychiatrischen und -degenerativen Erkrankungen im späteren Erwachsenenalter? Inwieweit  beeinflussen Entwicklungsvorgänge die Widerstandsfähigkeit gegenüber ZNS-Erkrankungen des Erwachsenenalters? Welche Faktoren sind hierfür ausschlaggebend? Die Promovierenden des Graduiertenkollegs gehen diesen grundlegenden Fragen unter anderem durch Untersuchungen an Tiermodellen und an von Patienten stammenden, induzierten pluripotenten Stammzellen nach.

Sprecher des GRK 2162 ist Herr Professor Dieter Chichung Lie. Das Projekt wird aktuell in der 2. Förderperiode bis zum 30.06.2025 gefördert.

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Wie brechen verschiedene Materialien auseinander? Das GRK will Simulationsmethoden entwickeln, mit denen Bruchvorgänge in spröden, granularen und porösen Materialien in verschiedener zeit- und räumlicher Auflösung erfassbar sind. Mit den Erkenntnissen sollen in Bezug auf das Bruchverhalten maßgeschneiderte Materialien entwickelt werden.

Sprecher des GRK 2423 ist Herr Professor Paul Steinmann. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 30.06.2023 gefördert.

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Cyberkriminalität wird angesichts der wachsenden gesellschaftlichen Bedeutung der Informationstechnologie zu einer immer größeren Bedrohung. Gleichzeitig bieten sich neue Möglichkeiten der Strafverfolgung, wie etwa automatisierte Datensammlung und -auswertung im Netz oder Überwachungsprogramme. Doch wie geht man mit den Grundrechten der Betroffenen um, wenn „forensische Informatik“ genutzt wird? Das GRK „Cyberkriminalität und Forensische Informatik“ bringt Expertinnen und Experten der Informatik und Rechtswissenschaften zusammen, um das Forschungsfeld „Strafverfolgung von Cyberkriminalität“ systematisch zu erschließen.

Sprecher des GRK 2475 ist Herr Professor Felix Freiling. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 31.03.2024 gefördert.

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Ziel des Graduiertenkollegs ist es, neue Strategien zur Therapie und Prophylaxe von Viruserkrankungen zu entwickeln. Dabei sollen zelluläre Angriffspunkte für eine antivirale Therapie identifiziert und das Immunsystems eingespannt werden. Die Entwicklung von resistenten Viren soll so vermieden werden. Besondere Bedeutung kommt der Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern zu, die sowohl mit der antiviralen Chemotherapie als auch immun-basierten Ansätzen vertraut sind. Dies soll durch die gemeinsame Ausbildung der Doktoranden durch Mediziner, Biologen, Pharmazeuten und Bioinformatiker der FAU erreicht werden. Eine Kooperation mit dem Bostoner Ragon-Institute, eine Forschungseinrichtung des Massachusetts General Hospital (MGH), des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Harvard University wird den Kollegiaten auch internationale Perspektiven eröffnen.

Sprecher des GRK 2504 ist Herr Professor Klaus Überla. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 31.03.2024 gefördert.

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Das Forschungsziel des internationalen Graduiertenkollegs ist die Erforschung elektromechanischer (piezoelektrisch) und elektrooptischer (Photovoltaik- und Wasserspaltung) Energieumwandlungssysteme auf der Basis von bleifreien Perowskit-Materialien. Die Entwicklung bleifreier Materialsysteme ist aufgrund internationaler Vorschriften, die den Einsatz von Schwermetallen z. B. in elektronischen Geräten verbieten, ein zukunftsweisendes Forschungsfeld. Dies betrifft den Einsatz von bleifreien Materialien sowohl im Bereich der erneuerbaren Energien als auch im Bereich von Hightech-Anwendungen wie z.B. für autonome, drahtlose Sensoren. Hierbei ist insbesondere die Erforschung von skalenübergreifenden Phänomenen, z.B. bei der Energieumwandlung, der Entwicklung und dem Einsatz von bleifreien Perowskit-Materialien, bei neuartigen 2D- und 3D- Verarbeitungstechniken, sowie wie bei der Geräteintegration, von Interesse. Hierbei erfolgt der Einsatz von verschiedenen Synthese-, Fertigungs- und Charakterisierungstechniken, die mit Simulationen gekoppelt werden. Nur mit diesem interdisziplinären Forschungsteam, welches Expertisen auf den unterschiedlichen Längenskalen besitzt, kann es gelingen die skalenspezifischen Phänomene in einem gemeinsamen Forschungs- und Trainingsumfeld zu erforschen. Im Rahmen des internationalen Graduiertenkollegs erhalten die Partner gegenseitig Zugang zu einer Vielzahl von experimentellen Techniken und Messgeräten sowie Kontakt zu japanischen Industriepartnern.

Sprecher des Internationalen GRK 2495 ist Herr Professor Kyle G. Webber. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 30.06.2024 gefördert.

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The goal of the proposed Research Training Group is to establish an internationally competitive research and training program to promote young scientists and medical students in the field of immunology. The analysis of defined molecular regulators using genome-wide transcriptome analysis, modern imaging techniques, transgenic mouse technologies and CRISPR-mediated genome editing will identify and characterize new fine-tuners of adaptive immune responses and immune memory. To reach our goal, we have recruited five female and 12 male researchers with an internationally recognized expertise in the field of adaptive immunity from eight institutes and clinical departments at the Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). All researchers are supported by third-party funding and experienced in graduate training. We also offer an innovative training program for Dr. rer. nat. candidates with a master’s degree in life sciences. This program consists of a bi-weekly RTG Paul-Ehrlich-Club, research-specific as well as interdisciplinary hard skill and soft skill workshops, internal RTG research retreats and RTG network meetings, the RTG guest speaker series, and the RTG’s public relation program. Furthermore, we have developed a fast-track program that will lead six fellows with a bachelor’s degree to the Dr. rer. nat. degree without the need to obtain a master’s degree. During their one-year qualification phase, the fast-track candidates will be prepare for their dissertation phase and receive extensive training in molecular biology and immunology within the Master’s program “Integrated Immunology,” attend RTG-specific events, and participate in a research-oriented rotation in a laboratory outside of Germany. To motivate medical students for basic research, we will set up an innovative and structured 18-month-long doctoral program. Highlights of this program are an 8-month lab phase and a curriculum tailored to the educational needs of each medical student. A three-member thesis advisory committee will mentor all doctoral candidates through-out their entire thesis project. To internationally position our doctoral candidates, they will organize the 7th International RTG Symposium on „Regulators of Adaptive Immunity“ and do research rotations in laboratories outside of Germany. We are convinced that our innovative training and research concept with hypothesis-driven projects will better prepare our doctoral candidates for a professional post-graduate career as an immunologist and help them to develop into critically thinking scientists, to complete their thesis in 3-4 years, and to build an international network.

Sprecher des GRK 2599 ist Herr Professor Hans-Martin Jäck. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 30.06.2025 gefördert.

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Ziel des Transregio 130 ist es, zu erforschen, warum das Immunsystem bei manchen Krankheiten gegen den eigenen Körper vorgeht und damit zum grundlegenden Verständnis von Autoimmunerkrankungen beizutragen. Da B-Zellen häufig die Ursache für auf Autoimmunreaktionen basierende Krankheiten sind, rückt der Transregio 130 die von B-Zellen hervorgerufenen Antikörperantworten auf Fremdkörper und ihre Fehlfunktionen bei Autoimmunkrankheiten ins Zentrum seiner Forschung.

Sprecher des SFB/Transregio 130 ist Herr Professor Lars Nitschke. Das Projekt wird aktuell in der 2. Förderperiode bis zum 30.06.2021 gefördert.

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Für die Energiewende – weg von der Kernenergie, hin zu einer umwelt- und klimafreundlichen Energieerzeugung – wird Gas als Energieträger in den nächsten Jahrzehnten eine wichtige Rolle spielen. Gas ist in diesem Zeitraum ausreichend vorhanden, schnell verfügbar und speicherbar. Die Fokussierung auf eine effiziente Gasversorgung geht aber mit einer Vielzahl von Problemen einher, in Bezug auf den Transport, die Netztechnik, marktregulatorische Bedingungen sowie die Kopplung mit anderen Energieträgern. Ziel des Sonderforschungsbereichs/Transregio ist es, Antworten auf diese Herausforderungen mit Mitteln der mathematischen Modellierung, Simulation und Optimierung zu geben und damit Lösungen auf einem neuen Qualitätsstandard anzubieten. Um dies zu erreichen, sind innerhalb der Mathematik neue Erkenntnisse in unterschiedlichen Gebieten, wie der mathematischen Modellierung, der numerischen Analysis und Simulation sowie der ganzzahligen, kontinuierlichen und stochastischen Optimierung notwendig.

Sprecher des SFB/Transregio 154 ist Herr Professor Alexander Martin. Das Projekt wird aktuell in der 2. Förderperiode bis zum 30.06.2022 gefördert.

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Entzündung ist die Schlüsselantwort des Körpers, um auf Gewebestress und -schädigung zu reagieren. Die mit Entzündungsreaktionen verbundene Aktivierung des Immunsystems bedarf allerdings strenger Kontrolle. In diesem Zusammenhang kommt den molekularen Schaltern, die für den rechtzeitigen Stopp der Entzündungsreaktion und letztendlich deren Auflösung (Resolution) zuständig sind, eine besondere Bedeutung zu. Der Prozess der Auflösung der Entzündungsreaktion ist jedoch unzureichend verstanden, allerdings für die Pathogenese und Therapie chronisch entzündlicher Erkrankungen von zentraler Bedeutung. Erkrankungen der inneren Oberflächen des Menschen, wie Gelenk (Arthritis), Darm (Colitis) und Lunge (Asthma), sind durch eine Chronifizierung der Entzündungsreaktion gekennzeichnet. Die wesentlichen molekularen Weichenstellungen aufzuklären, die über Auflösung oder Chronifizierung der Entzündungsreaktion entscheiden, ist Ziel des Antrags zum Sonderforschungsbereich „Checkpoints for Resolution of Inflammation.“ Dieser Antrag ist eine Gemeinschaftsprojekt der Medizinischen und der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, des Universitätsklinikums Erlangen sowie des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts Erlangen. Neben 19 wissenschaftlichen Projekten, die der Aufklärung der molekularen Schalter, die über Resolution bzw. Chronifizierung entscheiden, dienen, sind klassische sowie innovative Instrumente für Gleichstellungsmaßnahmen, Nachwuchsförderung und Vernetzung in dieses Programm aufgenommen.

Sprecher des SFB 1181 ist Herr Professor Georg Schett. Das Projekt wird aktuell in der 2. Förderperiode bis zum 30.06.2023 gefördert.

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Ziel des SFB/TRR 241 ist es, das Zusammenspiel von Schleimhaut- und Immunzellen im Darm besser zu verstehen und wirksamere Therapiemethoden bei chronischen Entzündungen zu entwickeln. In den kommenden Jahren sollen Erkenntnisse über die Regulation und Funktion des Immunsystems im Darm und aktuelle Daten zur anti-mikrobiellen Verteidigung an der Schleimhautbarriere in ein neues Konzept integriert werden. Vor allem die Rolle einer fehlgesteuerten Kommunikation zwischen Epithel- und Immunzellen bei der Pathogenese von CED steht im Fokus der einzelnen Projekte. Langfristiges Ziel der Wissenschaftler ist es, Medikamente zu entwickeln, die die Ursachen von Darmentzündungen gezielt bekämpfen und zugleich die Fähigkeit des Immunsystems zur Bekämpfung von Infekten und Krebszellen erhalten. Außerdem wird nach diagnostischen Verfahren gesucht, mit denen das Ansprechen auf Therapien vorhergesagt werden kann – ein Ziel, das nicht nur der schnellen Linderung der Symptome dient, sondern auch zur Senkung der Therapiekosten beitragen soll.

Sprecher des SFB/Transregio 241 ist Herr Professor Christoph Becker. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 30.06.2022 gefördert.

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Der SFB 1411 beschäftigt sich mit dem Design von Nanopartikeln. Dazu werden Partikelsynthesen mit neuartigen Trennmethoden zur Klassierung der Nanopartikeln direkt kombiniert. Der Clou des Ansatzes ist es, dass die Herstellung so optimiert wird, dass Partikel mit maßgeschneiderten Eigenschaften in kontinuierlichen Prozessen hergestellt werden können. Hierdurch wird die heute übliche, oft empirische und sehr aufwendige Vorgehensweise ersetzt durch elegante Ansätze zum Eigenschafts- und Prozessdesign. Damit leistet der SFB wichtige Beiträge zur Digitalisierung des Produktdesigns von Partikelsystemen. In 20 Einzelprojekten werden von Forscherinnen und Forschern aus den Bereichen Chemieingenieurwesen, Materialwissenschaften, Mathematik und Physik auf diese Weise neuartige Partikeln entworfen, produziert und umfassend charakterisiert. Dabei stehen Teilchen mit besonderen optischen Eigenschaften im Mittelpunkt. Im Rahmen eines im SFB verankerten Graduiertenkollegs können Nachwuchstalente zum Design von Nanopartikeln promovieren – dies ist in dieser Form weltweit einzigartig. Der SFB beschreitet zudem neue Wege im Umgang mit großen Datenmengen, welche in den Experimenten und Simulationen anfallen.

Sprecher des SFB 1411 ist Herr Professor Wolfgang Peukert. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 31.12.2023 gefördert.

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Kooperatives Verhalten ist beispielsweise aus der Dynamik von Vogelschwärmen bekannt. Die Beschreibung von Kooperativität in der Quantenmechanik ist jedoch lückenhaft. Der Sonderforschungsbereich/Transregio „Quantenkooperativität von Licht und Materie (QuCoLiMa)“ untersucht die Kooperativität auf der Quantenebene. Damit will der Verbund langfristig zu einem systematischen Verständnis vom Aufbau räumlicher und zeitlicher Quantenkorrelationen in mesoskopischen Systemen beitragen, in denen Licht und Materie sehr starke Wechselbeziehungen haben. Seine Ergebnisse könnten in Zukunft die Nutzung von Quantenkooperativität für Anwendungen in den Bereichen Sensorik, Kommunikation und Quantencomputing ermöglichen.

Sprecher des SFB/Transregio 306 ist Herr Professor Joachim von Zanthier. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 31.12.2024 gefördert.

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Der Sonderforschungsbereich „Katalyse an flüssigen Grenzflächen (CLINT)“ verfolgt einen grundlegend neuen Ansatz in der chemischen Reaktionstechnik: Er will die hochdynamische, anisotrope Umgebung gasförmig-flüssiger beziehungsweise flüssig-fester Grenzflächen nutzen, um technische Katalysatoren mit neuartigen Eigenschaften und einer bisher unerreichten Produktivität, Stabilität und Handhabbarkeit zu erzeugen. Dabei soll das Verständnis katalytischer Vorgänge mit einer gezielten Materialentwicklung verbunden werden, weshalb die Untersuchungen von Modellsystemen bis zu Realkatalysatoren reichen und unter anderem auch In-situ-Methoden einschließen.

Sprecher des SFB 1452 ist Herr Professor Peter Wasserscheid. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 31.12.2024 gefördert.

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Der SFB 1483 “EmpkinS” (Empathokinästhetische Sensorik) hat das Ziel, mit berührungslosen radar-, funk- und kamerabasierten Sensortechnologien und unter Nutzung von innovativen Signalverarbeitungsmethoden und künstlicher Intelligenz völlig neuartige „digitale“, patientenzentrierte Diagnose- und Therapiemöglichkeiten für die Medizin und Psychologie zu eröffnen.

EmpkinS wird über die nächsten vier Jahre mit ca. 11 Millionen Euro gefördert. Neben der FAU ist die Technische Universität Hamburg, die Universität Bayreuth und das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen Erlangen beteiligt.

Sprecher des SFB 1483 ist Herr Professor Martin Vossiek. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 31.12.2025 gefördert.

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Graduiertenkollegs mit FAU als mitantragstellende Hochschule

Der Bedarf an mathematischen Modellen, Methoden und effizienter Software zur Vorhersage, Kontrolle und Optimierung ist in den letzten Jahrzehnten in verschiedenen Anwendungsfeldern wie der Medizin oder den Materialwissenschaften deutlich gestiegen. Das Graduiertenkolleg 2339 widmet sich allen Modellierungsfacetten, um komplexe Phänomene und Prozesse, die typischerweise Grenzflächen, Mehrskalenprobleme und kleine Parameter (singuläre Phänomene) beinhalten, besser zu verstehen. Das Forschungsprogramm umfasst dabei drei Themenfelder: Grenzflächen, komplexe Strukturen sowie singuläre Grenzwerte und Dimensionsreduktion.

Standortsprecher des GRK 2339 ist Herr Professor Günther Grün. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 30.09.2022 gefördert.

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Die Transplantation von Blutstammzellen ist eine Behandlungsmöglichkeit bei bestimmten Formen des Blut- und Lymphdrüsenkrebses. Bei vielen Patienten kommt es nach einer Transplantation allerdings zu einer immunologischen Reaktion der transplantierten Zellen gegen das gesunde Körpergewebe. Hierdurch werden häufig die Haut, Leber und der Darm geschädigt. Der SFB/TRR 221 untersucht deshalb die immunologischen Mechanismen der Blutstammzell-Transplantation. Langfristiges Ziel ist es, die Therapie verträglicher zu machen und unerwünschte Immunreaktionen zu unterdrücken.

Standortsprecher des SFB/Transregio 221 ist Herr Professor Andreas Mackensen. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 31.12.2021 gefördert.

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Ziel des Graduiertenkollegs KoRaTo ist die Ausbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem erstmals erforschten Gebiet der kooperativen Apertursynthese für die Erfassung grundlegender geophysikalischer Parameter in der Bio-, Geo-, Kryo- und Hydrosphäre. Kooperative Apertursynthese bezeichnet tomographisch bildgebende Radarverfahren, bei denen sehr großflächige / großvolumige, kohärent arbeitende Radaraperturen durch Kooperation einer Vielzahl von individuell mobilen, im 3D-Raum verteilten, nicht kohärenten Sub-Radaraperturen synthetisiert werden. Die Sub-Radaraperturen werden von mobilen Flugrobotern (UAV – unmanned arial vehicle) aus erstellt. Erforscht werden sollen:
1) Verfahren, um die nicht-kohärenten Sub-Radaraperturen räumlich und zeitlich kohärent zu koppeln;
2) optimierte zeitvariante Aperturen sowie die zugehören Sub-Aperturen und Bewegungstrajektorien;
3) Verfahren zur tomographischen Bildgebung in nichthomogenen Medien, ermöglicht durch die kooperative räumliche Apertursynthese;
4) Konzepte zur Daten-Haltung, -Übertragung und -Verarbeitung basierend auf Compressed Sensing Methoden und Ressourcenoptimierung für die Sensordaten der kooperativen Apertursynthese.
Der avisierte, erstmals erforschte kooperative Apertursynthese-Ansatz ermöglicht neuartige tomographische Radarbildgebungsprinzipien. Er verspricht für die Radar-Fernerkundung in den Geowissenschaften – etwa zur Abbildung von dynamischen Prozessen in der Kryosphäre, Geosphäre und Biosphäre – eine völlig neue Qualität der Erdbeobachtung bzgl. Auflösung und Informationsgehalt. Ein Beispiel ist die räumlich korrekte, multiperspektivische 3D-Erfassung von optisch ganz oder teilweise verborgenen Strukturen in nichthomogenen Medien.

Standortsprecher des GRK 2680 ist Herr Professor Martin Vossiek. Das Projekt wird vom 01.10.2021 bis zum 31.03.2026 gefördert.

Graduiertenkollegs mit Beteiligung der FAU

Kriege, innere und äußere, prägen die Entwicklung von Gesellschaften in entscheidender Weise. Das Byzantinische Reich stand schon auf Grund seiner geographischen Lage im ständigen Austausch und Konflikt mit Nachbarn und Konkurrenten. Daraus ergaben sich ein breites Spektrum an kriegerischen Auseinandersetzungen mit der lateinischen, slavischen und islamischen Welt und als Konsequenz vielfältige Wechselbeziehungen zwischen den jeweiligen Kriegskulturen, worunter wir die sich auf den Krieg beziehenden Normen, Deutungen, Sinnzuschreibungen und Reflexionen ebenso wie die Formen und Praktiken des Krieges verstehen. Ziel dieses Graduiertenkollegs ist es, die euromediterranen Kriegskulturen und die Bedeutung von Byzanz für diese erstmals in transkultureller Perspektive zu untersuchen.

Standortbeteiligte des GRK 2304 ist Frau Professorin Ute Verstegen. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 31.03.2023 gefördert.

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Die Beobachtung, dass die Mechanik zelluläre Prozesse so vielfältig wie Organbildung, Entzündung und Karzinogenese oder gar Embryoimplantation bestimmt, war die Keimzelle der DFG-geförderten Graduiertenschule MEƎT. Ziel der Forschung ist es, mechanische Rückkopplungszyklen aufzuklären, die die Funktion und Selbstorganisation von Zellen und Geweben in Raum und Zeit bestimmen.
MEƎT vereint ein multidisziplinäres Team von Experten aus den Bereichen Biophysik, Stammzell- und Molekularbiologie, Materialwissenschaften, Biotechnik und Medizin. Der gemeinsame wissenschaftliche Schwerpunkt liegt auf der Mechanobiologie von oberflächenverkleideten Epithelien wie der Haut, die extremen mechanischen Belastungen ausgesetzt ist. Ziel des GRK 2415 ist es, das gewonnene Wissen für ein verbessertes Tissue Engineering und die Behandlung menschlicher Krankheiten zu nutzen.

Standortbeteiligte des GRK 2415 ist Frau Professorin Ana-Suncana Smith. Das Projekt wird aktuell in der 1. Förderperiode bis zum 31.12.2023 gefördert.

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