Zusatzstudien "Inklusion - Vielfalt und Teilhabe im schulischen Kontext gestalten" (Zertifikat)
Zusatzstudien im Lehramt
Die Studierenden erwerben im Rahmen dieses Studienangebotes Kompetenzen in den Bereichen Inklusion, Diversität und inklusiver Umgang mit Heterogenität im Klassenzimmer. Im Mittelpunkt steht der Erwerb fachlicher, didaktischer und praktischer Kompetenzen für den professionellen Umgang mit Heterogenität im schulischen Kontext. Dabei spielt sowohl die Sensibilisierung der Studierenden für unterschiedliche Lernvoraussetzungen als auch deren Befähigung zur aktiven Gestaltung inklusiver Bildungsprozesse eine wesentliche Rolle.
Steckbrief
- Abschluss
- Zertifikat (Zusatzstudium)
- Regelstudienzeit
- 4 Semester
- Unterrichtssprache
- vollständig auf Deutsch
- Fakultät
- Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
- Studienbeginn
- Sommersemester, Wintersemester
- Größe
- <25
- Besondere Studienformen
- Zusatzstudien
Worum geht es im Studiengang?
Inklusion ist eine der zentralen pädagogischen Aufgaben unserer Zeit und als Aufgabe aller Schulen fest im Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz (BayEUG) verankert. Im schulischen Kontext bedeutet dies, dass alle Kinder und Jugendlichen durch adaptiven Unterricht die gerechten Chancen auf Bildung, individuelle Entfaltung und Teilhabe erhalten sollen.
Die Zusatzstudien „Inklusion: Vielfalt und Teilhabe im schulischen Kontext gestalten“ legen dabei ein weites Verständnis von Inklusion zugrunde: Es geht nicht nur um sonderpädagogischen Förderbedarf, sondern um die Berücksichtigung aller Differenzlinien – von kognitiven Voraussetzungen über Sprache, kulturelle und soziale Herkunft bis hin zu Persönlichkeit und chronischen Krankheiten.
Die Zusatzstudien fördern bereits im Lehramtsstudium inklusive Kompetenzen im Umgang mit Heterogenität. Sie bereiten gezielt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schülerschaft vor und zeigen auf, warum Inklusion in und außerhalb der Schule so wichtig ist. Gleichzeitig hilft das Studium dabei, das Menschenrecht auf Inklusion im Schulalltag zu verankern: Studierende lernen, Hürden im Bildungssystem frühzeitig zu erkennen und stattdessen Brücken zu bauen, die allen Lernenden eine echte Teilhabe ermöglichen.
Die Studierenden erwerben im Rahmen dieser Zusatzstudien Kompetenzen in drei Modulen:

Das Modul „Inklusive Grundlagen“ unterstützt beim Aufbau von professionellen Wissensbeständen und Handlungskompetenzen, um eine inklusive Schulkultur zu etablieren, die den Bedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler gerecht wird und sie in ihrem Lernprozess unterstützt. Nach Abschluss des Moduls „Inklusive Didaktik“ kennen die Studierenden theoretische Grundlagen von Lernprozessen als Basis für einen geeigneten Unterricht in inklusiven Settings. Sie können Konzepte inklusionsorientierter Unterrichtsmodelle und (inklusions-)didaktische Modelle exemplarisch anwenden und reflektieren sowie Konsequenzen für ihre Unterrichts- und Lernraumgestaltung ziehen. Bei der Hospitation im inklusiven Unterricht („Inklusive Praxiserfahrungen“) erkennen die Studierenden verschiedene Herangehensweisen an die Aufgaben der Unterrichtsgestaltung und -durch-führung unter Berücksichtigung der schulischen Rahmenbedingungen und entwickeln ein Konzept zur Kooperation mit anderen pädagogischen Fachkräften als Unterstützungssystem.
Die Studierenden erwerben im Rahmen dieser Zusatzstudien Kompetenzen in drei Modulen im Gesamtumfang von 15 ECTS-Punkten:
- „Inklusive Grundlagen“ (5 ECTS-Punkte): Dieses Modul unterstützt beim Aufbau von professionellen Wissensbeständen und Handlungskompetenzen, um eine inklusive Schulkultur zu etablieren, die den Bedürfnissen aller Schülerinnen und Schüler gerecht wird und sie in ihrem Lernprozess unterstützt.
- „Inklusive Didaktik“ (5 ECTS-Punkte): Nach Abschluss dieses Moduls kennen die Studierenden theoretische Grundlagen von Lernprozessen als Basis für einen geeigneten Unterricht in inklusiven Settings. Sie können Konzepte inklusionsorientierter Unterrichtsmodelle und (inklusions-)didaktische Modelle exemplarisch anwenden und reflektieren sowie Konsequenzen für ihre Unterrichts- und Lernraumgestaltung ziehen.
- „Inklusive Praxiserfahrungen“ (5 ECTS-Punkte): Bei der Hospitation im inklusiven Unterricht erkennen die Studierenden verschiedene Herangehensweisen an die Aufgaben der Unterrichtsgestaltung und -durchführung unter Berücksichtigung der schulischen Rahmenbedingungen und entwickeln ein Konzept zur Kooperation mit anderen pädagogischen Fachkräften als Unterstützungssystem.
Die Zusatzstudien richten sich an alle Lehramtsstudierende der FAU, die sich im Rahmen ihres Studiums über die obligatorischen Studieninhalte hinaus profilieren wollen, unabhängig von Schulart und Fächerkombination.
Die Studierenden erwerben in den Bereichen Inklusion, Diversität und inklusiver Umgang mit Heterogenität im Klassenzimmer zusätzliche Kompetenzen, die über die Grundlagen der Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) vom 13. März 2008 (GVBl. S. 180, BayRS 2038-3-4-1-1-K) mit den Änderungen § 2 der Verordnung vom 28. Juli 2021 (GVBl. S. 502) deutlich hinausgehen.
Die Aufnahme setzt zwingend die Immatrikulation in einem Staatsexamensstudiengang für das Lehramt an Berufsschulen, Gymnasien, Realschulen, Mittel- oder Grundschulen an der FAU voraus.
Die Lehramtsstudierenden sollten der Notwendigkeit des übergeordneten Qualifikationsziels sowie der Bedeutung der Inklusion in Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft zugetan sein. Dieser Ansatz bereitet auf eine vielfältige Gesellschaft vor, fördert ein solidarisches Miteinander und sichert als Kernaspekt einer sozialen Gesellschaft Chancengerechtigkeit für jedes Kind.
Die FAU bietet Lehramtsstudierenden mit diesen Zusatzstudien eine hervorragende Möglichkeit, sich zielgerichtet für den inklusiven Schulalltag zu rüsten. Ein besonderes Qualitätsmerkmal der FAU ist die hier interdisziplinäre Expertise: Durch den „Arbeitskreis Inklusion für Bildungskontexte“ wird das Querschnittsthema Inklusion nachhaltig in alle Bereiche der Lehrkräftebildung getragen. Der Arbeitskreis bereitet die Akteurinnen und Akteure darauf vor, Bildungsprozesse barrierefrei und teilhabeorientiert umzusetzen.
Die Zusatzstudien verbessern die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen von Lehramtsstudiengängen und erweitern ihre beruflichen Perspektiven, da sie professionelle Kompetenzen zum Umgang mit Heterogenität erwerben.
Zugangsvoraussetzungen und Bewerbung
Die folgenden Informationen richten sich an deutsche Bewerbende sowie Bildungsinländer/-innen. Für internationale Studieninteressierte können abweichende Regelungen und Fristen gelten.
Bewerbungsfrist
- Wintersemester: 30.09.
- Sommersemester: 31.03.
Sprachkenntnisse
- Deutschkenntnisse für internationale Studierende: Deutschkenntnisse mit Sprachnachweis erforderlich
Details und Anmerkungen
Der Zugang zu den Zusatzstudien „Inklusion: Vielfalt und Teilhabe im schulischen Kontext gestalten“ setzt die Immatrikulation in einem Studiengang für das Lehramt an Berufsschulen, Gymnasien, Realschulen, Mittel- oder Grundschulen an der FAU voraus und kann ab dem 3. Fachsemester begonnen werden.
Ein Studienbeginn ist jeweils zum Sommer- oder Wintersemester möglich.Der Zugang zu den Zusatzstudien „Inklusion: Vielfalt und Teilhabe im schulischen Kontext gestalten“ setzt die Immatrikulation in einem Studiengang für das Lehramt an Berufsschulen, Gymnasien, Realschulen, Mittel- oder Grundschulen an der FAU voraus.

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