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Fragen und Antworten für ausländische Studierende

Wohnungssuche: Was Sie als Studentin/Student aus dem Ausland beachten sollten

Vor der Einreise – häufige Fragen

Die Wohnungssuche in Erlangen, Nürnberg und Umgebung können Sie schon vor der Ankunft in Deutschland beginnen. Das Referat für Internationale Angelegenheiten (RIA) der FAU hat die wichtigsten Fakten zur Wohnungssuche aus dem Ausland, zum Aufenthalt und zu den Abreisemodalitäten zusammengefasst.

Nein. Im Gegensatz zu anderen Ländern bekommen Sie in Deutschland mit einem Studienplatz nicht automatisch eine Unterkunft. Studierende müssen sich daher selbständig um eine Unterkunft bemühen.

Nein. Es gibt keine Garantie, dass Sie ein Zimmer/eine Wohnung in Erlangen zu Studienbeginn bekommen. Um die Chancen auf einen Wohnplatz zu erhöhen, ist es wichtig, in der Ortswahl flexibel zu sein und z.B. auch die umliegenden Städte wie Forchheim, Herzogenaurach und Ansbach mit in die Suche einzubeziehen.

Nein. Die Universität besitzt keine eigenen Wohnheime. Auch die Wohnheime des Studentenwerks gehören nicht zur Universität. Die Mitarbeiter der Universität können lediglich Empfehlungen aussprechen.

Beginnen Sie mit Ihrer Zimmersuche bereits aus dem Ausland. Nutzen Sie die zahlreichen Adressen und Informationen, die Sie auf unseren Webseiten finden.

Ja, wir empfehlen dringend parallele Bewerbungen bei mehreren Vermieterinnen und Vermietern!

Die Mietkosten in Erlangen und Nürnberg betragen monatlich circa 17€ bis 25€ pro m² und pro Person bei möbliertem Wohnraum, abhängig vom Zustand und der Lage. Daraus kann sich ein Gesamtmietpreis von bis zu 600€ im Monat ergeben.

Nein. Leider können wir keine Garantie übernehmen, dass Sie eine Unterkunft finden. Nach Erhalt eines vollständig ausgefüllten Bewerbungsbogen können wir Ihnen je nach Verfügbarkeit auf dem privaten Wohnungsmarkt maximal ein Angebot weiter leiten.

Das Zimmer/ die Wohnung wird einem anderen Studierenden angeboten und Sie müssen sich selbständig um die weitere Wohnungssuche kümmern.

Nach der Ankunft – was zu erledigen ist

Nach Ihrer Einreise nach Deutschland müssen Sie ein Bankkonto bei einer deutschen Bank eröffnen.

Sie müssen den Mietvertrag unterzeichnen und die erste Miete sowie die Kaution bis zur im Vertrag festgelegten Frist überweisen.  Achten Sie darauf, dass die Miete und Nebenkosten genau dargelegt werden. Alle Vereinbarungen müssen schriftlich festgehalten werden.
Melden Sie Ihren Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt/Bürgerbüro innerhalb von 7 Tagen an. Richten Sie einen Dauerauftrag bei ihrer Bank ein oder unterschreiben Sie einen Abbuchungsauftrag für Ihre Vermieterin/Ihren Vermieter zum Einzug der Miete.

Vereinbaren Sie einen Termin mit der Vermieterin/dem Vermieter zu Ihrem Einzug in die Wohnung. Bringen Sie Passkopien und Kopien der Überweisungsbelege für Miete und Kaution mit. Zum Termin werden Ihnen der Wohnungsschlüssel sowie die Hausordnung übergeben. Achten Sie bitte darauf, dass ein Übergabeprotokoll (evtl. mit Bildern) zum Ist-Zustand des Zimmers/der Wohnung erstellt wird. Dies ist wichtig, damit Ihnen bereits vorhandene Schäden nicht angelastet werden.

Um Service-Leistungen zu nutzen, die nicht mit dem Mietvertrag abgedeckt sind wie Strom und Internet, müssen Sie einen Vertrag mit einem entsprechenden Anbieter abschließen.

Falls Sie in einem Wohnheim untergekommen sind, reichen Sie baldmöglichst Ihre gültige Immatrikulationsbescheinigung ein. Für jedes weitere Semester müssen Sie Ihre aktuelle Immatrikulationsbescheinigung ohne Aufforderung vorlegen.

In Deutschland gibt es spezielle Verhaltensregeln und Ordnungen für das Wohnen. Hilfreiche Informationen zu den Themen Hausordnung, Mülltrennung, Sauberkeit, Energie und Umwelt finden Sie unter http://www.gewobau-erlangen.de/de/service/download/index.html – http://www.gewobau-erlangen.de/en/services/downloads/index.html

Vor der Abreise – häufige Fragen

In der Regel drei Monate vor Vertragsende. Wenn Sie aus Ihrem Zimmer/Ihrer Wohnung ausziehen wollen, müssen Sie Ihr Kündigungsschreiben drei Monate vor Auszug persönlich bei Ihrer Vermieterin/Ihrem Vermieter abgeben oder per Einschreiben mit Rückschein per Post schicken. Reichen Sie die Kündigung nicht bis zum Monatsende drei Monate vor gewünschtem Auszug ein, können Sie erst wieder im darauf folgenden Monat für in drei Monaten später kündigen.

Nein. Verträge mit einer Mindestmietdauer können bedeuten, dass eine Kündigungsfrist von sechs bis zwölf Monaten oder sogar drei Jahren greift. Im Vertrag finden Sie diese Angaben in der Zeile „…frühestens kündbar….“.

Sie bleiben bis zum Vertragsende für die Mietzahlung verantwortlich.

Benachrichtigen Sie Ihren Vermieter innerhalb der Kündigungsfrist (in der Regel drei Monate vor dem geplanten Auszug), dass Sie ausziehen möchten (siehe auch „Wie wird gekündigt?“). Kündigen Sie unter Einhaltung der Kündigungsfristen alle sonstigen Verträge, wie Internet, Strom, Telefon, Gas etc. Kündigungsfristen und Kündigungsmodalitäten müssen direkt mit Ihrem Anbieter geklärt werden. Reinigen Sie die Wohnung, bevor Sie ausziehen, es sei denn Sie haben mit dem Vermieter im Vorfeld eine externe Endreinigung vereinbart. Falls in der Wohnung Schäden entstanden sind, während Sie dort gewohnt haben, besprechen Sie mit dem Vermieter, ob Sie die Schäden reparieren oder ob dies der Vermieter übernimmt. Wenn letzteres zutrifft, werden die Reparaturkosten von der Kaution abgezogen.

Vereinbaren Sie am besten zwei Termine mit Ihrem Vermieter: einen festen Termin zur Endabnahme und einen weiteren Termin etwa einen Monat vor Auszug, damit der Vermieter die Wohnung begutachten und auf eventuelle Schäden hinweisen kann.

Eine Wohnungsabnahme bedeutet, dass Sie mit dem Vermieter einen Termin vereinbaren, an dem die Wohnung mit Inventar und Schlüssel bei Auszug übergeben wird. Außerdem wird die Wohnung mit Inventar vom Vermieter auf eventuelle Schäden überprüft. Der Zustand der Wohnung wird mit dem Übergabeprotokoll vom Einzug verglichen.

Das kommt auf die Vereinbarung mit dem Vermieter an, in der Regel müssen Sie die Wohnung aber so übergeben, wie Sie sie vorgefunden haben. Achten Sie darauf, dass die Wohnung sauber, schimmelfrei und in einwandfreiem Zustand ist, um etwaige Nachforderungen zu vermeiden! Vereinbaren Sie am besten etwa einen Monat vor Auszug einen Termin mit dem Vermieter, bei dem vereinbart werden kann, wie Sie die Wohnung hinterlassen sollen.

Fragen Sie bei der Wohnungsübergabe bei Einzug, mit wem Sie die Wohnungsabnahme bei Auszug abwickeln müssen. Vereinbaren Sie den genauen Termin zur Wohnungsabnahme, wenn Sie den Vermieter über Ihren Auszug informieren.

Sie müssen die Wohnung schriftlich kündigen. Eine einfache E-Mail reicht nicht, Sie müssen dem Vermieter die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein schicken oder dem Vermieter persönlich übergeben. Dies müssen Sie bis zum Ende der Kündigungsfrist erledigen (also in der Regel drei Monate vorher). Kümmern Sie sich nicht innerhalb der angegebenen Frist, ist eine Kündigung erst wieder einen Monat später möglich!

Ja. Falls Sie die Wohnung in keinem guten Zustand, schmutzig oder mit Schäden hinterlassen haben oder wenn noch Nachforderungen der Nebenkosten ausstehen, darf der Vermieter diese Rückstände mit der Kaution decken. Falls noch weitere Nachzahlungen ausstehen (zum Beispiel offene Mietforderungen) oder die Kaution die ausstehenden Zahlungen nicht deckt, darf der Vermieter Nachforderungen stellen.

Die Kaution wird innerhalb eines halben Jahres nach Beendigung des Mietverhältnisses an Sie zurücküberwiesen. Vereinbaren Sie mit dem Vermieter, auf welches Konto die Kaution zurücküberwiesen werden soll.

Nein. Es ist nicht möglich, die letzten Mietforderungen mit Ihrer Kaution abzudecken. Die Kaution ist eine Sicherheit für den Vermieter im Schadensfall und dient zum Ausgleich der Nebenkostenabrechnung nach Auszug. Sie wird in der Regel innerhalb von sechs Monaten nach Auszug zurückerstattet, wenn die Wohnung einwandfrei übergeben wurde.

Das kommt auf den Vermieter an, und ob Sie innerhalb der Kündigungsfrist ausziehen. Falls Sie außerhalb der Kündigungsfrist ausziehen sollten, ist es ratsam, einen Nachmieter vorzuschlagen, damit Sie mit dem Vermieter verhandeln können. Prinzipiell ist es aber Sache des Vermieters, wer in die Wohnung einziehen darf.

Sie können mit Ihrer Bank vereinbaren, zu welchem Zeitpunkt die Daueraufträge gekündigt werden sollen. Dieser Zeitpunkt sollte auf jeden Fall nach der letzten Mietzahlung liegen.

Schließen Sie Ihr deutsches Konto, sobald Ihre Kaution auf Ihr Konto eingegangen ist. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Bank und leiten Sie entsprechende Schritte ein, bevor Sie Deutschland verlassen.