Ringvorlesung: Digitalität – Bildung – Ethik. Interdisziplinäre Perspektiven und pädagogische Implikationen

Apr 26
17:30 Uhr bis 19:00 Uhr
Alle 2 Wochen Dienstags, bis zum 02.08.2022
Hörsaal 1.041, Campus Regensburger Straße, Nürnberg und online

26.4. Manfred Pirner, Michaela Gläser-Zikuda &
Rudolf Kammerl (FAU)
Digitalität, Bildung und Ethik:
Eine Einführung aus pädagogischer
und fachdidaktischer Perspektive

10.5. Claudia Lampert (Leibniz-Institut für Medienforschung/HBI)
Sicher und selbstbestimmt im Internet?
Online-Erfahrungen und Kompetenzen von Kindern
und Jugendlichen in Europa

24.5. Thomas Pfeiffer & Tobias Rottmeir
(Bayerisches Staatsministerium der Justiz)
„Mach dein Handy nicht zur Waffe“ –
juridical literacy in practice

14.6. Christian Schicha (FAU)
Digitale Bildethik – Eine Bewertung
von Bearbeitungen politischer Motive

28.6. Marion Händel & Sabine Martschinke (FAU)
Ethische Sensibilität im digitalen Kontext:
Macht der Studiengang den Unterschied?

12.7. Michaela Kramer & Jane Müller (FAU)
Medienkritik – Digitale Ethik – Digitale Souveränität.
Traditionslinien und aktuelle Herausforderungen
in der Medienpädagogik

26.7. Volker Frederking & Manfred Pirner (FAU)
Digitalitätsethische Bildung.
Ansätze und Perspektiven in den Fachdidaktiken

Organisator*innen:
Rudolf Kammerl,
Michaela Kramer
(beide Lehrstuhl Pädagogik
Schwerpunkt Medienpädagogik)
Hans Kudlich
(Lehrstuhl für Strafrecht,
Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie

Beschreibung:
Phänomene wie Cybermobbing, Bildmanipulation, Hate Speech oder Fake News machen deutlich, dass in einer zunehmend von digitalen Technologien geprägten Gesellschaft normative Grundlagen des Zusammenlebens in Frage gestellt werden. Welche Regeln und Werte können eine sozial anerkannte und verbindliche Basis für die Kultivierung des Digitalen bilden? Welche ethischen Prinzipien gelten für die nächste Gesellschaft? Digitalität ist in nahezu allen Lebensbereichen omnipräsent und stellt für die heute aufwachsende Generation von Beginn an einen festen Bestandteil ihrer Lebenswelt dar. Die Sozialisation der Kinder und Jugendlichen ist vielfältig von digitalen Medien geprägt. Für die Gesellschaft und insbesondere für das Bildungssystem stellt sich immer stärker die Frage, welche normativen Orientierungen für den Umgang mit Digitalität vermittelt werden sollen. Dabei werden bei den Zielbestimmungen, aber auch in den methodisch-didaktischen Entwürfen unterschiedliche Vorstellungen sichtbar.

Im Rahmen der Ringvorlesung werden interdisziplinäre Perspektiven auf das komplexe Zusammenspiel von Digitalität, Bildung und Ethik entwickelt. Über medienpädagogische, schulpädagogische und fachdidaktische Perspektiven hinaus, wirft die Veranstaltungsreihe mit Vorträgen aus medienwissenschaftlicher, juristischer und kommunikationswissenschaftlicher Sicht einen Blick über den pädagogischen Tellerrand. Im zweiwöchigen Turnus finden im Laufe des Sommersemesters sieben Vorträge von Referent*innen statt, die im jeweiligen Forschungs- oder Praxisfeld ausgewiesen sind. Dabei endet jeder Termin im Transfer des Gehörten auf das Handlungsfeld Schule und diskutiert die konkreten pädagogisch-praktischen Gestaltungsmöglichen.