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Kunst und Kultur

Highlights am laufenden Band

Blick auf die Nürnberger Burg (Foto: Uli Kowatsch)

Blick auf die Nürnberger Burg (Foto: Uli Kowatsch)

Das Kunst- und Kulturangebot in Nürnberg und Erlangen lässt keine Wünsche offen. Museen von nationalem und internationalem Ruf gehören ebenso dazu wie eine lebendige Musikszene, die vom Bardentreffen über Rock im Park bis hin zu den Open Air Konzerten der Nürnberger Philharmoniker und den Opern-Aufführungen des Nürnberger Staatstheaters für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Hinzu kommt eine ausgeprägte Eventkultur, die erste Einblicke in das kulturelle Leben ebenso ermöglicht wie überraschende Begegnung mit ungeahnten Schätzen.

Dürer, Dampfloks und Design

Albrecht Dürer Haus (Foto: Birgit Fuder)

Albrecht Dürer Haus (Foto: Birgit Fuder)

Der Schwerpunkt der regionalen Museumslandschaft liegt in Nürnberg. Zu den Highlights zählt hier sicherlich das Wohnhaus Albrecht Dürers, in dem das Leben und Arbeiten des wohl bekanntesten Nürnbergers lebendig werden. Mit dem Germanischen Nationalmuseum beherbergt Nürnberg zudem das größte Museum deutscher Kunst und Kultur und mit dem Hirsvogelsaal den bedeutendsten Innenraum der Renaissance nördlich der Alpen.

Wie Dürers Gemälde im Germanischen Nationalmuseum, dem größten Museum deutscher Kunst und Kultur, so legen auch die bis heute im Stadtbild sichtbaren Werke etwa von Veit Stoß, dessen „Engelsgruß“ in St. Lorenz hängt, oder Adam Krafts Kreuzweg in St. Johannis Zeugnis ab von der großen Vergangenheit Nürnbergs.

Neues Museum (Foto: Uwe Niklas)

Neues Museum (Foto: Uwe Niklas)

Doch der Spagat zwischen Tradition und Moderne gelingt mühelos: Moderne Kunst und zeitgenössisches Design finden ihren Platz im Neuen Museum, dessen lichtdurchfluteter, architektonisch herausragender Bau in reizvollem Kontrast zum benachbarten Handwerkerhof und der alten Nürnberger Stadtmauer steht. Geschichte und Kultur des Maschinenzeitalters werden im Museum Industriekultur lebendig, das DB Museum spannt den Bogen von der ersten deutschen Eisenbahn, die zwischen Nürnberg und Fürth verkehrte, bis hin zur neuesten ICE-Generation und dem Ausblick auf die Bahn von morgen.

Nürnbergs Tradition als Spielwarenhochburg widmet sich das Spielzeugmuseum, während die Kaiserburg mit einer Dauerausstellung zu Nürnbergs Zeit als Reichsstadt lockt. Dem dunkelsten Kapitel der Nürnberger Stadtgeschichte widmet sich das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, dessen Dauerausstellung „Faszination und Gewalt“ sich mit den Ursachen, Zusammenhängen und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft befasst. Sie wird ergänzt durch das „Memorium Nürnberger Prozesse“ im Nürnberger Justizpalast – jenem Ort, an dem vom November 1945 bis Oktober 1946 Weltgeschichte geschrieben wurde.

Musik – Theater – Kabarett

Breit gefächert präsentiert sich das Nürnberger Musikleben. Die Palette der Festivals, die regelmäßig in Nürnberg stattfinden, reicht von der Internationalen Nürnberger Orgelwoche ION, dem größten und ältesten Festival für geistliche Musik in Europa, über das Open-Air-Event „Rock im Park“ bis hin zum Weltmusikfestival Bardentreffen, das jährlich ein Wochenende lang zum kostenlosen Happening für über 200.000 Musikfans wird.

Bardentreffen in Nürnberg (Foto: Uli Kowatsch)

Bardentreffen in Nürnberg (Foto: Uli Kowatsch)

Mit den beiden sommerlichen Klassik Open Air-Konzerten der Nürnberger Sinfonie-Orchester, die über 100.000 Musikfreunde zum festlichen Picknick in den Luitpoldhain locken, findet in Nürnberg die größte Veranstaltung dieser Art in Europa statt. Mit den Sparten Oper, Schauspiel und Ballett prägt das Staatstheater Nürnberg das Theaterleben der Stadt, das durch zahlreiche freie Bühnen bereichert wird. Auch die Künstler, die alle zwei Jahre zum Internationalen Figurentheaterfestival aus aller Welt nach Erlangen, Nürnberg, Fürth und Schwabach kommen, haben darin ihren festen Platz.

Ein Kinderkulturzentrum mit Museum und Theater, mehrere weitere Theater und die Vernetzung der Aktivitäten für das junge Publikum durch ein Forum machen Nürnberg zu einer Hochburg der Kinderkultur.

Ein Höhepunkt der Theatersaison ist sicherlich das internationale Theaterfestival ARENA… der jungen Künste, das jährlich sechs Tage lang in Erlangen die verschiedensten Spielarten der Performance sowie des Tanz- und Körpertheaters präsentiert. ARENA… der jungen Künste fördert den Kontakt der Erlanger Studierenden mit zeitgenössischen Theaterformen und hat es sich zum Ziel gesetzt, den Blick auf die internationale, freie Theaterszene auszuweiten. Eine Sonderstellung unter den Bühnen der Region nimmt die Comödie in Fürth ein. Hier geht es, wie der Name schon vermuten lässt, vor allem lustig zu. Im Fürther Berolzheimerianum treten an rund 300 Tagen im Jahr neben den Hausherren Heißmann und Rassau auch namhafte Comedians und Kabarettisten auf – in wenigen Jahren hat sich die Comödie Fürth zu einer der ersten Adressen des Genres entwickelt.

Nicht nur der Berch ruft

Und dann sind da noch die zahlreichen Events, die sich auf das ganze Jahr verteilen und die Region zu einem großen Erlebnisraum machen. Im Mai beispielsweise wird die Nacht blau und Nürnberg romantisch: Die Blaue Nacht ist die Kulturveranstaltung schlechthin in Nürnberg. Theater, Museen und andere Kunsteinrichtungen öffnen ihre Pforten und gewähren Einblicke in die vielfältige Kunst- und Kulturszene Nürnbergs.

Die Nacht verzaubert die Straßen der Altstadt und verwandelt Nürnberg in eine Bühne, in der an jeder Ecke Kunst zu finden ist. Für Kunst und Krempel, für Tand und Trödel steht der Nürnberger Trempelmarkt im Mai. Der beliebte Flohmarkt (der im September ein zweites Mal stattfindet) ist der größte seiner Art in Deutschland und ein Paradies für alle Antiquitätenliebhaber und Schnäppchenjäger. Sein Pendant in Fürth, der Grafflmarkt im Juni, ist zwar nicht ganz so groß, aber mindestens genauso stimmungsvoll.

Erlanger Bergkirchweih (Foto: Vera Böhm)

Erlanger Bergkirchweih (Foto: Vera Böhm)

Rund um Pfingsten schaut dann ganz Franken nach Erlangen. Am Donnerstag vor Pfingsten beginnt hier seit 1755 die Bergkirchweih – Frankens größtes und nach Meinung Vieler Deutschlands schönstes Volksfest. Gefeiert wird „auf den Kellern“, in denen früher das Bier der Erlanger Brauereien lagerte. Rund 15.000 Sitzplätze unter alten Linden, Kastanien und Eichen verwandeln einen Teil des Erlanger Burgberges in den größten Biergarten Europas, der während der zwölftägigen Kirchweih – in Erlangen liebevoll „der Berch“ genannt – von rund 1 Million Menschen besucht wird.

Nicht ganz so alt, aber dennoch ein fester Bestandteil im gesellschaftlichen Leben Erlangens, ist das Schlossgartenfest der Universität, das traditionell am letzten Samstag im Juni stattfindet. Umrahmt vom historischen Markgrafenschloss und der  Anfang des 18. Jahrhunderts erbauten Orangerie, illuminiert von mehreren tausend Glühbirnen und begleitet durch ein grandioses Feuerwerk rund um den Hugenottenbrunnen ist es mit 6.500 Besuchern eines der größten und schönsten Gartenfeste in Europa.

Erlangen ist auch einer der Spielorte des Musikfestivals „Fränkischer Sommer“,bei dem sämtliche Landkreise und kreisfreien Städte Mittelfrankens in das Programm eingebunden sind. International renommierte Solisten und Ensembles sowie Künstler aus der Region gestalten alljährlich ein Programm, das auf musikalische Vielfalt setzt: Neben klassischer Musik erwarten Sie Jazz, A cappella oder Kleinkunst und vieles weitere. Deutlich lauter wird es im weiteren Verlauf des Sommers nicht nur bei Rock im Park, sondern auch beim Norisring Rennen. Bis zu 140.000 Motorsportfans erleben Ende Juni die weltbesten Formel-3-Piloten auf dem einzigen Stadtkurs der DTM im Nürnberger Südwesten.

Nürnberger Christkindlesmarkt (Foto: Birgit Fuder)

Nürnberger Christkindlesmarkt (Foto: Birgit Fuder)

Im Herbst, wenn die Nächte länger werden, steht das Städte-Dreieck Nürnberg – Fürth – Erlangen ganz im Zeichen der Wissenschaft. Alle zwei Jahre lädt die Lange Nacht der Wissenschaften zu einem Blick hinter die Kulissen der großen öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen. Die sechs Hochschulen der Region sowie forschungsaktive Unternehmen und wissenschaftsnah arbeitenden Institutionen öffnen ihre Labore und Hörsäle. Mehr als 30.000 Besucher machen die Nacht zum Tag und die Veranstaltung zur größten ihrer Art in Deutschland.

Und wenn es dann auf Weihnachten zugeht, öffnet der Nürnberger Christkindlesmarkt seine Pforten. Die wohl bekannteste Veranstaltung der Region lockt Jahr für Jahr mehr als zwei Millionen Menschen in die Region. In den Holzbuden des „Städtleins aus Holz und Tuch gemacht“ findet man traditionellen, oft handgearbeiteten Weihnachtsschmuck und süße Leckereien wie Lebkuchen und Spekulatius. Zusätzliche Attraktionen sind Kinderweihnacht und Sternenhaus, der Markt der Partnerstädte und der Lichterzug der Nürnberger Kinder.