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Universität

Moulagensammlung

Moulagensammlung der FAU

Einige der Moulagen vor ihrem Umzug in neue Räumlichkeiten (Bild: Georg Pöhlein)

Einige der Moulagen vor ihrem Umzug in neue Räumlichkeiten (Bild: Georg Pöhlein)

Moulagen sind Wachsabformungen von erkrankten Körperteilen, die in der Regel direkt vom Patienten abgenommen sind. Sie wurden seit dem 19. Jahrhundert als Anschauungsmaterial im Studium, für die Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten sowie zur medizinischen Dokumentation verwendet. Mit Einführung der Farbfotografie, der Videotechnik und der digitalen Bildverarbeitung verloren sie jedoch zunehmend an Bedeutung.

An der Universität Erlangen, die 1923 eine eigenständige Hautklinik erhielt, begründete Leonhard Hauck, der erste Lehrstuhlinhaber, die hiesige Moulagensammlung, die in wesentlichen Teilen bis heute erhalten ist und noch etwa 150 Moulagen umfasst. Sie zeigen die Anfang des 20. Jahrhunderts verbreiteten Haut- und Geschlechtskrankheiten und belegen den großen Anschauungswert dieser weitgehend in Vergessenheit geratenen Lehrmittelkunst. Die größten Gruppen sind den Krankheitsbildern von Tuberkulose und Syphilis gewidmet.

Die Erlanger Moulagen sind jedoch nicht nur beeindruckende Dokumente der Medizingeschichte und Gegenstände historischer Forschung. Unter Maßgabe konservatorischer Anforderungen und eines sachgemäßen Umgangs dienen einige von ihnen wieder regelmäßig der Schulung des ärztlichen Blicks.

Webseite der Sammlung

Anschrift

Hautklinik
Ulmenweg 18
91054 Erlangen

Kontakt

Prof. Dr. Michael Sticherling
michael.sticherling@uk-erlangen.de
09131/85-33851

Führungen auf Anfrage.