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Rückblick Wissenschaft im Schloss

Rückblick: Videos der Vorlesungsreihe online

Mit der Event-Reihe „Wissenschaft im Schloss“ will die FAU aktuelle und hochspannende Forschungsprojekte einem breiten Publikum vorstellen.Sie konnten nicht dabei sein? Hier finden Sie die Videoaufzeichnungen der vergangenen Vorträge.

Ernährung und Sport bei Krebspatienten

  • Montag, 9.7.2018, 18.30 bis 20.00 Uhr
  • Prof. Dr. Yurdagül Zopf
    Lehrstuhl für Innere Medizin I

Krebspatienten haben ein hohes Risiko für die Entwicklung einer Fehlernährung und eines Muskelabbaus. Die Lebensqualität und die körperliche Leistungsfähigkeit leiden dabei enorm unter den Folgen. Um der Mangelernährung und dem Muskelabbau entgegen zu wirken, werden spezielle ernährungstherapeutische Ansätze zur Stabilisierung der Ernährungssituation und körperlichen Aktivität entwickelt. Eine proteinreiche Ernährung scheint angesichts des erhöhten Proteinumsatzes bei Krebserkrankungen von Vorteil für die Erhaltung der Muskelmasse zu sein, so dass in den aktuellen Leitlinien der nationalen und internationalen Fachgesellschaften eine proteinreiche Ernährung bei einer Krebserkrankung empfohlen wird. In Hinblick auf den Muskelabbau ist zusätzlich eine individuell angepasste Sporttherapie notwendig. Prof. Zopf präsentiert die aktuellen Ernährungs- und Bewegungstherapieempfehlungen bei einer Krebserkrankung.

 


Eisenoxidnanopartikel: ein vielversprechendes Material für die klinische Forschung

  • Montag, 11.12.2017, 18.30
  • Dr. Christina Janko, HNO-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Sektion für Experimentelle Onkologie und Nanomedizin (SEON)

Eisenoxidnanopartikel weisen zahlreiche Eigenschaften auf, die sie für die Anwendung in der Medizin interessant machen.
Das Material kann beispielsweise als Kontrastmittel für die diagnostische Bildgebung verwendet werden. Da die Partikel auf Grund ihrer Eigenschaften auch magnetisiert werden können, lassen sie sich aber auch als steuerbare Transportmittel für Therapeutika nutzen. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die Magnetisierung ganzer Zellen, um somit die Rekonstruktion von Gewebe durch diese sogenannten Hybridzellen zu ermöglichen. Unser Labor beschäftigt sich sowohl mit der Synthese als auch mit der Erforschung der physikochemischen und toxikologischen Eigenschaften der Eisenoxidnanopartikel. Gleichzeitig wird auch die Wirksamkeit der nach Apothekenstandards hergestellten Partikel getestet mit dem Ziel, sie künftig erfolgreich für Therapien einsetzen zu können. Der Vortrag beleuchtet die Entwicklungsarbeit dieser vielfältig nutzbaren Eisenoxidnanopartikeln und ihre zukünftige biomedizinische Anwendung.

 


Ein ungetrübter Blick ins trübe Dunkel: Vulkanismus in der Tiefsee

  • Montag, 27.11.2017, 18.30
  • PD Dr. Christoph Beier, Lehrstuhl für Endogene Geodynamik

Wüst und leer, das ist eine weit verbreitete Vorstellung über den Zustand des Meeresbodens. Das geologische Wissen über die Tiefen des Meeres ist heute noch lückenhaft. Gesteinsproben von Tiefseevulkanen machen es nun möglich, die grundlegenden Prozesse unseres Planeten besser zu verstehen. Dabei halten die Tiefseevulkane und die an ihnen vorkommenden Organismen immer wieder neue wissenschaftliche Überraschungen für uns bereit.

Dieser Arbeit am Meeresboden und dem wissenschaftlichen – und womöglich wirtschaftlichen – Gewinn aus diesen seltenen Proben widmet sich der Geologe PD Dr. Christoph Beier, der mit zahlreichen Forschungsfahrten auf den Ozeanen unterwegs war: Welche Hindernisse und Erfolge bringt die Arbeit auf See mit sich? Wie tragen die Erlanger Reinstraumlabore zur modernen Forschung bei.

 


Ade, liebes Sofa: Wie werden Sportmuffel aktiver?

  • Montag, 17.7.2017, 18.30 Uhr
  • Prof. Dr. Klaus Pfeifer, Lehrstuhl für Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Bewegung und Gesundheit

Nur 15 Minuten körperliche Belastung am Tag oder 90 Minuten pro Woche machen einen Unterschied, wie lange wir leben. Bewegen wir uns mindestens so lang, sinkt das relative Sterberisiko um 14 Prozent – was durchschnittlich drei Jahren entspricht. Wer mehr Sport treibt, reduziert das Risiko noch weiter. In vielen Teilen unserer Welt herrscht jedoch Bewegungsmangel.

Prof. Dr. Klaus Pfeifer geht in seinem Vortrag der Frage nach, wie sich Menschen trotzdem dazu bringen lassen, im Alltag aktiver zu werden. Der Sportwissenschaftler hat zielgruppenspezifische Empfehlungen für Bewegung und deren Förderung entwickelt, um der Untätigkeit entgegenzuwirken. Egal ob Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren oder Menschen mit Vorerkrankungen: Jeder kann durch Bewegung etwas für seine eigene Gesundheit tun.


„Die sind schuld, wenn es mir schlecht geht“: psychologische Perspektiven auf Fremdenfeindlichkeit

  • Montag, 22.5.2017, 18.30 Uhr
  • Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm, Lehrstuhl für Sozialpsychologie und Genderforschung, In Kooperation mit FAU INTEGRA

Es ist ein altbekanntes Phänomen: Wenn im eigenen Leben etwas nicht so läuft wie gewünscht, wird dafür schnell ein Sündenbock gesucht – die anderen sind schuld, nicht ich. Studien aus der Sozialpsychologie zeigen, dass solche Schuldzuweisungen sowohl bewusst als auch unterschwellig und automatisiert erfolgen. Die Frage, inwieweit sich jemand in seiner Identität bedroht fühlt, spielt hier ebenso eine Rolle wie das Einteilen der Mitmenschen in „Wir“ versus „Andere“.

Sozialpsychologin Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm gibt einen Überblick über die aktuelle Forschung und geht der Frage nach, welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Der Vortrag findet im Rahmen der INTEGRA Ringvorlesung statt, die sich unter anderem mit Populismus beschäftigt.


Mehr Videos der Reihe finden unter video.fau.de.