Sonderbeauftragter für die High Tech Agenda Deutschland: Prof. Dr. Paul Steinmann

Mit der Hightech Agenda Deutschland richtet die Bundesregierung die Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik neu aus, um mehr Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität zu erreichen. Hierfür bindet sie Universitäten als zentrale Akteurinnen ein, um den Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft zu beschleunigen.

Der Sonderbeauftragte Prof. Steinmann hat die Aufgabe, FAU-Aktivitäten in Bezug auf die Hightech Agenda Deutschland abzustimmen und die Kommunikation zwischen Universitätsleitung und Multiplikatoren aus den relevanten Forschungsbereichen zu koordinieren.

Der Sonderbeauftragte steht der Universitätsleitung als Ansprechpartner zur Verfügung und nimmt im Rahmen der Beauftragung deren Befugnisse wahr.

Lebenslauf

Nach seiner Promotion zum Dr.-Ing. im Jahr 1992 erhielt Prof. Dr.-Ing. habil. Paul Steinmann 1996 die Venia Legendi für Mechanik und wurde 1997 als ordentlicher Professor für Technische Mechanik an die Universität Kaiserslautern berufen. Im Jahr 2007 übernahm Prof. Steinmann den Lehrstuhl für Technische Mechanik (LTM) an der FAU Erlangen-Nürnberg, wo er seitdem tätig ist. Seit 2017 ist er außerdem Direktor des Glasgow Computational Engineering Centre (GCEC) an der University of Glasgow, UK.

Zahlreiche Ehrungen und Preise zeichnen die Forschung von Prof. Steinmann aus, unter anderem Fellow Awards von IACM und EUROMECH (2006), der Timoshenko Visiting Scholar Award der Stanford University (2007), zweimalig der renommierte ERC Advanced Grant (2011 und 2022) sowie der Royal Society Wolfson Research Merit Award (2017). Er war Herausgeber der GAMM-Mitteilungen (2005-2016) und ist Mitglied im Editorial Board mehrerer führender, internationaler Zeitschriften auf diesem Gebiet. Neben der Autorenschaft von mehreren hundert vielfach zitierten referierten Fachartikeln ist er Herausgeber von zwei Büchern und vier Monographien. Seine Forschungsthemen reichen von der Materialmodellierung über Multiskalenmethoden, Multiphysik-Probleme, Nicht-Standard-Kontinua, Konfigurations-Versagens-Bruchmechanik, Biomechanik bis hin zu allgemeinen Entwicklungen in Finite-Elemente- und Diskretisierungsmethoden.

Prof. Steinmann ist als Gutachter für zahlreiche Fachzeitschriften sowie für verschiedene nationale und internationale Forschungsförderungsorganisationen tätig. Er hat verschiedene Konferenzen, Workshops und Symposien organisiert, darunter das GAMM Annual Meeting und ein IUTAM Symposium. Neben seiner Mitgliedschaft in zahlreichen nationalen und internationalen Fachgesellschaften war Prof. Steinmann im Auswahlausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft für Graduiertenkollegs (2001-2007) und in mehreren Gremien des Deutschen Akademischen Austauschdiensts tätig. Seit August 2021 ist er Mitglied des DFG-Auswahlgremiums für den Heinz Maier-Leibnitz-Preis. Prof. Steinmann war stellvertretender Sprecher eines nationalen und eines internationalen DFG-Graduiertenkollegs und Sprecher einer DFG-Forschungsgruppe. Derzeit ist er Sprecher des DFG-Graduiertenkollegs „Skalenübergreifende Bruchvorgänge: Integration von Mechanik, Materialwissenschaften, Mathematik, Chemie und Physik (FRASCAL)“, sowie von 1/2023 bis 12/2026 Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs „Exploring Brain Mechanics (EBM)“. Von Dezember 2020 bis August 2026 war er Sonderbeauftragter für Strategische Entwicklung an der FAU.

Seit September 2026 ist er Sonderbeauftragter für die Hightech Agenda Deutschland an der FAU.

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Portrait Paul Steinmann

Prof. Dr.-Ing. habil. Paul Steinmann

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