Die Weiterentwicklung der FAU umfasst Kultur, Strategie und Struktur. Dabei folgt die Universität dem Paradigma „Structure follows strategy“. Die Struktur muss Zukunftsentwicklung unterstützen und fördern: von der Ermöglichungskultur zur Ermöglichungsstruktur.
Governance zielt darauf ab, eine ausgewogene Regelung des Spannungsfeldes zwischen Autonomie, Verantwortung und Rechenschaftslegung zu gewährleisten. Dies kann nur gelingen, indem die Verantwortlichkeiten klar geregelt und die Kommunikationswege vorausschauend und präzise definiert sind.
Als innovationsstarke Volluniversität, als umfassende Plattform für Vernetzung
wird die FAU von den größeren Freiheiten, die sich in der Hochschullandschaft Bayerns abzeichnen, erheblich profitieren. Die Universität versteht sich als Mittlerin zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Dazu wollenbedarf es eine Kultur der Zusammenarbeit – geprägt durch Freiheit, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung – nach innen und außen leben und uns Strukturen geben, die helfen, die Ziele der FAU zu verwirklichen. Die Ausrichtung fördert die individuelle und kooperative Verantwortlichkeit aller
Menschen. Die Gestaltung von Innovation erfordert die Bereitstellung von Freiräumen zur Erprobung von neuen und alternativen Formen des Forschens, Lehrens, Arbeitens und Studierens.
Für die FAU bezieht sich Organisationsentwicklung gleichermaßen auf die Gestaltung und Weiterentwicklung FAU-interner und -übergreifender Strukturen sowie Prozesse in Wissenschaft und wissenschaftsstützendem System.
Felder der FAU-Organisationsentwicklung:
- in Fakultäten/Fachbereiche/Departments
- in zentralen Einrichtungen
- in großen & strategischen Projekten
- Organisationsformen des wissenschaftsstützenden Systems:
- in zentralen und dezentralen Einheiten sowie in deren Zusammenspiel
- in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft
- Organisatorische Vernetzungen aus der Wissenschaft:
- in strategischen Partnerschaften
- in Verbundstrukturen/Allianzen
- im Innovationsökosystem Organisator. Vernetzungen aus dem wissenschaftsstützenden System:
- mit Tochtergesellschaften
- mit Partnerorganisationen
- mit Politik und Staat
Die Infrastrukturentwicklung setzt den Fokus auf die Entwicklung der technischen Infrastruktur. Sie zielt auf eine ubiquitäre, sichere und zuverlässige Anlagen- und IT-Infrastruktur, die von Einrichtungen, Lehrenden, Studierenden und Externen gemäß vorgegebener Rahmenbedingungen so komfortabel wie möglich betrieben und genutzt werden kann. Mit dem Regionalen Rechenzentrum Erlangen (RRZE) und dem 2021 gegründeten Zentrum für Nationales Hochleistungsrechnen Erlangen (NHR@FAU) hat die FAU IT-Dienstleister vor Ort mit hoher Kompetenz für die drei zentralen Ebenen der IT-Infrastruktur (digitale Basisdienstleistungen, einrichtungsspezifische und wissenschaftsspezifische Leistungen) sowie für die IT-Sicherheit im
Gesamtsystem.
Perspektivisch soll das RRZE zu einem „Rechenzentrum Nord“ ausgebaut werden, das IT-U nterstützung in Wissenschaft/Forschung sowie Verwaltung für die FAU und die Region sicherstellt. Alle weiteren Aspekte der umfangreichen Infrastruktur deckt das technisch infrastrukturelle und kaufmännische Gebäudemanagement der Verwaltung ab.
Die technischen Dienste unserer Verwaltung nutzen konsequent die Instrumente unseres Computer Aided Facility Managements (CAFM), um den Betrieb, die Wartung und den Austausch unserer umfangreichen technischen Anlagen zu gewährleisten. Die infrastrukturelle Basis bildet die CAFM-Datenbank FAMOS. Diese wird ergänzt durch entsprechende Geschäftsprozessanalysen im Rahmen unseres Organisationsentwicklungsprojektes MOVE@FAU. Das kaufmännische Gebäudemanagement entwickelt und bedient sich geeigneter Instrumente, um den Betrieb und die Unterhaltung wirtschaftlicher und nachhaltiger zu gestalten.
Unser Campus ist tief mit unseren Stadtgesellschaften sowie in der Region verwoben und umfasst in einem weiten Campusverständnis den gesamten Interaktionsraum unserer FAU. Hier soll Campusentwicklung fokussiert auf die Entwicklung der Gebäude und Mobilitätsinfrastruktur und damit komplementär zur beschriebenen Entwicklung der technischen Infrastruktur behandelt werden. Dabei ist uns bewusst, dass es den Campus nicht gibt und auch nicht geben kann. Wir sind eine Universität in der Metropolregion, verteilt auf mehrere Städte. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass wir ein einheitliches Bild erzeugen können. Dazu betrachten wir den aktuellen Zustand, stellen unsere Vision dar und zeigen den Weg auf, wie wir diese erreichen
können. Unser Nachhaltigkeitskonzept gibt uns die wichtigsten Leitlinien vor. Wir werden uns den Fragen der Mobilität zwischen den Standorten in der Metropolregion widmen
und ein entsprechendes Mobilitätskonzept entwickeln, das auch externe Infrastrukturprojekte, insbesondere die Stadt-Umland-Bahn (StUB) zwischen Nürnberg und Erlangen,
berücksichtigt. Die Campusentwicklung ist ein Prozess und hat zum Ziel alle Partnerinnen und Partner in der Region (Kultureinrichtungen, Unternehmen, Kommunen, Zivilgesellschaft), Studierende wie Mitarbeitende aktivieren und einzubinden. Dies begleiten wird durch eine entsprechende Kommunikation nach innen und außen (Website, soziale Medien) begleitet. Die Bauzeiten und -phasen werden klar kommuniziert. Die Wirkungszusammenhänge von Organisation, Raum und digitaler Infrastruktur muss verstanden und
die sich verändernden Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Auswirkungen des „Coronaeffektes“ auf die (Weiter-)Entwicklung der neuen Arbeitswelten für Wissenschaft und wissenschaftsstützendes System und Reflexion der Erkenntnisse auf Lernwelten für Studierende werden wir berücksichtigen. Wir werden den Einfluss der Campusentwicklung auf die Organisation berücksichtigen: Strukturen und Prozesse, Kommunikation und Kollaboration, Kultur und Soziales sind von der Campusentwicklung und den dabei nötigen Interventionen unmittelbar betroffen.
Strategische Daten
An der FAU entstehen vielfältige Daten in den Bereichen der Studierenden, des Personals und der Finanzen. Entsprechend aufbereitet und analysiert bilden diese Daten die Basis für Entscheidungen, Prognosen, Trendanalysen und Berechnungsmodelle.