BMFTR-Projekte

Die Bundesregierung fördert im Rahmen ihrer Forschungsprogramme Basistechnologien, die Entwicklungen in zentralen Anwendungsfeldern vorantreiben und so als Wachstumstreiber in vielen Branchen wirken. Die Forschungsförderung der Bundesregierung dient der Lösung globaler Herausforderungen, der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und der Sicherung zukunftsfähiger Arbeitsplätze.

Auf der Grundlage konkreter Förderausschreibungen verschiedenster Bundesministerien werden Vorhabensanträge in einem kompetitiven Verfahren ausgewählt und bewilligt.

Forschungsprojekte an der FAU

Die meisten Fördermittel erhält die FAU vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE).

Nachfolgend sind einige herausragende Projekte aufgelistet und kurz beschrieben:

MIRACUM – Medical Informatics in Research and Care in University Medicine – ist eines von vier Konsortien, die im Rahmen der Medizininformatik-Initiative (MII) vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert werden.

Von 2018 bis 2022 wurde an den deutschen Universitätskliniken der Aufbau von Datenintegrationszentren in den Mittelpunkt gestellt.

Ab 2023 wurden diese Datenintegrationszentren über die Universitätskliniken hinaus mit regionalen Krankenhäusern und weiteren medizinischen Versorgungseinrichtungen vernetzt. In dieser Ausbau- und Erweiterungsphase der MII wuchsen auch die Konsortien zusammen.

Aus MIRACUM heraus haben sich inzwischen sechs Nachwuchsforschungsgruppen etabliert. Zudem werden über die MII auch sogenannte Digitale FortschrittsHubs Gesundheit gefördert, von denen sich vier der sechs Hubs aus dem MIRACUM-Konsortium heraus gebildet haben.

In der neuen Förderphase wird die Vernetzung über Sektorengrenzen hinweg in acht klinischen und drei methodischen Use Cases erforscht. MIRACUM beteiligt sich an allen diesen Use Cases.

Ab Januar 2023 wurden FAU und Universitätsklinikum Erlangen bis 2026 mit fast 8,2 Millionen Euro gefördert. Weitere Förderzusagen für klinische und methodische Anwendungsprojekte der MII sind mit etwa 4,5 Millionen Euro zu erwarten.

Die Konsortialleitung liegt bei Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch, Lehrstuhl für Medizinische Informatik, FAU.

Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt unter den Förderkennzeichen 01ZZ1606H, 01ZZ1801A und 01ZZ2301A in der Zeit vom 1. August 2016 bis 31. Dezember 2026 gefördert.

Zur Webseite von MIRACUM

Ziel des Software Campus als Nachwuchsförderprogramm ist die Aus- und Weiterbildung für Promovierende, die in Zusammenarbeit mit einer der beteiligten FuE-Einrichtung in Kooperation mit einem Industriepartner ein durch Zuwendung des BMBF finanziertes Forschungsprojekt („Mikroprojekt“) durchführen.

Der Software Campus richtet sich an Promovierende mit exzellenten Zeugnissen und kreativem Unternehmergeist, die sich idealerweise am Anfang der Promotion in Informatik befinden. Es können auch Quereinsteiger aus anderen Fachrichtungen mit Bezug zur Informatik berücksichtigt werden, wenn ein ausgeprägtes IT-Interesse und die notwendigen Grundkenntnisse vorliegen.

Aufbauend auf das akademische Fachwissen werden die wichtigsten Kernkompetenzen für Führungskräfte im Bereich der Unternehmens- und Innovationsprozesse vermittelt, dazu zählen Marktzusammenhänge, Unternehmensfunktionen und -strategien, Technologieplanungs- und Innovationsprozesse, Projektmanagement sowie Grundzüge der Personalarbeit.

Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt unter den Förderkennzeichen 01IS17045 und 01IS23071 in der Zeit vom 1. November 2017 bis 31. Dezember 2029 gefördert.

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Das Advanced Clinician Scientist (ACS) Programm iIMMUNE_ACS fördert herausragende, forschende Kliniker/-innen nach Abschluss ihrer fachärztlichen Weiterbildung. Es ist eine Erweiterung der facharztbegleitenden Clinician Scientist Programme am IZKF. Die geförderten ACS Fellows erhalten die Möglichkeit, in einem Zeitraum von 6 Jahren ein Forschungsprojekt auf dem Gebiet der Immunmedizin durchzuführen und sich durch ein weiterführendes, interdisziplinäres Ausbildungsprogramm auf eine klinisch-wissenschaftliche Leitungsfunktion vorzubereiten. iIMMUNE_ACS garantiert den geförderten Fachärzt/-innen eine geschützte Forschungszeit von 50%, sowie zusätzliche Mittel für die Forschung. Ein individuell benanntes Mentorenteam unterstützt die ACS Fellows dabei, ihre definierten Ziele zu erreichen.

iIMMUNE_ACS ist Teil eines bundesweiten ACS-Programms, das das BMBF an insgesamt 8 Standorten in Deutschland fördert. Durch die standortübergreifende Zusammenarbeit dieser ACS-Programme und gemeinsame Veranstaltungen ergeben sich für alle teilnehmenden ACS Fellows vielfältige Möglichkeiten, sich bundesweit auszutauschen, zu vernetzen und an den Weiterbildungsangeboten der anderen Standorte teilzunehmen.

iIMMUNE_ACS ist am Deutschen Zentrum Immuntherapie (DZI) angesiedelt.

Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt unter dem Förderkennzeichen 01EO2105 in der Zeit vom 1. Mai 2022 bis 30. April 2028 gefördert.

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Das hier vorgestellte Projekt fokussiert sich auf die Realisierung von skalierbaren Quantenspeicherknotenpunkten für die Erstellung eines „Verteilten Quantencomputer-Netzwerks“. Ein solcher Quantenspeicherknotenpunkt kann durch ein optisch aktives Quantensystem und kontrollierbare Kernspins in einem Festkörper realisiert werden. Als Quantensystem für die Realisierung des Forschungsprojekts sollen Siliziumfehlstellen (Farbzentren) in 4H-SiC verwendet werden. Siliziumfehlstellen in 4H-SiC sind optisch aktive Quantensysteme, die sich aufgrund ihrer spektralen Stabilität und einem kohärent kontrollierbaren Elektronspin für solche Anwendungen eigenen. Adressierbare, skalierbare und robuste Quantenspeicher sollen durch 13C und 29Si Kernspins umgesetzt werden. In diesem Forschungsprojekt soll ein „Verteiltes Quantencomputer-Netzwerk“ bestehend aus zwei Quantenspeicherknotenpunkten und sechs Kernspin-Qubits (drei pro Knotenpunkt) demonstriert werden.

Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt unter dem Förderkennzeichen 13N16264 in der Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2026 gefördert.

Das Ziel von PERCOLATE besteht in dem Aufbau eines schnellen und einfach anwendbaren diagnostisches Testpanels zur objektiven Diagnose von Long-COVID (LC) und dem Post-Vak-Syndrom (Post-VAC). Das diagnostische Konzept basiert auf dem Nachweis von funktionellen Autoantikörpern gegen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR-fAAb) in Kombination mit einer Quantifizierung von in vivo und in vitro GPCR-fAAb-vermittelten Ischämie-Reperfusionspathologien.

Innerhalb einer longitudinalen Beobachtungsstudie, durchgeführt von einem translationalen und interdisziplinären Konsortium, werden Diagnostika zur Quantifizierung der pathogenetischen GPCR-fAAb-vermittelten Ischämie-Reperfusionspathologien am Auge, repräsentierend für die systemische Mikrozirkulation, eingesetzt.

Zudem wird ein ‚essential Autoimmune Laboratory Test Panel‘ (eALT), als einfaches und schnelles Diagnostikum für GPCR-fAAb sowie ein Advanced Laboratory Test Panel (ALT) für ein individuelles Profiling integriert. Statistische und KI-basierte Modelle unterstützen die Diagnosefindung.

PERCOLATE wird ein Fast-Track Testpanel aufbauen, das für die Diagnosestellung, Nachsorge und Therapie-Monitoring für LC und Post-VAC Patienten verwendet werden kann.

Es ist vorgesehen, im Anschluss an diese Förderung das PERCOLATE Konzept im Rahmen einer Gründung eines Zentrums ‚Center for Advanced Post-Infectious Autoimmunity‘ (CAPIA) weiterzuführen und als personalisierte Patientenversorgung im deutschen Gesundheitssystem zu verankern.

Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit unter dem Förderkennzeichen 2524FSB048 in der Zeit vom 1. November 2024 bis 31. Dezember 2028 gefördert.

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