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Programm für künftige IT-Manager

Am Software Campus werden die IT-Führungsräfte von morgen ausgebildet. Auch die FAU ist beteiligt. (Logo: Software Campus c/o EIT ICT Labs Germany GmbH
Am Software Campus werden die IT-Führungsräfte von morgen ausgebildet. Auch die FAU ist beteiligt. (Logo: Software Campus c/o EIT ICT Labs Germany GmbH)

Als Partneruniversität des Software Campus bringt die FAU Studierende und Promovenden mit Unternehmen zusammen

Industrie 4.0, autonome Transportsysteme, Internet der Dinge – unsere Welt wird digitaler, automatisierter, vernetzter. Hinter diesen Trends stecken vor allem intelligente Informationstechnologien. Und Menschen, die diese Technologien entwickeln und Innovationen vorantreiben. Ob das aus legendären Startup-Garagen heraus geschieht oder in etablierten Unternehmen – im Idealfall sind IT-Spezialisten nicht nur fachlich exzellent ausgebildet, sondern verfügen auch über ausgeprägte Management-Qualitäten.

Um genau diese Fähigkeiten zu fördern, hat die Bundesregierung den Software Campus gegründet, der Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringt. Mit dabei: die FAU. „Der Campus verknüpft Spitzenforschung und Managementpraxis auf neuartige Weise“, sagt Dirk Riehle, Professor für Open-Source-Software am Department Informatik, der das Programm an der FAU koordiniert. Angesprochen werden vor allem Doktorandinnen und Doktoranden, aber auch Masterstudierende können sich für die maximal zweijährige Teilnahme am Programm bewerben.

Mentoren aus Partnerunternehmen begleiten die Teilnehmer

Prof. Riehle koordiniert den Software Campus an der FAU. (Bild: Sultan Quaboos University, Oman, 2019 )

Prof. Riehle koordiniert den Software Campus an der FAU. (Bild: Sultan Quaboos University, Oman, 2019 )

Voraussetzungen sind eine erkennbare Affinität zu Managementprozessen und die Definition eines eigenen innovativen IT-Projektes, das die künftigen Führungskräfte selbständig umsetzen – von der Planung über die Akquise finanzieller Mittel bis hin zur Koordination von Arbeitsgruppen. Unterstützt werden sie dabei von einem wissenschaftlichen Betreuer ihrer Hochschule und einem Mentor aus einem der beteiligten Unternehmen. „Das Mentoring-Konzept ist eine der tragenden Säulen des Software Campus“, erklärt Riehle. „Die Teilnehmer bekommen sehr früh intime Einblicke in die Anwendungsgebiete der Industriepartner und werden mit elementaren Managementfähigkeiten vertraut gemacht.“ Um solche Kompetenzen gezielt zu entwickeln, führen die beteiligten Firmen regelmäßig Führungskräftetrainings durch, bei denen explizit auf die individuellen Stärken und Schwächen der Teilnehmer eingegangen wird.

Elf Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie zehn Unternehmen, darunter Huawei, Merck und Zeiss, sind am Software Campus beteiligt. Auch die DATEV, Forschungspartner der FAU seit vielen Jahren, ist mit an Bord. Und Dirk Riehle ist es gelungen, einen weiteren großen Technologie-Player für das Programm zu gewinnen: die IAV GmbH, einen führenden Engineering-Dienstleister der Automobilindustrie. Riehle: „Bereits während des Studiums oder der Promotion mit solch exklusiven Firmen an einem Projekt arbeiten zu können, ist für die Campus-Teilnehmer von unschätzbarem Wert – für die Master- oder Promotionsarbeit und vor allem für die Berufskarriere.“

Insgesamt 20 Campus-Teilnehmer aus der FAU

Zwei Millionen Euro stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung der FAU im Rahmen des Software-Campus-Programms zur Verfügung. Davon können in den kommenden Jahren insgesamt 20 Masterstudierende und Promovenden gefördert werden, denn für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer stehen 100.000 bereit. Das Geld darf jedoch nicht für deren Stellenfinanzierung verwendet werden, sondern ist für die Bezahlung studentischer Hilfskräfte oder wissenschaftlicher Mitarbeiter vorgesehen. Diese Vorgabe zielt auf gleich zwei Kompetenzen, die die Nachwuchskräfte auch im späteren Job benötigen: die Rekrutierung qualifizierter, engagierter und kreativer Teammitglieder und den verantwortungsvollen Umgang mit finanziellen Ressourcen.

Aktuell sind vier Doktoranden der FAU am Software Campus „eingeschrieben“. In ihren Projekten beschäftigen sie sich beispielsweise mit neuen Werkzeugen für die Steuerung von Lieferketten, mit der Automatisierung von Prozessen durch künstliche Intelligenz, mit interorganisationalen Abhängigkeiten in Geschäftsmodellen des Internets der Dinge oder mit Automatisierungspotenzialen durch Process Mining. „Momentan sind die Teilnehmer ausschließlich Absolventen der Informatik und Wirtschaftsinformatik“, erzählt Dirk Riehle. „Es ist aber durchaus vorstellbar und wünschenswert, hier auch andere Disziplinen einzubinden, etwa den Maschinenbau.“

Weitere Informationen:

www.softwarecampus.de

Prof. Dr. Dirk Riehle
Tel.: 09131/85-28390
dirk.riehle@fau.de

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