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Erste „Video-Taufe“ in der Kinderklinik

Ludwig, seine Eltern und sein Pate in grüner Schutzkleidung. Davor steht ein Laptop.
Ludwig, seine Eltern und sein Pate (r.) bei der Taufe auf der Intensivstation der Kinderklinik. (Bild: privat)

Dank Webcam und Co. konnte die Familie des kleinen Ludwig trotz Corona zusammenkommen

Neue Zeiten erfordern neue Wege: Trotz der gebotenen sozialen Distanz gelang es jetzt in der Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Erlangen auf ganz besondere Weise, Nähe und Verbundenheit herzustellen: bei der ersten „Video-Taufe“ eines Babys. Mit knapp zwei Monaten wurde der kleine Ludwig Ende Oktober von der evangelischen Pfarrerin und Seelsorgerin der Kinderklinik Kathrin Kaffenberger getauft. Schwester, Großeltern, Cousine, Tante, Onkel und Patin des kleinen Jungen waren zu Hause an den Bildschirmen mit dabei.

Erst kürzlich hatte die Kinderklinik zwei neue Laptops erhalten. Warum also nicht diese Technik nutzen, um Ludwigs Angehörige per Video-Konferenz an seiner Taufe teilhaben zu lassen? „Der Impuls kam von den Pflegekräften der Kinderintensivstation, auf der Ludwig seit seiner dritten Lebenswoche liegt. Ludwigs Eltern und ich fanden die Idee super“, berichtet Kathrin Kaffenberger. Wie immer bereitete die Pfarrerin einen schön dekorierten Tauftisch vor und taufte Ludwig schließlich im Beisein seiner Eltern und seines Paten auf der Intensivstation der Kinderklinik. Der Junge wird dort unter anderem wegen einer Krebserkrankung behandelt.

„Die Möglichkeit, eine Video-Konferenz mit den Daheimgebliebenen zu starten, hat der ganzen Corona-Situation ihre Schwere genommen“, findet Kathrin Kaffenberger. „Die Angehörigen konnten dabei sein. Sie konnten über ihre Mikros ihre Segenswünsche sprechen. Ich habe alles erklärt, die Taufkerze in die Kamera gehalten und auch Ludwigs große Schwester zu Hause immer wieder mit einbezogen. Das hat allen sehr gutgetan.“

Ludwigs Eltern sind dankbar, dass die Taufe unter den gegebenen Umständen so liebevoll gestaltet wurde. „Wir fanden es sehr schön und haben auch nur Positives von allen gehört, die daheim dabei waren“, so der Vater. „Wir wollten Ludwig mit der Taufe Kraft geben und Frau Kaffenberger hat das wirklich sehr einfühlsam gemacht. Ein großes Lob auch an alle Pflegekräfte, die das Bestmögliche aus der aktuellen Situation machen!“

„Virtuelle Taufen wie bei Ludwig oder Ähnliches möchte ich in Zukunft auch anderen Eltern anbieten“, erklärt Kathrin Kaffenberger. „Die Pflegekräfte und Ärzte der Kinderklinik machen hier jeden Tag so viel möglich – trotz Corona. Ich kann immer wieder so viel Einfühlsamkeit, Engagement und Improvisationstalent beobachten – das ist wirklich toll!“

Eingeschränkte Besuchsmöglichkeiten

Derzeit gelten am Uni-Klinikum Erlangen coronabedingt wieder strengere Besuchsregeln. In der Kinderklinik darf aktuell je Patient nur eine erziehungsberechtigte, symptomfreie Person mit aufgenommen werden. Der zweite Elternteil kann für eine Stunde täglich zu Besuch kommen.

Weitere Informationen zu den Besuchsregeln finden SIe auf der Webseite des Uni-Klinikums Erlangen.

Weitere Informationen

Kathrin Kaffenberger
Tel.: 09131 85-46846
kathrin.kaffenberger@uk-erlangen.de

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