Ein kurzer Rückblick auf ein starkes Jahr
Dass Innovationsgeist und die Leidenschaft für Forschung, Lehre und Transfer zum Erfolg führen, hat die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Jahr 2025 erneut bewiesen. Trotz knapper werdender Ressourcen und Herausforderungen in der Gebäudeinfrastruktur, hat sie erneut ihren Fokus darauf gerichtet, disziplinäre Grenzen zu überwinden, Innovationskraft zu stärken, Talente zu fördern und Wirkung zu entfalten – und damit Impulse zu setzen, die weit über den Campus hinausreichen.
Grenzen überschreiten, um Neues zu schaffen
Einer der Höhepunkte des Jahres ist das frisch bewilligte Exzellenzcluster Transforming Human Rights, das Anfang 2026 seine Arbeit aufnimmt. Hier arbeiten Expertinnen und Experten aus Rechtswissenschaft und Geographie, Politik- und Geschichtswissenschaft so eng zusammen wie nirgends sonst in Deutschland. Gemeinsam denken sie die Menschenrechte neu, in einer Zeit, in der deren Bedeutung zugleich dringlicher und fragiler ist denn je.
Innovationskraft aus eigener Stärke
Dass die FAU kontinuierlich an wissenschaftlicher Schubkraft gewinnt, zeigen die Zahlen: Seit 2013 sind die Drittmitteleinnahmen um rund 75 Prozent gestiegen – auf 300 Millionen Euro im Jahr 2024. Ein neuer Rekord und Ausdruck des Vertrauens, das Forschende und Förderinstitutionen in die Universität setzen.
Ein Beispiel dafür ist das Zentrum für Nationales Hochleistungsrechnen (NHR@FAU), das 2025 den leistungsfähigsten Hochleistungsrechner an deutschen Hochschulen offiziell in Betrieb nahm. Zwei große Förderungen sichern seine Zukunft – und machen Erlangen zu einem der wichtigsten Orte für Supercomputing in Europa.
Auch auf dem Campus Erlangen Süd entsteht Zukunft: Dort feierte die Universität Richtfest für den Neubau der Technischen Chemie. Auf 5.500 Quadratmetern wachsen Labore, Werkstätten und Büros heran – ein Gebäude auf dem neuesten Stand der Technik und Teil der Hightech-Agenda Bayern.
Mit der Bundesförderung der ZOHO Factory gewinnt zudem der von der FAU gegründete ZOLLHOF weiter an Strahlkraft. Inmitten Nordbayerns entsteht ein Hightech-Hotspot, der Gründungskultur und Innovation sichtbar voranbringt.
Talente, die Wege öffnen
Dass systematische Nachwuchsförderung Früchte trägt, zeigt sich eindrucksvoll an den Erfolgen des Jahres: Die FAU konnte sechs ERC Grants einwerben – sie gingen an Dr. Carlos Bassani, Prof. Dr. Sjoerd Harder, Prof. Dr. Maria Chekhova, Prof. Dr. Adrian Meier, Dr. Vincent Christlein und Prof. Dr. Christopher Eichler.
Auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft würdigte die exzellente Arbeit junger Forschender an der FAU und nahm Prof. Dr. Ruth Beckervordersandforth, Prof. Dr. Kilian Schober und Dr. Christian Kietzman in die Heisenberg-Förderung auf.
Viele weitere Förderungen und starke Publikationen waren einmal mehr Zeichen der Leistungsfähigkeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität.
Studierendenzahlen gleichbleibend hoch
Trotz des fehlenden Abiturjahrgangs 2025 in Bayern liegt die Studierendenzahl an der FAU weiterhin bei fast 40.000, mit einem Zuwachs bei Erstsemestern aus anderen Bundesländern – ein klares Signal, dass die Universität auch über die Grenzen des Freistaats hinaus attraktiv ist.
Dies ist nicht zuletzt dem außerordentlichen Engagement der Lehrenden an der FAU geschuldet, denen der Studienerfolg ihrer Studierenden ein persönliches Anliegen ist.
Wissen wirkt, wenn Menschen zusammenkommen
Ein Zeichen lebendiger Wissenschaftskultur und gemeinsamer Leistung war einmal mehr die Lange Nacht der Wissenschaften, bei der die FAU mehr als ein Drittel des Programms stellte. Rund 27.000 Besucherinnen und Besucher bewiesen, wie groß das Interesse an Forschung ist.
Mit dieser Erfolgsbilanz geht die FAU zuversichtlich in das neue Jahr, um auch 2026 ihr Motto „Wissen bewegen“ zu leben und sich den Herausforderungen zu stellen: mit Innovation, Vielfalt und Leidenschaft.
