„Forum Sicherheit & Innovation“ bringt Wissenschaft, Politik und Industrie zu einem interdisziplinären Austausch über innere und zivile Sicherheit zusammen
Mit ihrer Veranstaltung zum Themenschwerpunkt „Innere und zivile Sicherheit“ setzen die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Organisator des Forums, Prof. Norman Franchi, Inhaber des Lehrstuhls für Intelligente Technische Elektronik und Systeme (LITES), ein deutliches Signal für die zentrale Bedeutung interdisziplinärer Forschung in einem zunehmend komplexen Sicherheitsumfeld.
Bereits zu Beginn wurde deutlich, wie entscheidend die enge Zusammenarbeit von Forschung, Bedarfsträgern, Innovationstreibern – wie Start-ups sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen – Industrie und Politik ist. In ihren Eröffnungsbeiträgen betonten FAU-Präsident Prof. Joachim Hornegger und Prof. Norman Franchi, zugleich Vorstandsvorsitzender des DITS.center e.V. und Koordinator des 6G-Valley, nicht nur die wissenschaftlichen Potenziale, sondern auch die gesellschaftliche Verantwortung, Sicherheitsforschung aktiv mitzugestalten.
Mit der Teilnahme und Keynote des Bayerischen Staatsministers des Innern, Joachim Herrmann, wurde zudem die politische Relevanz des Themas unterstrichen. Seine Perspektive auf aktuelle Herausforderungen der inneren Sicherheit bildete den Ausgangspunkt für die anschließenden fachlichen Einblicke in technologische Innovationen. Beiträge aus Forschung und Industrie – darunter Realtime-Intelligence-Ansätze (Traversals Analytics and Intelligence GmbH), neue Möglichkeiten der Drohnenaufklärung mit Mobilfunktechnologie (TU Ilmenau) sowie Entwicklungen aus der Kryptographie und Cybersicherheitsforschung an der FAU – zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig und dynamisch sich das Feld der Sicherheitsforschung heute präsentiert.
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Ausstellung „Innovate and Connect“, in der Start-ups, Forschungsgruppen und Unternehmenspartner ihre Ideen und Prototypen präsentierten. Der geführte Rundgang bot den Teilnehmenden nicht nur einen Blick auf aktuelle Projekte, sondern vor allem die Möglichkeit, in direkten Austausch miteinander zu treten. Gerade die Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz, unternehmerischem Mut und technologischer Kreativität wurde hier spürbar und vielfach als Bereicherung hervorgehoben.
Mit Impulsen aus Bundesbehörden, etwa von Claudia Plattner, Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, sowie Einblicken in industrienahe Hightech-Entwicklungen wie die Flughafensicherheitstechnologien von Rohde & Schwarz wurde deutlich, wie breit das Spektrum sicherheitsrelevanter Innovationen ist. Ergänzt wurde das Programm durch Beiträge aus der FAU-Forschung, etwa aus der realweltorientierten Kryptographie, die die Herausforderungen der Cybersicherheit aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten.
Insgesamt machte die Veranstaltung, die den Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen bildete, deutlich, dass Sicherheit im 21. Jahrhundert nur durch Vernetzung, technologisches Know-how und interdisziplinäre Zusammenarbeit gewährleistet werden kann. Die FAU positionierte sich dabei erneut als zentraler Knotenpunkt, an dem Forschung, Industrie und Politik gemeinsam Lösungen für die Sicherheitsfragen von morgen entwickeln. 2026 findet die nächste Veranstaltung der Reihe zu nationaler Sicherheit statt.
