Die FAU zählt mit über 270 Studiengängen zu den 15 größten und forschungsstärksten Universitäten Deutschlands. Über 6.000 Mitarbeitende und mehr als 39.000 Studierende prägen eine Kultur der Innovation, Vielfalt und Leidenschaft.
Lernen Sie hier unsere neu berufenen Professorinnen und Professoren kennen, die mit frischen Ideen und kreativen Ansätzen die Forschung vorantreiben. Entdecken Sie die Menschen hinter den Forschungsprojekten und erfahren Sie mehr über ihre individuellen Werdegänge, Visionen und Motivationen für die akademische Zukunft.
Prof. Dr. Louisa Steines – Professur für Immunologie der Niere
Als Kind wollte sie Archäologin, Schauspielerin oder Urwaldforscherin werden – Louisa Steines stellt sich vor.
Was ist Ihr Forschungsschwerpunkt?
Wir fokussieren uns auf die Rolle von speziellen T- und B-Lymphozyten bei der Organtransplantation und Autoimmunerkrankungen mit Nierenmanifestation. Meine Leidenschaft ist die Transplantationsmedizin.
Warum genau dieses Thema/diese Themen?
In der Inneren Medizin behandeln wir viele Menschen mit chronischen Erkrankungen. Oft können wir Krankheiten nur verlangsamen, aber nicht rückgängig machen. Für Menschen mit einem terminalen Nierenversagen, meist Dialysepatienten, oder Menschen mit anderen Organversagen, wie Herz-, Lungen- oder Leberversagen, ist eine Organtransplantation ein neu-geschenktes Leben. Die Geschichten dieser Patienten gehen sehr unter die Haut. Auch wissenschaftlich ist die Transplantationsimmunologie unheimlich spannend. Nierentransplantate funktionieren durchschnittlich nur etwa 10 Jahre, da die Immunzellen des Körpers das fremde Organ angreifen. Wie können wir eleganter das Immunsystem austricksen, um Abstoßungen des Spenderorgans zu verhindern? Unser Fokus liegt hierbei auf bestimmten T- und B-Lymphozyten und wie wir sie medikamentös manipulieren können, um insbesondere die Bildung von Antikörpern gegen das Transplantat zu verhindern. Für mich ist die Transplantationsmedizin der schönste Fachbereich.
Ihre letzte Station vor der FAU?
Ich war die letzten 12 Jahre in der Abteilung für Nephrologie am Universitätsklinikum Regensburg als Nephrologin und Clinician Scientist tätig.
Wo haben Sie studiert und welche Fächer?
Ich habe einen Bachelor in Biochemie vom University College London. Danach studierte ich Humanmedizin in Göttingen und an der TU München. Besonders hat mich auch meine Doktorarbeit am Institut für Immunologie in Heidelberg geprägt und mein Interesse für Immunologie vertieft.
Welche Veranstaltungen/Aktivitäten möchten Sie in und um Erlangen gerne besuchen?
Mir gefällt Erlangen wirklich sehr und ich hoffe mit der Zeit noch vieles zu entdecken.
Ihr nützlichstes Professor/-innen-Utensil?
Pubmed und andere Rechercheplattformen.
Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?
Da gab es verschiedene. Ich wollte mal Archäologin werden, auch Schauspielerin und Urwaldforscherin.
Haben Sie ein Vorbild? Wenn ja, hat das Ihre akademische/berufliche Laufbahn beeinflusst?
Es gab einige Vorbilder und Mentoren auf meinem beruflichen Weg, von denen ich viel gelernt habe. Starke Frauenpersönlichkeiten haben mich immer besonders beeindruckt. Und da ist auch mein Mann und sein unerschütterlicher Optimismus, dafür liebe und bewundere ich ihn.
Haben Sie ein geheimes Talent?
Ich habe ein visuelles Gedächtnis und kann Dinge gut wieder finden.
Was wollten Sie schon immer mal tun?
Viele Reisen… zum Bespiel wollte ich früher gerne nach Timbuktu reisen.
