Teena tom Dieck untersucht molekulare Kommunikationssysteme
Sie schreibt Bestnoten, packt an und ist bodenständig: Für ihr Engagement und ihre Masterarbeit an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erhält Teena tom Dieck den Preis „Junge Macherin“, verliehen durch die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech).
In ihrer Masterarbeit schlägt Teena tom Dieck eine Brücke in eine Welt, die für herkömmliche Kommunikationstechnik unerreichbar ist, nämlich in das Körperinnere. Mithilfe mathematischer Modelle navigiert sie Nanopartikel so, dass Moleküle Informationen gezielt an die richtige Stelle im Körper transportieren, zum Beispiel um lebenswichtige Medikamente zu leiten. Die interdisziplinäre Masterarbeit im Elite-Studiengang Advanced Signal Processing and Communications wurde betreut durch Prof. Dr. Robert Schober, Lehrstuhl für Digitale Übertragung, und Prof. Dr. Kathrin Castiglione, Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik.
Die acatech-Auszeichnung berücksichtigt auch ehrenamtliches Engagement. Teena tom Dieck absolvierte beispielweise ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Internationalen Bund und organisierte bei der Lebenshilfe Erlangen Computerkurse für Menschen mit geistiger Behinderung.
Vom Master zur Promotion
Ihr Masterstudium hat Teena tom Dieck mit der Note 1,0 abgeschlossen. Derzeit arbeitet sie als Doktorandin im Graduiertenkolleg „Synthetic Molecular Communications Across Different Scales: From Theory to Experiments“ an der FAU.
Teena tom Dieck sagt: „Frauen sind in den Ingenieurwissenschaften leider immer noch unterrepräsentiert. Initiativen wie der Schnieder-Preis schaffen Sichtbarkeit und ermutigen die nächste Generation von Forscherinnen und Studentinnen ihren Interessen zu folgen.“
Ein Vorbild für junge Frauen
Gestiftet wird der Preis „Junge Macherin“ von Antonio und Katharina Schnieder. Beide sind im IT-Bereich tätig und wollen mit der Auszeichnung talentierte Absolventinnen motivieren, ihre technisch-naturwissenschaftliche Karriere über das Studium hinaus fortzusetzen und anderen Frauen als Vorbilder im MINT-Bereich zu dienen.
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Teena tom Dieck
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