Pflanzen können sehr wohl Kontakt mit ihrer Umwelt aufnehmen, sie haben dazu nur keine Stimme wie wir sie kennen. Um sich verständlich zu machen, verströmen etwa Blüten einen besonderen Duft. Damit locken sie gezielt die richtigen Bestäuber an.
In der afrikanischen Savanne hat man beobachtet, dass Akazien schnell in ihren Blättern Giftstoffe bilden, wenn Giraffen an ihnen fressen. Gleichzeitig warnen sie Nachbarbäume mit Signalstoffen, die vom Wind weiterverbreitet werden. So erfahren andere Akazien von den Fressfeinden und können ebenfalls in ihren Blättern sofort vorsorglich Gifte zur Abwehr bilden.
Informationen können über Wurzelkontakte weitergegeben werden. Interessanterweise können dabei zur schnellen Weiterleitung auch Pilze zwischengeschaltet sein, um Nachrichten über Gefahren auszutauschen. Und schließlich hat man festgestellt, dass Wurzeln auf Schallwellen reagieren.
Übrigens, auch wir Menschen teilen uns etwas über Duftstoffe mit, wenn wir ein Parfum verwenden. Oder hast du vielleicht schon einmal gesagt: Den kann ich nicht riechen?
Weitere Informationen

Es antwortete:
Dr. Walter Welß vom Botanischen Garten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
Kinder fragen, Wissenschaftler/-innen antworten
Warum ist der Himmel blau? Woher kommt das Salz im Meer? Und warum langweilen wir uns? Kinder haben viele Fragen – FAU-Wissenschaftler/-innen kennen die Antworten.




