Die FAU zählt mit über 270 Studiengängen zu den 15 größten und forschungsstärksten Universitäten Deutschlands. Über 6.000 Mitarbeitende und mehr als 39.000 Studierende prägen eine Kultur der Innovation, Vielfalt und Leidenschaft.
Lernen Sie hier unsere neu berufenen Professorinnen und Professoren kennen, die mit frischen Ideen und kreativen Ansätzen die Forschung vorantreiben. Entdecken Sie die Menschen hinter den Forschungsprojekten und erfahren Sie mehr über ihre individuellen Werdegänge, Visionen und Motivationen für die akademische Zukunft.
Prof. Dr. Alexander Link – Professur für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie
Er wollte schon immer mal ein Endoskopie-Zentrum in Japan besuchen – Professor Link stellt sich vor.
Was ist Ihr Forschungsschwerpunkt?
Mein translationaler Forschungsschwerpunkt liegt in der molekularen Charakterisierung von Entzündungsprozessen und der Karzinogenese im Gastrointestinaltrakt sowie in der Untersuchung der Rolle des Mikrobioms bei der Entstehung, Prävention und Therapie gastrointestinaler und hepatologischer Erkrankungen. Klinisch liegt ein besonderer Fokus auf der Entwicklung neuer diagnostischer Biomarker und mikrobiombasierter Therapien – wie der fäkalen Mikrobiota-Transplantation – sowie auf innovativen Verfahren der interventionellen Endoskopie, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit einer Prädisposition für Tumorerkrankungen.
Warum genau dieses Thema/diese Themen?
Wie kaum ein anderer Bereich steht die gastrointestinale Onkologie vor enormen Herausforderungen, die sich durch den demografischen Wandel in Zukunft dramatisch verschärfen werden. Ein vertieftes Verständnis der Karzinogenese, die Implementierung innovativer Präventions- und Screeningstrategien, der Einsatz minimalinvasiver therapeutischer Verfahren sowie, nicht zuletzt, die Einführung revolutionärer mikrobiombasierter Therapien bilden, aus meiner Sicht, zentrale Bausteine für ein effektives Management dieser Erkrankungen.
Ihre letzte Station vor der FAU?
Am Otto-von-Guericke-Universitätsklinik Magdeburg leitete ich in den vergangenen sechs Jahren die Sektion für Molekulare Gastroenterologie und Mikrobiota-assoziierte Erkrankungen in der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie.
Wo haben Sie studiert und welche Fächer?
An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg habe ich Humanmedizin studiert.
Welche Veranstaltungen/Aktivitäten möchten Sie in und um Erlangen gerne besuchen?
Die Region ist für mich noch ein neues Kapitel, das ich mit großer Neugier aufschlagen möchte. Ich freue mich auf die reiche kulturelle Vielfalt, die geschichtsträchtigen Orte und die einzigartige Landschaft der Fränkischen Schweiz – ob bei Wanderungen, sportlichen Aktivitäten oder beim Genießen regionaler Spezialitäten.
Ihr nützlichstes Professor/-innen-Utensil?
Im Laufe meiner Lehrtätigkeit habe ich das Whiteboard als mein unverzichtbarstes Werkzeug entdeckt – ideal, um Wissen einfach, anschaulich und interaktiv zu vermitteln.
Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?
Tatsächlich wollte ich schon seit meiner Kindheit Arzt werden.
Haben Sie ein Vorbild? Wenn ja, hat das Ihre akademische/berufliche Laufbahn beeinflusst?
Ich sehe es weniger als Vorbild, sondern vielmehr als ein „Lebensbild“, das mich geprägt hat. Wie bei einem Puzzle fügen sich viele unterschiedliche Teile zusammen: inspirierende Mentoren, Begegnungen mit Menschen, prägende Erfahrungen aus Klinik, Lehre und Forschung, aber auch private Erlebnisse und unerwartete Zufälle, die meinen Blickwinkel erweitern. Jedes Teil bringt seine eigene Farbe und Form ein – zusammen ergeben sie das Bild, das meinen akademischen und beruflichen Weg bis heute geprägt hat.
Haben Sie ein geheimes Talent?
Meine Familie meint, ich hätte ein Talent dafür, versteckte Dinge zu entdecken – vom verlorenen Schlüssel bis zu kleinen Details im Alltag. Vermutlich eine Eigenschaft, die in der neuen Umgebung von Nutzen sein könnte.
Was wollten Sie schon immer mal tun?
Ich wollte schon immer einmal ein Endoskopie-Zentrum in Japan besuchen, um die dortigen klinischen Abläufe, kulturgeprägten Besonderheiten und innovativen Techniken hautnah kennenzulernen.
