Ausstellungs-Kooperation der FAU und des Zukunftsmuseums Nürnberg
Wie verändert Licht unsere Welt? Welche Chancen eröffnen optische Technologien – und welche gesellschaftlichen Fragen werfen sie auf? Vom 27. März bis 8. November 2026 widmet sich im Deutschen Museum Nürnberg die Sonderausstellung „Ways of Light – Licht und Schatten optischer Technologien“ diesen Zukunftsthemen. Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Deutschen Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum und der Graduate School in Advanced Optical Technologies (SAOT) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).
Technik und Ethik: Fortschritt braucht Debatte
Die gemeinsame Ausstellung von FAU und Zukunftsmuseum versteht sich als Plattform für den gesellschaftlichen Dialog – zwischen Forschung, Öffentlichkeit und Politik. Im Mittelpunkt stehen vier Themenfelder: Gesundheit, Sicherheit, Kommunikation und Fertigung. Ob Laser in der Medizin, Glasfaser im Internet, Sensorik in der Sicherheitsarchitektur oder Photolithographie in der Chipproduktion – optische Technologien prägen bereits heute zentrale Bereiche unseres Lebens.
„Licht zählt zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhundert. Optische Technologien eröffnen enorme Möglichkeiten – von präziser medizinischer Diagnostik bis hin zu intelligenten Lichtsystemen in unserm Alltag. Gleichzeitig stellen sie uns vor grundlegende technik-ethische Fragen: Wie viel Überwachung ist mit den eingesetzten Technologien verbunden? Wer hat Zugang zu den Innovationen? Und wie wirken sich optische Technologien auf den Menschen und die Umwelt aus? Mit „Ways of Light“ schaffen wir einen Raum, in dem wir diese Fragen öffentlich verhandeln können“, sagt Marion Grether, Leiterin des Deutschen Museums Nürnberg.
Für die FAU ist das Zukunftsmuseum zudem ein idealer Ort, um Spitzenforschung in die Gesellschaft zu tragen. „Was die FAU und das Zukunftsmuseum verbindet, ist die Leidenschaft für die großen Fragen der Zukunft unserer Welt. Optische Technologien gehören zu den strategischen Forschungsfeldern der FAU und sind maßgeblich für viele Innovationen, die unser Leben besser machen“, sagt FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger. Im Zukunftsmuseum erreichen wir Menschen dort, wo sie sich ganz bewusst und wissbegierig mit Technologien von morgen befassen. Die Zusammenarbeit ermöglicht uns, Forschung nicht nur anschaulich und verständlich zu erklären, sondern ihre Wirkung sichtbar und begreifbar zu machen. Das Zukunftsmuseum ist für uns ein Ort des Austauschs zwischen Universität und Öffentlichkeit, zwischen denen, die heute forschen, und der Generation, die unsere Zukunft gestaltet und lebt.“ Die Ausstellung verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit interaktiven Stationen und erzählerischen Zukunftsszenarien. Besucherinnen und Besucher begegnen fiktiven Alltagssituationen im Jahr 2139 und werden mit Fragen konfrontiert, die heute bereits relevant sind.
Die Sonderausstellung kombiniert:
- interaktive Hands-On-Stationen
- Projektionen
- farbcodierte Themenbereiche
- erzählerische „Berichte aus der Zukunft“
- wissenschaftliche Exponate und Visualisierungen
- Texte in deutscher und englischer Sprache
- eine Kinderspur, die junge Museumsgäste durch die Ausstellungsthemen führt
Das Licht fungiert nicht nur als Thema, sondern auch als zentrales Gestaltungselement: Dunkle Raumarchitektur, Neon-Schrift und die Produktionsdetails der Mitmachstationen prägen die Ausstellung. Alle interaktiven Stationen wurden mit dem Lasercutter erstellt, also mit Licht produziert. Gleichzeitig werden Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigt: Die textilen Ausstellungswände gehören zum Bestand des Museums.
Gesundheit
Laserchirurgie, Retina-Implantate und optische Diagnostik zwischen Heilung und Optimierung.
Sicherheit
Sensorik, Biometrie und smarte Beleuchtung im Spannungsfeld von Schutz und Überwachung.
Kommunikation
Glasfaser, Displays, virtuelle Räume – was ist noch real?
Fertigung
Laserbasierte Produktion, Mikrochip-Herstellung und globale Abhängigkeiten in der Halbleiterindustrie.

Die Ausstellung Ways of Light ist nur eines von mehreren gemeinsamen Projekten der FAU und des Zukunftsmuseums, die FAU-Präsident Joachim Hornegger und Museumsleiterin Marion Grether beim Jahresauftakt 2026 am 23. Februar vorstellten. Unter anderem wird die Vortragsreihe Zukunftsplausch weiter fortgesetzt und eine Ausstellung zum Thema Scheitern in Wissenschaft und Technologie folgen.
Weitere Informationen:
Pressestelle der FAU
Tel. +49 9131/85-70229
presse@fau.de
Deutsches Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum
Presse und Kommunikation
Tel. + 49 911/21548-890
presse-dmn@deutsches-museum.de
