Haushaltsausschuss genehmigt rund 540 Millionen Euro für Uni-Ausbau
Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat die Freigabe für gleich drei wegweisende Bauprojekte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erteilt: den Umbau und die Sanierung des Himbeerpalastes in der Erlanger Innenstadt sowie den Neubau des nordbayerischen Hochleistungsrechenzentrums und die Verkehrszuführung um ein neues Parkhaus – beides am Campus Erlangen Süd der FAU.
Neue Heimat für die Geisteswissenschaften
Der Umbau des Himbeerpalasts für die Geisteswissenschaften ist ein Meilenstein in der Standortentwicklung der FAU. Der Bau wird in den kommenden Jahren für die künftige universitäre Nutzung ertüchtigt und zu einem Seminar-, Büro- und Bibliotheksgebäude umgebaut. Dafür – die sogenannte zweite Teilbaumaßnahme, also den eigentlichen Umbau und die Errichtung eines Neubaus – hat der Haushaltsausschuss 363,6 Millionen Euro freigegeben. Nach dem Umbau wird dort der größte Teil der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der FAU mit über 7.000 Studierenden sowie 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Platz finden. Zudem entstehen in dem Gebäude das neue Sprachenzentrum, eine Cafeteria und ein Servicezentrum für Studentinnen und Studenten. Teil des komplexen Bauvorhabens ist zudem die Integration einer modernen Zweigbibliothek, die das denkmalgeschützte Gebäude zum Innenhof hin ergänzen wird. Insgesamt entstehen durch das Bauvorhaben Himbeerpalast über 28.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche für die Fakultät und die damit verbundenen Einrichtungen.
IT-Kompetenz-und Innovationszentrum für den Wissenschaftsraum Nordbayern
Das Zentrum für Nationales Hochleistungsrechnen Erlangen (NHR@FAU) wird eine moderne, energieeffiziente und skalierbare Infrastruktur erhalten, um die rasant wachsenden IT-Bedarfe in den Bereichen Simulation, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Datenanalytik zu bedienen. Damit entsteht nach dem Vorbild des Leibniz-Rechenzentrums Garching (LRZ) ein zweiter IT-Leuchtturm in Bayern, der als wissenschaftliches Hochleistungsrechenzentrum mit Forschenden in der Region und ganz Deutschland zusammenarbeitet.
Nach der bereits bewilligten Erschließung hat der Haushaltsausschuss nun die Genehmigung für den Bau des Rechner- und des Betriebsgebäudes gegeben. Dafür stehen 178,9 Millionen Euro zur Verfügung. Neben dem NHR@FAU werden auch die Technik und das technische Personal des Regionalen Rechenzentrums Erlangen (RRZE) im neuen Zentrum unterkommen. Für die Zukunft ist ein drittes Modul für die Verlagerung der Büros aus dem derzeitigen RRZE vorgesehen.
Vorbereitungsarbeiten für den zweiten Bauabschnitt des Chemikums
Die Summe von 11,6 Millionen Euro hat der Haushaltsausschuss für Erschließungsmaßnahmen genehmigt, die im Zusammenhang mit einem weiteren Großbauprojekt der FAU stehen: dem zweiten Bauabschnitt des Chemikums.
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