#WISSENWOLLEN

Wissenschaft spannend und verständlich erklärt für alle

 

Grafik Glühbirne mit Gehirn

Bild: PantherMedia

Wir wollen MEHR Wissen!

Im Herbst 2021 startet die FAU die neue Veranstaltungsreihe #WISSENWOLLEN. Bei #WISSENWOLLEN stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre aktuellen Projekte und Forschungsergebnisse allgemein verständlich vor und gehen auf Fragen aus dem Publikum ein.

#WISSENWOLLEN bietet aber auch Raum für weitere Formate: Live-Experimente, Podiumsdiskussionen, Quizrunden… Lassen Sie sich überraschen und machen Sie mit!

 

Termine und Teilnahmebedingungen

Corona Icon 2G

  • Die Veranstaltungen finden im Wintersemester 2021/22 jeweils mittwochs ab 18.30 Uhr in Nürnberg, Erlangen oder digital statt.
  • Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Veranstaltungen in Präsenz gelten voraussichtlich die 2G -Regel.
  • Die Veranstaltungen werden aufgezeichnet und können im Anschluss auf unserem Videoportal fau.tv online abgerufen werden.
  • Weitere Informationen sowie aktuelle Änderungen finden Sie direkt bei den Veranstaltungen.
Logo der Nürnberger Zeitung (NZ)

Logo: Nürnberger Zeitung

#WISSENWOLLEN wird präsentiert in Kooperation mit der Nürnberger Zeitung.

 

Unsere Locations im Wintersemester 2021/22

Schlossplatz zeigt Schloss mit Flaggen und Bauzaunbespannung mit dem neuen FAU-Logo

Erlanger Schloss (Foto: FAU/Celina Henning)

Museum für Kommunikation Außenansicht

Museum für Kommunikation (Foto: Museum für Kommunikation/Theresia Heinz)

d.hip event space2

d.hip Event Space (Foto: d.hip/Tobias Zobel)

AEG Gebäude in Nürnberg.

Energie Campus Nürnberg (EnCN) „Auf AEG“ (Foto: FAU/David Hartfiel)

#WISSENWOLLEN findet im Wintersemester 2021/2022 im Raum Erlangen / Nürnberg an vier verschiedenen Standorten statt:

  • Aula im Schloss, Schlossplatz 4, 91054 Erlangen
  • Museum für Kommunikation, Lessingstraße 6, 90443 Nürnberg
  • Digital Health Innovation Platform d.hip, Henkestraße 127, 91052 Erlangen
  • Energie Campus Nürnberg (EnCN) „Auf AEG“, Fürther Straße 250, 90429 Nürnberg

Die Veranstaltungen im Wintersemester 2021/22

Straßenschild zeigt das Wort Corona durchgestrichen und das Wort Normalität mit einem Pfeil nach oben

Bild: PantherMedia/Mathias Fengler

Thema

#WISSENWOLLEN und Collegium Alexandrinum laden ein zur Podiumsdiskussion:
„Leben mit der Pandemie – Wie hat Covid-19 unser Leben nachhaltig verändert? Worauf müssen wir uns einstellen?“

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten der FAU wollen wir folgende Fragen gemeinsam erörtern:

  • Welche Auswirkungen hatte die Pandemie auf das Verhältnis von Familien- und Berufsleben und welche davon werden wohl langfristig erhalten bleiben?
  • Wie sind Kinder und Jugendliche mit der brutalen Drosselung ihres Sozial- und Schullebens zurechtgekommen und welche Spätfolgen sind für sie zu befürchten?
  • Welches unangenehmes Entwicklungspotenzial trägt das Virus noch in sich und welche zusätzlichen Schutzmaßnahmen durch neue Impfstoffe und Medikamente sind zukünftig zu erwarten?

Moderation

  • Christina Merkel, Wissenschaftsredakteurin Nürnberger Nachrichten/Nürnberger Zeitung

Diskussionsteilnehmer:innen

  • Prof. Dr. Rudolf Kammerl (Lehrstuhl Pädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik)
  • Prof. Dr. med. Gunther Moll (Leiter Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit)
  • Prof. Dr. med. Klaus Überla (Lehrstuhl für Klinische und Molekulare Virologie)
  • Dr. Marie-Kristin Döbler (Department Sozialwissenschaften und Philosophie, Institut für Soziologie)

 

fau.tv Videoportal: „Podiumsdiskussion – Leben mit der Pandemie“

Jungfernfahrt Römerboot

Bild: FAU/Mathias Orgeldinger

Wichtig: Diese Veranstaltung wird aufgrund der pandemischen Situation als Online-Vortrag stattfinden. Der Link wird kurz vorher hier bekannt gegeben. 

Thema

Als römische Kaiser und Feldherren mit ihren Legionären ab dem ersten Jahrhundert nach Christus germanische Gebiete entlang des Rheins und der Donau eroberten, gab es zu Anfang keine Straßen. Truppen, Waren, Nachrichten – all das konnte nur auf einem Weg in die Wildnis des Nordens transportiert werden: per Schiff auf Flüssen.

Doch wie genau waren römische Schiffe – oder besser: Boote – beschaffen mit denen die Römer in die Tiefen des Landes vordrangen und später die Flussgrenzen bewachten? Woraus waren sie gemacht? Mit welcher Technik wurden sie bewegt? Welche Geschwindigkeiten konnten sie erreichen und welche Strecken zurücklegen? Wer waren die Ruderer? Antworten auf diese Fragen sind zum Teil überliefert – doch wie fühlte sich das in der Realität an? Diesen Fragen geht der Althistoriker Prof. Dr. Boris Dreyer seit 2016 auf ganz besondere Weise nach: Er baut römische Flussboote nach, testet sie und fährt mit ihnen sogar bis zum Schwarzen Meer. Diese Mammutprojekte bestreitet er natürlich nicht allein. Zur Seite stehen ihm dabei professionelle Bootsbauer, Studierende und jede Menge Freiwillige zur Seite.

Beim ersten Projekt, das im Dezember 2016 seinen Ausgang nahm, rekonstruierten Prof. Dreyer und seine Helferinnen und Helfer ein römisches Flussboot wie es zu Beginn des 2. Jahrhunderts nach Christus Verwendung fand. Die Fridericiana Alexandrina Navis, kurz F.A.N., feierte ihren Stapellauf im März 2018, ging im  Mai auf Jungfernfahrt und fuhr dann im August bis ans Schwarze Meer. Im Mai 2021 begann mit der Kiellegung der Bau eines neuen Bootes, der Danuvina Alacris oder DUC. Boote diesen Typs befuhren im 4. Jahrhundert die Flussgrenzen des römischen Reichs. Im Umfeld dieser beiden Projekte untersucht Prof. Dreyer auch mithilfe weiterer Rekonstruktionen wie antike Brotöfen funktionierten oder wie genau römische Ballisten schießen konnten.

Referent

Prof. Dr. Boris Dreyer
Professur für Alte Geschichte

Gehirn und IT illustration

Bild: PantherMedia/Kheng Ho Toh

Wichtig: Diese Veranstaltung wird aufgrund der pandemischen Situation als Online-Vortrag stattfinden. Der Link wird kurz vorher hier bekannt gegeben. 

Thema

Die markante, gefaltete Struktur ist ein wichtiges Merkmal des menschlichen Gehirns und essentiell für höhere, kognitive Funktionen. Ist das Gehirn „falsch“ gefaltet, kann dies zu schwerwiegenden neurologischen Störungen wie beispielsweise Epilepsie, Autismus oder Schizophrenie führen.

Doch wie kommen all die Falten in unser Gehirn? Silvia Budday erklärt, wie mechanische Kräfte das zunächst glatte Gehirn des Menschen in Falten legen. Sie zeigt außerdem, wie mechanische Computermodelle dabei helfen können, Fehlbildungen und Krankheiten besser zu verstehen oder sogar deren Behandlung zu optimieren.

Referentin

Dr. Silvia Budday
Lehrstuhl für Technische Mechanik

Im Supermarkt: Schöne junge Frau blättert in der Konservenabteilung des Ladens. Sie hat einen Warenkorb voller gesunder Lebensmittel.

Bild: PantherMedia/Gorodenkoff

Thema

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Gesellschaft begegnen uns immer mehr nachhaltige Produkte: Ob klimaneutrale Teelichter, Kleidung oder Schokolade, die Regale im Supermarkt und im Handel füllen sich. Doch wie fühlt er sich an, der CO2-neutrale Fußabdruck? Wie schmeckt oder riecht er? Kann man ihn sehen oder gar hören? Im Falle eines Elektrofahrzeuges ist letzteres eher gering. Die neuen Gegebenheiten und Materialien sind eine Herausforderung für unsere Sinne. Waren Produkte seit Jahrzehnten allein darauf ausgelegt ein Wohlbefinden beim Konsumenten auszulösen und Akzeptanz zu schaffen, stellt sich jetzt die Frage, ob klimaneutrale Produkte diese Anforderungen überhaupt noch erfüllen können und dürfen. Löst der aus recycelten Materialien hergestellte Pullover die gleiche Behaglichkeit aus wie einst der flauschige Hightech-Kunstfaserpulli? Und schmeckt die vegane Milchalternative ebenso gut wie du herkömmliche Kuhmilch? Kann man etwas auch als „nachhaltig“ wahrnehmen, möglicherweise sogar besser, sensorisch attraktiver finden? Vielleicht müssen wir auch nur unsere Sinne neu entwickeln, um anstelle von Alternativen neue Geschmacks- und Genusserlebnisse zu setzen – so wie sie die Welt noch nicht erlebt hat. Immerhin hat gerade das neue Innovationen in der Menschheitsgeschichte getrieben: der Bedarf, die vorhandenen Ressourcen bestmöglich zu nutzen. Und genau das hat über Jahrtausende unseren Geschmack geprägt….

Referentin

Prof. Dr. Andrea Büttner

Lehrstuhl für Aroma- und Geruchsforschung
Executive Director Fraunhofer IVV

Verabreichung von Drogen auf der Intensivstation

Bild: PantherMedia/sudok1

Thema

Medizin ist etwas Gutes. Aber auch in der Medizin gibt es „des Guten zu viel“. Woran liegt es, dass immer mehr Patienten, aber auch Ärzte sich in unserem Gesundheitssystem nicht mehr wohl fühlen? Sind die Ärzte zu profitorientiert? Sind die Patienten zu anspruchsvoll? Ist vielleicht die Politik schuld? Oder sind wir es am Ende alle gemeinsam? Wer aber profitiert davon und wer leidet darunter, dass die Medizin so geworden ist, wie sie ist? Wie kann man zwischen sinnvoller, unnützer oder gar schädlicher Medizin unterscheiden? Thomas Kühlein ist Direktor des Allgemeinmedizinischen Instituts und greift diese und viele weitere Fragen in seinem Vortrag auf.

Referent

Prof. Dr. med. Thomas Kühlein
Lehrstuhl für Allgemeinmedizin

Glühbirnen auf blau

Bild: PantherMedia/Juan carlos Tardio

Thema

Glas ein wenig sichtbarer, aber sehr präsenter Akteur im Energieerzeugung.
Vielleicht weil Glas transparent ist, bemerken wir nicht, dass dieses Material überall in unserem Leben präsent ist. Vielleicht weil es seit den Phöniziern hergestellt wird, glauben wir nicht, dass es mit technischem Fortschritt in Verbindung gebracht werden kann.

Und doch wird Glas uns helfen, die großen Herausforderungen der Zukunft zu meistern, insbesondere im wichtigen Bereich der CO2-freien Energieerzeugung. Von der Photovoltaikzelle bis zur Verbrennungszelle, von der Windkraft bis zur Kernkraft – Glas löst kritische Probleme.

Diese Allgegenwärtigkeit ist auf die unendliche chemische Variabilität von Glas und die leichte Formbarkeit aufgrund seines flüssigen Zustands zurückzuführen. Nutzen wir das Internationale Jahr des Glases, um seine tausend Facetten zu entdecken.

Referent

Prof. Dr. de Ligny
Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften – Glas und Keramik

Zusammenstellung der häufigsten Lebensmittelunverträglichkeiten

Bild: PantherMedia/Z Jan

Thema

Wenn Milch, Getreide oder Fruchtzucker auf der Speisekarte steht, ist der Satz „Das vertrage ich leider nicht…“ immer öfter zu hören. Aber was ist wirklich dran an Intoleranzen gegen Fruktose, Laktose oder Gluten? Viele Menschen sind heutzutage von Nahrungsmittelunverträglichkeiten betroffen, müssen daher auf bestimmte Lebensmittel verzichten. Ist dieser Verzicht aber immer zwingend notwendig? Oder gibt es alternative Lösungen für die Betroffenen?

Prof. Dr. med. Zopf gibt einen Überblick über die verschiedenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie die aktuellen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten. Zudem erklärt sie, wie wir selbst aktiv werden und uns helfen können und bei welchen Anzeichen wir mit einem Verdacht einer Unverträglichkeit zum Arzt gehen sollten.

Referentin

Prof. Dr. med. Yurdagül Zopf
Professur für Klinische und Experimentelle Ernährungsmedizin

Gezi-Park-Proteste in Istanbul

Bild: PantherMedia/EnginKorkmaz

Thema

In Deutschland ist die Freiheit von Forschung und Lehre im Grundgesetz verankert. Das ist jedoch nicht überall auf der Welt so. In vielen Ländern werden Universitäten engmaschig kontrolliert. Kritische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden mit Entlassungen, dem Entzug der Reisefreiheit und sogar mit politischer Haft quasi kaltgestellt oder zumindest bedroht. Gesetze allein sind kein Garant für tatsächliche Freiheit. Wie schlimm steht es um die Wissenschaftsfreiheit weltweit? Und was kann man gegen Einschränkungen tun?

Katrin Kinzelbach berichtet von dem Versuch, die Wissenschaftsfreiheit weltweit empirisch zu erforschen und diskutiert anhand der neuesten Zahlen (März 2022) aus DEM INDEX DER WISSENSCHAFTSFREIHEIT die aktuelle Lage.

Referentin

Prof. Dr. Katrin Kinzelbach
Professur für Internationale Politik der Menschenrechte

 

Für alle Präsenzveranstaltungen gelten die 2G-Regeln sowie Maskenpflicht im Publikum.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Hygiene-Konzept (Stand: 16.11.2021).


Die bisherigen Veranstaltungsreihen „Wissenschaft im Schloss“ und „Wissenschaft auf AEG“ werden zukünftig unter dem Begriff #WISSENWOLLEN weitergeführt. Die Aufzeichnungen dieser vergangenen Veranstaltungsreihen finden Sie auf unserem Videoportal abrufen: Wissenschaft im Schloss und Wissenschaft auf AEG