Verantwortungsvoll forschen

Forschung und Verantwortung gehören zusammen

Forscher und Forscherin an einem Mikroskop.

Bild: Uwe Niklas

Dürfen wir alles, was wir können? Diese Frage begleitet Wissenschaftlerinenn und Wissenschaftler durch ihr gesamtes Leben. Die FAU hat als eine der großen Forschungsuniversitäten in Deutschland eine hohe gesellschaftliche Verantwortung: Gute wissenschaftliche Praxis, ethische Standards, Transparenz, Open Access und ein verantwortungsvoller Umgang mit Versuchstieren sind an der Universität oberstes Gebot.

 

Forschung und Verantwortung gehören untrennbar zusammen. Nach Wissen und Erkenntnis streben, dieser Wunsch ist im Menschen angelegt. Zur Verantwortung müssen wir uns dagegen bewusst und aktiv bekennen. An der FAU ist uns diese Verpflichtung in allem, was wir tun, gegenwärtig.

Prof. Dr. Georg Schett, FAU-Vizepräsident Research

Prof. Dr. Georg Schett, Direktor der Medizinischen Klinik 3. (Bild: FAU/Erich Malter)

Prof. Dr. Georg Schett (Bild: FAU/Erich Malter)

Neu: Initiative Transparente Tierversuche

Logo der Initiative Transparente TierversucheDie FAU ist eine der ersten Mitunterzeichnerinnen der Initiative Transparente Tierversuche. Für uns heißt das, dass wir dieses sensible und kontrovers diskutierte Thema transparent und offen behandeln und über unsere tierexperimentelle Forschung aktiv informieren wollen.

Grundsätzlich lassen wir uns bei der Forschung an Tieren immer leiten von den drei „R“ – Refine, Reduce, Replace. Das heißt, wir setzen Tierversuche nur dort ein, wo es aktuell keine Alternativen gibt; wir reduzieren dabei die Anzahl der eingesetzten Versuchstiere auf das unerlässliche Maß und minimieren durch modernste Techniken die Belastung im Rahmen der Versuche. Wir sind uns – im Sinne eines vierten „R“ (Responsibility) – unserer Verantwortung bewusst.

Webseite der Initiative Transparente Tierversuche

Gremien und Anlaufstellen

Um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern generell sowie im wissenschaftlichen Alltag Hilfestellungen in Sachen verwantwortungsvolle Forschung zu geben, hat die FAU verschiedene Kommissionen eingerichtet, die unterschiedliche Aspekte und Herausforderungen in den Blick nehmen.

Ethikkommission

An der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ist eine Kommission zur Beurteilung ethischer und rechtlicher Aspekte medizinischer Forschung am Menschen eingerichtet.

Kommission für Ethik sicherheitsrelevanter Forschung

Die Kommission für Ethik sicherheitsrelevanter Forschung (KEF) gibt Empfehlungen zum Umgang mit Forschung innerhalb des Spannungsfeldes von grundrechtlich <geschützter Forschungsfreiheit und wissenschaftlicher Verantwortung mit Blick auf die doppelte Verwendungsmöglichkeit von Forschungsergebnissen („Dual Use“-Problematik).

Kommission zur Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens

Gute wissenschaftliche Praxis ist im Selbstverständnis der FAU fest verankert. Umso ernster nimmt die Universität Vorwürfe wissenschaftlichen Fehlverhaltens. Solche Angelegenheiten werden in der Kommission zur Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens gewissenhaft und detailliert geprüft.

Franz-Penzoldt-Zentrum und Sachgebiet Tierschutzangelegenheiten

Für wesentliche grundlegende Erkenntnisse und medizinisch relevante Entwicklungen ist die Forschung mit Tieren essenziell. Zwar haben methodische Forschungsarbeiten der jüngeren Vergangenheit dazu beigetragen, dass Tierversuche an einigen Stellen durch alternative Methoden ersetzt oder im Umfang reduziert werden können, ein vollständiger Ersatz von Tierversuchen ist jedoch noch nicht absehbar. Umso wichtiger ist der verantwortungsvolle Umgang mit den Tieren, die in der Forschung eingesetzt werden. An der FAU stellen dies das Franz-Penzoldt-Zentrum und das Sachgebiet Tierschutzangelegenheiten sicher.

Arbeitskreis Erinnerungskultur

Die AG Erinnerungskultur wurde als eine fakultätsübergreifende Arbeitsgruppe gegründet. Sie berät die Universitätsleitung bei historischen Fragestellungen, die die Verantwortung der Universität für ihr Handeln in Forschung, Lehre und Verwaltung betreffen.