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FAU-Symposium zur Bewegungsanalyse mit Hilfe von Sensoren

Mit den Sensoren am Schuh analysieren die Wissenschaftler den Gang von Patienten. Bild: FAU

Mit den Sensoren am Schuh analysieren die Wissenschaftler den Gang von Patienten. (Bild: FAU)

Gehen für die Wissenschaft

Noch schnell in den Supermarkt gehen. Bei Sonnenschein durch einen Park spazieren. Die Treppen zur Wohnung hochsteigen. Was für die meisten Menschen kein Problem ist, kann für ältere und kranke Menschen eine echte Hürde darstellen. Ist die Mobilität eingeschränkt, leiden Lebensqualität und Selbstständigkeit. Wie man mit mobilen Sensoren Bewegungsstörungen frühzeitig erkennen und den Erfolg von Therapien individuell überwachen kann, damit beschäftigt sich ein internationales Fachsymposium an der FAU am Mittwoch, 27. November 2013, im Erlanger Schloss.

Zu der Konferenz unter dem Titel „Automated Mobility Analysis Symposium Erlangen“ (AMASE) sprechen hochrangige Wissenschaftler aus dem In- und Ausland – unter anderem der Schweiz, Österreich und den USA – über die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Bewegungsanalyse. So stellen beispielsweise Forscher vom Universitätsklinikum Erlangen, dem Lehrstuhl für Mustererkennung sowie der Firma Astrum IT das Projekt „eGaIT“ vor: In dem von der bayerischen Forschungsstiftung geförderten Projekt wird die Fußbewegung von Parkinson-Patienten während des Gehens von Sensoren direkt am Schuh erfasst. Die damit gewonnenen Daten lassen eine objektive Diagnose zu und könnten bisherige  Verfahren ersetzen, die zwar nach einem standardisierten Schema ablaufen, aber trotzdem von der Erfahrung des Arztes und der Tagesform der Patienten abhängig sind. Die aufgezeichneten Daten bilden dann die Grundlage für die individuell abgestimmte Therapie.

In einem weiteren Projekt an der FAU gehen Forscher der Frage nach, ob sich die Wirksamkeit solcher Therapien ebenfalls mit den Sensoren am Schuh messen lässt. Die Wissenschaftler hoffen, in Zukunft nachweisen zu können, ob und wie sich bestimmte Maßnahmen auswirken – und zwar individuell bei jedem Patienten. Die Daten dazu wollen sie langfristig in der Alltagsumgebung der Patienten erheben und die sensorgestützte Bewegungsanalyse mit Bildgebungsverfahren sowie biomechanischen Untersuchungen kombinieren. An dem interdisziplinären Projekt „Diagnostik und Therapie in Bewegung“ im Rahmen der  Emerging Fields Initiative (EFI) sind Mediziner, Informatiker und Sportwissenschaftler der FAU beteiligt.

Das Programm des Symposiums: www.amase.de

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Björn Eskofier
Tel.: 09131/85-27297
bjoern.eskofier@cs.fau.de

PD Dr. med. Jochen Klucken
Tel.: 09131/85-39324
jochen.klucken@uk-erlangen.de

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