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Hausärzte als Kooperationspartner gesucht

Bild: Eva Eichler

FAU-Wissenschaftler untersuchen die Wirksamkeit einer internetgestützten Depressionsbehandlung bei hausärztlichen Patienten

Depressionen gehören zwar zu den häufigsten und schwerwiegendsten Erkrankungen unserer Zeit, die Wartezeiten für eine Behandlung sind jedoch lang. Einen Ausweg bieten internetgestützte Behandlungsformen. Der Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie der FAU untersucht die Wirksamkeit einer internetgestützten Depressionsbehandlung in Kombination mit begleitenden therapeutischen Gesprächen in der hausärztlichen Versorgung. Hierfür sucht der Lehrstuhl weitere Hausärzte als Kooperationspartner.

Der Lehrstuhl (Leitung: Prof. Dr. Matthias Berking) kooperiert im Rahmen der Studie mit Hausarztpraxen aus der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen, welche durch Patientenflyer und Plakate im Wartezimmer oder im Arzt-Patient-Gespräch ihre Patienten auf das Diagnostik- und Behandlungsangebot aufmerksam machen. Dadurch leisten die Hausarztpraxen einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der Depressionsbehandlung. Das Projekt läuft seit Frühjahr 2015 und erste Ergebnisse sind vielversprechend und deuten auf eine bedeutsame Verbesserung der depressiven Symptomatik hin.

Internetgestützte Behandlungsangebote helfen die aktuelle Versorgungssituation zu verbessern und versprechen eine niedrigere Hemmschwelle, verkürzte Wartezeiten sowie orts- und zeitunabhängige Hilfe. Erste Untersuchungen zeigen, dass diese Behandlungsform bei Depression erfolgreich ist. Bei der untersuchten Depressionstherapie handelt es sich um eine Kombination aus persönlichen Therapiegesprächen vor Ort, Online-Lektionen und einer Smartphone-App. Mit Hilfe des zehnwöchigen Behandlungsprogramms können Patienten ihr Wissen über Depression erweitern und sich Bewältigungsstrategien aneignen. Unter anderem stehen konstruktives Problemlösen und der Umgang mit negativen Gedanken auf dem Programm. Die persönlichen Therapiegespräche mit qualifizierten Psychologen unterstützen die Patienten, die online vermittelten Fertigkeiten schrittweise im Alltag umzusetzen. Die Smartphone-App zeigt durch regelmäßige Stimmungsbewertungen die Fortschritte an.

Es sind noch Therapieplätze ohne Wartezeit frei, so dass Hausarztpraxen aus der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen gerne ihre Patienten auf das Projekt verweisen dürfen. Interessierte Hausärzte können unverbindlich telefonisch (09131/8567567) oder per E-Mail (projekt-e-compared@fau.de) ein Informationsgespräch vereinbaren oder Informationsmaterial anfordern. Im Rahmen der Studie ist eine Begleitung durch den behandelnden Hausarzt erforderlich, so dass sich interessierte Patienten gerne über ihre Hausarztpraxis für die Teilnahme an der Studie anmelden können. Weitere Informationen und eine Liste mit bereits kooperierenden Hausärzten sind unter www.e-compared.eu/info zu finden.

Für die Teilnahme erhalten Patienten als auch Hausärzte eine Aufwandsentschädigung.

Weitere Informationen:

Ingrid Titzler
Tel.: 09131/85-67567
ingrid.titzler@fau.de

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