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Neue Humboldt-Stipendiaten und -Preisträger an der FAU

Bild: FAU/Georg Pöhlein

Neue Humboldt-Stipendiaten und -Preisträger an der FAU

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg genießt international einen hervorragenden Ruf. Beweis für diese Reputation sind nicht zuletzt die vielen international renommierten Wissenschaftler, die sich die FAU als Gastuniversität aussuchen, um zusammen mit FAU-Kollegen im Rahmen eines Stipendiums oder Forschungspreises der Alexander-von-Humboldt-Stiftung zu forschen.

Dr. Marylin Latour, Dr. Karl-Remeis-Sternwarte – Astronomisches Institut

Dr. Marylin Latour (Bild: Marcelo Miller Bertolami)

Dr. Marylin Latour (Bild: Marcelo Miller Bertolami)

Die Milchstraße entstand vor etwa 13 Milliarden Jahren. Die ältesten Sterne aus dieser Epoche finden sich noch heute in den etwa 100 sogenannten Kugelsternhaufen, die jeweils mehr als 100.000 Sterne enthalten. Während ihres Forschungsaufenthaltes an der FAU konzentriert sich Dr. Marylin Latour auf die heißesten Sterne in Kugelsternhaufen. Sie weisen eine Oberflächentemperatur von bis zu 30.000 Kelvin auf und sind damit rund fünfmal so heiß wie die Sonne.

Solche heißen Sterne kommen jedoch nicht in allen Kugelsternhaufen vor, wie und warum sie entstehen ist zurzeit noch wenig erforscht. Diesen Fragen geht Latour seit Dezember an der FAU auf den Grund. Sie untersucht Sterne eines bestimmten Sternhaufens im Sternbild Centaurus, der ungewöhnlich viele heiße Sterne enthält. Durch deren detaillierte Analyse will Latour verstehen, woraus die Sterne bestehen, wie sie entstanden sind und was sie über die Entstehung und Entwicklung des Kugelsternhaufens verraten.

Zwei dieser Sterne zeigen pulsierende Helligkeitsschwankungen, deren Ursache bisher unverstanden ist. Latour untersucht diese Sterne anhand von Messungen im ultravioletten Spektralbereich, die nur aus dem Weltall möglich sind. Dazu hat sie Beobachtungen mit dem Hubble-Weltraumteleskop eingeworben. Die Auswertung dieser Daten werden Latour dabei helfen, die Temperaturen und chemische Zusammensetzung der beiden Sterne genau bestimmen zu können. Dies wiederum wird bei der Erklärung helfen, warum die Leuchtkräfte der Sterne einem steten Wandel unterliegen.

Die Kanadierin Dr. Marylin Latour studierte und promovierte an der Universität von Montreal. Im Anschluss kam sie als Postdoc an das Astronomische Institut der FAU. In den kommenden zwei Jahren forscht sie als Humboldt-Stipendiatin in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ulrich Heber.

Prof. Dr. Viktor P. Chabai, Institut für Ur- und Frühgeschichte

Prof. Dr. Viktor P. Dhabai (Bild: Thorsten Uthmeier)

Prof. Dr. Viktor P. Dhabai (Bild: Thorsten Uthmeier)

Seit Februar ist Prof. Dr. Viktor P. Chabai als Gastwissenschaftler am Institut für Ur- und Frühgeschichte der FAU tätig. Während seines Aufenthaltes wird Chabai das Verhältnis zwischen Gruppen aus West- und Mitteleuropa einerseits und Osteuropa andererseits während des Micoquien – ein Zeitabschnitt, in dem vom Neandertaler besonders Steinwerkzeuge produziert wurden – untersuchen. Dafür wird Chabai Steinwerkzeuge aus Süd- und Norddeutschland, Frankreich sowie den Beneluxstaaten aus der Zeit zwischen 125.000 und 30.000 Jahren vor heute analysieren. Die Funde aus der Sesselfelsgrotte im unteren Altmühltal, die sich in der ur- und frühgeschichtlichen Sammlung der FAU befinden, stellen dabei den Anfang dar.

Prof. Dr. Viktor P. Chabai ist Mitglied des Archäologischen Instituts der Akademie der Wissenschaften der Ukraine in Kiew. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Mittel- und Jungpaläolithikum Mittel- und Osteuropas. Seit vielen Jahren forscht Prof. Chabai auf der Halbinsel Krim, wo er zahlreiche wichtige Fundstellen des Neandertalers und des frühen anatomisch modernen Menschen ausgegraben, ausgewertet und überwiegend monografisch publiziert hat. Weitere Forschungsaktivitäten haben ihn bisher unter anderem nach Portugal, die USA, Rumänien, Usbekistan und Russland geführt.

Weitere Informationen:

Pressestelle der FAU
Tel.: 09131/85-70218
presse@fau.de

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