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Innovationsfond – Projekte 2017/2018

Engagement und Innovationen in der Lehre

Vom inverted classroom über interaktive Lehrvideos bis hin zu individualisierten Programmierübungen: Im Wintersemester 2017/18 und Sommersemester 2018 wurden insgesamt 17 Projekte mit dem Innovationsfonds Lehre gefördert. Zusätzlich wurden sieben weitere Projekte im Rahmen des Schwerpunktes Lehrerinnen- und Lehrerbildung ausgewählt.

Projekte des allgemeinen Innovationsfonds 2017/2018

Vokabellernen ist langweilig und repetitiv – gleich ob dies mit Flashcards oder mit Vokabellisten erfolgt. Die Grundidee, auf die das vorliegende Projekt zurückgreift, ist einfach – sie beruht auf der Pattern-Drill-Methode beim Memorieren von Worten. Damit ist die systematische Übung von Satzmustern oder Satzbauplänen (patterns) gemeint, also situativ eingebettete, auf Imitation und Repetition basierende Strukturmusterübungen (pattern drills). Diese schon ältere Methode, bei der Worte und deren richtiger Gebrauch also im konkreten Kontext ihres alltäglichen Gebrauchs erlernt werden, lässt sich heutzutage durch den Computer (als offenes, parametrisierbares Medium) und die Einbeziehung der Korpuslinguistik sinnvoll reanimieren.

  • Prof. Dr. Fabian Schäfer
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Japanologie
  • Bewilligte Summe: 10.000 €
  • WS 2017/2018

Das Lehrprojekt „CA 2.0 – Einführung in die Christliche Archäologie im inverted classroom“ zielt auf eine Verbesserung der Studierbarkeit der Einführungsveranstaltung in das Fach Christliche Archäologie durch den Einsatz eines innovativen Lehr-/Lernkonzepts ab. Bei der „Einführung in die Christliche Archäologie“ handelt es sich in der Regel um die erste Lehrveranstaltung, in der Studierende mit Fachinhalten der Christlichen Archäologie in Berührung kommen. Durch das inverted classroom Konzept sollen klausurrelevante Grundinformationen aus dem Seminarrahmen ausgelagert werden, so dass sich trotz hoher Teilnehmendenzahl die Möglichkeit für aktivierende Lehrformen im Seminar ergibt. Es gilt dabei, Frontalunterricht zu vermeiden. Auf diese Weise ergibt sich der Mehrwert, dass die Studierenden im Seminarrahmen bereits in ihrem ersten oder zweiten Semester an neue Lehr- bzw. Lernmethoden herangeführt werden.

  • Prof. Dr. Ute Verstegen
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Christliche Archäologie
  • Bewilligte Summe: 10.000 €
  • SS 2018

Austerität ist ein in den Sozialwissenschaften heiß diskutiertes Thema, das aufgrund seiner Komplexität am besten interdisziplinär erforscht werden kann. Die Beurteilungen von Austerität gehen stark auseinander. Dabei nehmen Printmedien als „Krisenerklärer“ eine zentrale Rolle ein, da sie die gesellschaftlichen Meinungen zu einem Thema wesentlich formen. Das Seminar möchte die Fähigkeit zur kritischen Reflexion unterschiedlicher (in den Medien vermittelten) sozialer Konstruktionen und deren sprachlichen Facetten stärken. Gleichzeitig sollen aber eben auch Kompetenzen im Bereich des interdisziplinären wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt werden. Hierzu ist es zwingend notwendig, die Unterschiede zwischen verschiedenen disziplinären, (meta-)theoretischen und methodischen Zugängen und deren Integrationsmöglichkeiten fassen zu können.

  • Dr. Tim Griebel
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Politische Wissenschaft I
  • Bewilligte Summe: 6.200 €
  • WS 2017/2018

Die Verschränkung von Theorie und künstlerischer Praxis in den Studiengängen BA Theater- und Medienwissenschaft, MA Theater- und Medienwissenschaft und MA Theaterpädagogik ist einer der wichtigsten und erfolgreichsten Standortfaktoren des Instituts für Theater- und Medienwissenschaft. Unabdingbar dafür ist eine kontinuierliche Einbeziehung von Lehrenden aus der anwendungsorientierten und künstlerischen Praxis. Um den durch die Fakultät gedeckten Grundbedarf an praxisorientierter Lehre – insbesondere im MA Theater- und Medienwissenschaft – zu erweitern und zu vertiefen, bedarf es einer Ergänzung durch eine künstlerische Gastdozentur, die an arrivierte, international tätige Künstlerinnen und Künstler vergeben wird. Das damit verknüpfte Konzept des „Theater-Theorie-Praxis-Labors“ sieht vor, eine Künstlerin / einen Künstler einzuladen, der bzw. die über ein oder zwei Semester Projektseminare in Form von Intensiv-Workshops durchführt, welche durch forschungsorientierte Veranstaltungen der hauptamtlich Lehrenden flankiert werden.

  • Prof. Dr. Clemens Risi
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Theaterwissenschaft mit Schwerpunkt Performance und Gegenwartstheater
  • Bewilligte Summe: 3.600 €
  • WS 2017/2018

Wissen über empirische bildungswissenschaftliche Forschung wird als wichtige Grundlage für professionelles Lehrerhandeln gewertet. Im Rahmen der universitären Lehrerausbildung gibt es jedoch Hinweise darauf, dass Lehramtsstudierende bereits beim Eintritt ins Studium ein im Vergleich zu Angehörigen anderer universitärer Studiengänge geringeres Interesse an Forschung und wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung aufweisen. Andererseits zeigt die Erfahrung in der Lehre im Bereich der pädagogischen Psychologie im Rahmen des EWS-Studiums, dass bei vielen Lehramtsstudierenden durchaus Interesse an empirischer bildungswissenschaftlicher und pädagogisch-psychologischer Forschung, sowie die Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung damit besteht. Zur Förderung forschungsmethodischen Wissens und forschungsmethodischer Kompetenzen von interessierten Lehramtsstudierenden ist daher ein Tutorium „Bildungswissenschaftliche Forschung verstehen, beurteilen, planen“ geplant.

  • Dr. Gabriele Peitz
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Pädagogische Psychologie
  • Bewilligte Summe: 7.194,48 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

Digitale Medien bieten im Studium und in der Arbeitswelt große Chancen. Allerdings können die ständige Erreichbarkeit, der Druck eingehende Nachrichten möglichst schnell zu bearbeiten, eine steigende Informationsmenge bei teilweise geringer Informationsqualität, fehlende Kontrollierbarkeit oder auch ein Übermaß an (sozialer) Kontrolle auch sogenannten digitalen Stress auslösen. Mit dem beantragten praxisorientierten Projektseminar sollen diese genannten Stressbewältigungskompetenzen von Studierenden gefördert, Praxis in der Lehre gestärkt und teilnehmenden Studierenden berufsrelevante und vielseitig einsetzbare Kompetenzen vermittelt werden.

  • Dr. Katharina Ebner
  • Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
  • Wirtschaftspsychologie
  • Bewilligte Summe: 8.638,88 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

Die Veranstaltung Internationale Unternehmensführung, die durch den Lehrstuhl für Unternehmensführung angeboten wird, vermittelt den Studierenden zentrale Kenntnisse im Bereich Unternehmensführung und beschäftigt sich mit den Grundfragen der Führung international tätiger Unternehmen. In der Vergangenheit wurde die Veranstaltung in Form einer Vorlesung und einer Übung angeboten. Seit dem Sommersemester 2015 wird das Modul als Online-Kurs mit integrierten Präsenz- und Interaktionselementen („Blended Learning“) angeboten und soll zukünftig dauerhaft die bisherige Veranstaltungsform ersetzen. Die innovative Konzeption eines Online-Kurses ermöglicht unter Einsatz verschiedener Medien eine noch gezieltere Art der Wissensvermittlung. Vorteile für die Studierenden ergeben sich vor allem aufgrund der zeitlichen und örtlichen Flexibilität, die der Online-Kurs mit sich bringt. Dies erleichtert den Studierenden nicht nur die individuelle Gestaltung ihres regulären Studienverlaufs, sondern auch die Integration eines Auslandssemesters in ihr Studium. Darüber hinaus erwerben die Studierenden durch die Nutzung der Online-Lernplattform indirekt IT-Kenntnisse. Mit dem hier beantragten Projekt soll der Kurs in die Mehrsprachigkeit geführt und inhaltlich optimiert werden.

  • Prof. Dr. Harald Hungen
  • Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
  • Unternehmensführung
  • Bewilligte Summe: 8.000 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

In diesem Projekt sollen interaktive Lehrvideos erstellt werden, die sowohl in das Blockpraktikum der Orthopädie als auch in klinische bzw. Forschungspraktika von Medizintechnik-Studierenden integriert werden sollen. In den Lehrvideos zu OP-Techniken und 360°-Ansichten zu relevanten Schritten während der OP sollen routinemäßig durchgeführte Eingriffe in der Orthopädie Schritt für Schritt erklärt und mit interaktiven Elementen angereichert werden. Dadurch wird ein besseres Verständnis für die einzelnen Schritte während der OP geschaffen, Zusammenhänge können besser hergestellt werden und damit letztlich dauerhafte Lerneffekte erzielt werden.

  • Dr. Stefan Sesselmann
  • Medizinische Fakultät
  • Orthopädie
  • Bewilligte Summe: 9.966,35 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

Um den Veränderungen im Fachgebiet der Medizinischen Informatik gerecht zu werden bedarf es nicht nur einer kontinuierlichen Anpassung der Inhalte einzelner Vorlesungen, sondern einer grundlegenderen Überarbeitung der Lehre-Module. Dies erfordert unter anderem das Erstellen neuer Modulhandbücher sowie eine Harmonisierung der Lehrinhalte. Darüber hinaus soll das Erlangener Medizininformatiklabor (EMIL) noch stärker als bisher in die Lehre integriert und somit für eine praxisnahe studentische Ausbildung genutzt werden. Mit EMIL wurde eine Lehr- und Forschungsumgebung
initiiert, um Studieninhalte an echten Systemen (beispielsweise einem Arztinformationssystem oder einem Patientendatenmanagementsystem) praktisch vermitteln zu können. Das EMIL stärkt vor allem die Forschungsorientierung der Lehre, weil es ein Forum für den Austausch zwischen Studenten und Dozenten, aber auch anderen Forschungspartnern und Firmen im Sinne eines Demonstrations- und Versuchslabors bietet.

  • Dr. Marin Sedlmayr
  • Medizinische Fakultät
  • Medizinische Informatik
  • Bewilligte Summe: 9.500 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

In einer großen Mathematik-Vorlesung für Ingenieure (ca. 200-400 Studierende) sollen die besten drei Studierenden einer Klausur mit einer Urkunde und einem Buchpreis bedacht werden. Bisher läuft das Lösen der Übungsblätter und das Schreiben der Klausur weitgehend unpersönlich ab. Das soll durch den Buchpreis geändert werden.
  • PD Dr. Nicolas Neuß
  • Fakultät Naturwissenschaftliche Fakultät
  • Angewandte Mathematik III
  • Bewilligte Summe: 500 €
  • WS 2017/2018

An der Technischen Fakultät finden e-Prüfungen zurzeit ausschließlich im gemeinsamen CIP-Pool des Departments MB und CBI in der Konrad-Zuse-Straße statt. Es stehen dabei 100 Arbeitsplätze zur Verfügung, die durch eine zentrale Verwaltung (Software Mastersolution) effizient und schnell für e-Prüfungen zur Verfügung gestellt werden können. Das Angebot wird von der gesamten Universität gut angenommen. Ziel des Projekts ist der Ausbau der bisher 100 Plätze für e-Prüfungen auf insgesamt ca. 350 Plätze (+ 250) unter Hinzunahme der CIP-Pool-Kapazitäten der Departments Informatik und EEI, indem Anpassungen an den CIP-Pool vorgenommen werden, die eine Einbindung in e-Prüfungsinfrastruktur ermöglichen.

  • Dr. Christian Brosch
  • Technische Fakultät
  • Informatik
  • Bewilligte Summe: 7.687,44 €
  • WS 2017/2018

Das Vorlesungsmodul Grundlagen der Informatik (GdI) ist eine der größten Exportveranstaltungen der Technischen Fakultät mit jährlich mehr als 1.000 Studierenden. Im Zuge der Modernisierung wurden die Vorlesungsfolien auf eine interaktive HTML-Umgebung umgestellt, was von den Studierenden sehr positiv aufgenommen wurde. Allerdings fehlte bisher die Einpassung an die jeweiligen Studiengang.  Daher wird mit diesem Projekt ein Teil der Übungen auf die praktischen Anforderungen der verschiedenen Studiengänge zugeschnitten, um den Studenten die Wichtigkeit der Informatik für ihr weiteres Studium zu vermitteln.

  • Dr.-Ing. Frank Bauer
  • Technische Fakultät
  • Informatik 9
  • Bewilligte Summe: 8.380 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

Ingenieure sind ebenso wie Chemiker durch ihr Wissen und ihre Tätigkeitsbereiche in der chemischen Industrie, an Hochschulen und im produzierenden Gewerbe besonders stark in die Entwicklung und Nutzung von Wertschöpfungsketten integriert. Viele Wertschöpfungsketten sind jedoch nicht nachhaltig. Im Rahmen der Ausbildung von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern werden Aspekte der Nachhaltigkeit bislang allenfalls am Rande des Studiums behandelt. An der FAU wurde daher der deutschlandweit bisher einzigartige Studiengang „Chemical Engineering – Nachhaltige Chemische Technologien“ eingeführt. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Pflichtvorlesungen „Nachhaltige Chemische Technologien“, um ein interdisziplinäres Seminar ergänzt werden sollte. Es ist geplant, ein freiwilliges Zusatzseminar im Umfang von 3 SWS mit externen und internen Vorträgen und Aktivitäten anzubieten, in dem die Teilnehmer die Möglichkeit haben, über ihre grundlegende Fachausbildung hinaus, weitergehende Aspekte der Nachhaltigkeit kennenzulernen, zu diskutieren und zu bewerten.

  • Prof. Martin Hartmann
  • Technische Fakultät
  • Erlangen Catalysis Resource Center
  • Bewilligte Summe: 3.000 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

Seit 2015 bietet das Institut für Biochemie Schülerpraktika an, in denen Schüler/innen der Jahrgangsstufe 11/12 einen ersten Einblick in naturwissenschaftliches Arbeiten erhalten. Bislang sind in dieses Schülerlabor noch keine Studenten des Lehramts für Gymnasiallehrer etwa für Biologie oder Chemie integriert worden, was aber sehr sinnvoll wäre. Für die konzeptionelle Weiterentwicklung des Schülerlabors sollen daher Lehramtsstudierende neue Experimente entwickeln und testen, und gemeinsam mit Promotionsstudenten des Lehrstuhls für Biochemie und Molekulare Medizin in das Schülerlabor integrieren.

  • Prof. Dr. Anja Boßerhoff
  • Medizinische Fakultät und Naturwissenschaftliche Fakultät
  • Entwicklungsbiologie
  • Bewilligte Summe: 4.800 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

Es besteht ein immenser Bedarf an praxisnahen Angeboten zur Reflexion wie der Entwicklung von Eignung bei Lehramtsstudierenden. Dieser Bedarf ist unter anderem auf die Persönlichkeitsentwicklung fokussiert, insbesondere auf Sprache, Stimme, Rhetorik und Präsens bzw. Präsentation. Die spezifischen Anforderungen des Lehrer/innenberufs an das persönliche Profil wie die Salutogenese der angehenden Lehrkräfte verlangen nach einem auf dieses Berufsfeld zugeschnittenen Angebot. Nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern der gesamte Auftritt einer Lehrperson ist entscheidend für eine interessante und erfolgreiche Wissensvermittlung in der Schule. Um das Auftreten vor Schulklassen lernen, einüben und reflektieren zu können, wird vom Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft, den Studierendenvertreterinnen im ZfL-Vorstand, der ZfL-Geschäftsstelle im Projekt Lehr:werkstatt und dem ZiWiS ein modular aufgebautes Kursangebot für Lehramtsstudierende eingeführt.

  • Dr. Birgit Hoyer
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Zentral
  • Germanistik, Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen, Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung
  • Bewilligte Summe: 7.000 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

Wissenschaftsgeschichte beschäftigt sich mit der historischen Bedingtheit von Wissenschaft, ihrer Entwicklung und Veränderung. Sie stellt eine wichtige Ergänzung des Wissens, das im Fachstudium gewonnen wird, und bildet eine grundlegende Voraussetzung für die kritische Reflexion des Wesens und der Rolle von Wissenschaft und ihrer Methoden. Da das Fach Wissenschaftsgeschichte als solches an der FAU nicht vertreten ist, soll mit dem vorliegenden Konzept ein erster Impuls gesetzt werden, der zudem eine wichtige Ergänzung der Schlüsselqualifikationen und des Lehr- und Forschungsbereichs Wissenschaftsreflexion darstellt.

  • Dr. Michael Jungert
  • Zentral
  • Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen
  • Bewilligte Summe: 6.600 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

In der Lernplattform der FAU, StudOn, wurde ein neuer Fragetyp – STACK – für Mathematik und Naturwissenschaften integriert , der mathematisch korrekte Antworten akzeptiert und auswertet und ein ausgefeiltes antwortspezifisches Feedback anbieten kann. Er steht als Fragetyp in dem Objekt Test in StudOn zur Verfügung. Mit STACK können mathematische Ausdrücke wie beispielsweise Gleichungen, Mengen oder Matrizen als Lösung nicht nur wie bei Multiple-Choice-Aufgaben ausgewählt, sondern komplett eingegeben werden. STACK validiert und bewertet dann die Antworten. Die Prüflinge erhalten Validitätsfeedback – auch in einer Prüfung – wodurch sie verstehen können was eine Fragestellung von ihnen erwartet. Außerdem können für teilweise richtige Ergebnisse Teilpunkte vergeben werden. Im vorliegenden Projekt wird ein Schulungskonzept entwickelt, das Lehrenden aus dem MINT-Bereich die Nutzung und den Einsatz dieser STACK-Fragen nahebringt.

  • Paul Held
  • Zentral
  • Institut für Lerninnovation
  • Bewilligte Summe: 9.700 €
  • WS 2017/2018

Projekte des Fokus Lehrerbildung

Da sprachliche Bildung zentral für schulische und soziale Teilhabe aller Schüler/innen ist, sollte sie integraler Bestandteil jedes Unterrichts in allen Fächern und in allen Schulformen und damit der allgemeinen Lehramtsausbildung sein. Um angehende Lehrkräfte besser auf ihre zukünftigen Anforderungen vorzubereiten, bedarf es einer flächendeckenderen Ausbildung in diesem Bereich. Es stellt sich die Frage nach Lehrkonzepten, die – im Sinne einer Basisqualifikation – Studierenden grundlegende Kompetenzen im Umgang mit sprachlicher Heterogenität vermitteln. Dabei wurden bisher die Potenziale der ästhetischen Fächer wie Musik für die sprachliche Förderung der Lernenden mit Deutsch als Zweitsprache in der Lehramtsausbildung und in der Forschung vernachlässigt. In einer fächerübergreifenden Kooperation zwischen der Musikpädagogik, der Didaktik des Deutschen als Zweitsprache (DiDaZ) und der Schulpädagogik soll dem nachhaltig Rechnung getragen werden. Jeweils 15 Studierende aus den Fächern Musik und DiDaZ sollen in einem gemeinsamen Seminar im Sinne kooperativen Lernens aktiv Ideen und Material reflektieren und entwickeln – unter musikpädagogischen und sprachlichen Aspekten.

  • Prof. Dr. Wolfgang Pfeiffer
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Musikdidaktik, Didaktik des Deutschen als Zweitsprache
  • Bewilligte Summe: 4.240 €

In Anknüpfung an den Basisantrag für das Fach Englisch, sowie in Kooperation mit dem Projekt „Kombiseminar Lehramt – Verknüpfung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik mit praktischer Anwendung in Projektschulen“ im Rahmen des bundesweiten Netzwerks „Lehre hoch n“, soll die Konzeptionierung und Umsetzung eines entsprechenden Kombiseminars für Lehramtsstudierende im Fach Spanisch erfolgen. Kernpunkt des Vorhabens ist die Erweiterung der bestehenden Lehre durch ein sowohl theorie- als auch praxisumfassendes Seminar. Dieses soll den Studierenden bereits in einer relativ frühen Phase ihres Studiums ermöglichen, die Verbindungen und Synergieeffekte zwischen den einzelnen Teildisziplinen (Fachdidaktik, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft und Linguistik) zu erfahren und in Unterrichtsexperimenten praktisch anzuwenden. Ziele sind die Stärkung der Forschungsorientierung in der Lehrerbildung, die Verbesserung der wissenschaftlichen sowie praxisorientierten Kompetenzen und die Ausdehnung der interdisziplinären Kompetenzen des Lehrpersonals.

  • Dr. phil. Miguel Gutiérrez Maté
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Fremdsprachendidaktik, Romanistik
  • Bewilligte Summe: 10.000 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

Das Schulmuseum der Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt derzeit eine spezifisch an den Bedürfnissen von Jugendlichen orientierte Ausstellung mit Lernlabor zur Schülerbewegung im Rahmen der „1968er Revolte“. Um den Lernprozess unter den Jugendlichen zu maximieren, soll das Interesse an quellenkritischen Zugängen zu den historischen Objekten durch eine eigene mediale Unterstützung gestärkt werden. Mit Hilfe von Tablets soll die Erschließung der in den Objekten verborgenen Inhalte unterstützt werden. Zugleich versucht das Vorhaben hochschuldidaktisch die Idee des forschenden Lernens durch direkte Einbindung von Lehramtsstudierenden in die Entwicklung und Beforschung einer medialen Ausstellungseinheit bzw. des zugehörigen Lernlabors umzusetzen.

  • Dr. Mathias Rösch
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Schulmuseum, Mediendidaktik, Geschichtsdidaktik
  • Bewilligte Summe: 9.870 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

Lehrkräfte sind überproportional von Burnout-Symptomen und Depressionen betroffen, was häufig zu Berufsunfähigkeit führen kann. Die Schulung von Achtsamkeit („mindfulness“) gegenüber sich selbst (Selbstfürsorge) wie auch seiner Umwelt gegenüber durch spirituelle Meditations- und Entspannungstechniken trägt zur Stress-Resilienz bei und beugt somit Burnout vor. Das Ziel des Projekts besteht in der Vermittlung einerseits von didaktisch-methodischen performativen Handlungskompetenzen sowie andererseits von Selbstwahrnehmungs-, Selbstreflexions- und Selbstregulationskompetenzen, die für den praktischen Vollzug des Lehrerberufs und damit sowohl für den Erfolg von Unterricht als auch für die Pflege und Aufrechterhaltung der Lehrergesundheit (Resilienz) ausschlaggebend sind.

  • Dr. Werner Haußmann
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Religionspädagogik und Gesundheitspsychologie
  • Bewilligte Summe: 10.000 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

Das Ziel des Projektes ist es, die Fähigkeiten und Kompetenzen von angehenden Lehrerinnen und Lehrern zur fachbezogenen und psychologisch fundierten Lernprozessbegleitung problemorientiert zu fördern. Denn erfolgreiches unterrichtliches Handeln basiert auf Fach- und auf Lernexpertise. Lernen anzuregen, zu unterstützen und zu beurteilen sind die Hauptaufgaben von Lehrerinnen und Lehrern im Unterrichtsalltag. In Doppel‐Seminaren, die gemeinsam von einer Person mit Fachexpertise und einer Person mit Expertise im Bereich der Lernprozessbegleitung angeboten werden, werden die Studierenden gezielt angeleitet, auf der Basis psychologischer Lernkonzepte zu reflektieren, wie die Wissens‐ und Kompetenzentwicklung in konkreten fachlichen Bereichen gefördert, unterstützt und diagnostiziert werden kann.

  • Dr. Klaudia Kramer
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Psychologie und Romanistik
  • Bewilligte Summe: 8.000 €
  • WS 2017/2018

In einem inklusiven Bildungssystem werden Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf, Verhaltensauffälligkeiten und Migrationshintergrund nicht ausgeschlossen, sondern lernen mit anderen Kindern von Anfang an gemeinsam. Die Umgestaltung von Schulen hin zu inklusiven Lernorten bedeutet für Lehrkräfte eine Veränderung ihres Handelns, ihrer Unterrichtsgestaltung und ihres Umgangs mit Kindern, Eltern sowie Kolleginnen und Kollegen. Schon lange sind aber Lehrkräfte häufiger als andere Personen- und Berufsgruppen hoch belastet. Ziel des Projekts ist eine modular aufgebaute Aus- und Fortbildungseinheit, die die belastende Situationen in inklusiven Settings identifiziert, eine reflektierte Auseinandersetzung mit den personalen Ressourcen stärkt, soziale Ressourcen aufzeigt und eine adäquate Mobilisierung und Nutzung emotionaler Ressourcen fördert.

  • Prof. Dr. Sabine Martschinke
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • GS-Didaktik und Psychologie
  • Bewilligte Summe: 9.983,36 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

Die gesellschaftlich relevanten umwelt-geowissenschaftlichen Herausforderungen nehmen permanent zu, allen voran Aspekte des Klimawandels und zunehmend knapper werdende Ressourcen. Dennoch erwerben die Lehramtsstudierenden der Geographie bezüglich der geologischen Inhalte der gymnasialen Lehrpläne lediglich eine Einführung und kaum didaktische Kompetenzen, da eine eigenständige geologische Didaktik bisher nicht ausgearbeitet ist. Auf universitärer Ebene fehlt eine gemeinsame Ausbildung geowissenschaftlicher Inhalte von Geographie und Geologie für die Lehramtsstudierenden fast gänzlich. Daher soll das Zusatzstudium „Geowissenschaften im Lehramt“ aufgebaut und angeboten werden.

  • Dr. Anette Regelous
  • Naturwissenschaftliche Fakultät, Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Geozentrum, Geografiedidaktik
  • Bewilligte Summe: 10.000 €
  • WS 2017/2018 und SS 2018

Kontakt

Esther Paulmann

  • Telefonnummer: 09131/85-25821 (Mo.) 85-61112 (Di.-Fr.)
  • Faxnummer: +49 9131 85-22188
  • E-Mail: esther.paulmann@fau.de