Innovationsfond – Projekte 2020/2021

Engagement und Innovationen in der Lehre

Auch im Wintersemester 2020/21 und Sommersemester 2020 konnten wieder zahlreiche innovative Lehrprojekte im Innovationsfonds Lehre gefördert werden: insgesamt 24 Projekte im allgemeinen Innovationsfonds und vier weitere Projekte im Rahmen des Schwerpunktes Lehrerinnen- und Lehrerbildung.

Projekte des allgemeinen Innovationsfonds 2020/2021

Entwicklung eines interdisziplinären, kooperativen Seminars zur digitalen Bildung von Lehramtsanwärter*innen (und Pfarrer*innen)

  • Dr. Nadine Hamilton
    Dr. Saskia von Münster
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Lehrstuhl für Praktische Theologie
    Lehrstuhl für Systematische Theologie I
  • Bewilligte Summe: 5037,40 €

Inhaltlich zentriert sich der Podcast mit dem Arbeitstitel „BuchFINK – ein Podcast der FAU zu Kinder- und Jugendliteratur“ um den Themenkomplex der Kinder- und Jugendliteratur als Teil der forschungsorientierten Lehre in Seminaren. Kernidee des Projektes ist es, alternative Formen mündlicher Präsentationen für Studierende anzubieten, um damit den Erwerb essenzieller digitaler Kompetenzen, wissenschaftlicher Techniken und interdisziplinäre Perspektiven der Studierenden im Studium zu fördern. Der Antrag betrifft auch – aber nicht nur – die Lehrerinnen- und Lehrerbildung, da alle beteiligten Seminare polyvalent ausgerichtet sind.

  • Prof. Dr. Maren Conrad
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Neuere deutsche Literatur mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur
  • Bewilligte Summe: 6.337,24 €

Das Ziel ist die Entwicklung eines innovativen, digitalen Lehrformats für eine Lehrveranstaltung („Bibelkunde Altes Testament“), die in nahezu sämtlichen Studiengängen am Fachbereich Theologie (Evangelische Theologie/Kirchlicher Abschluss, Evangelische Theologie/Religionslehre Gymnasium, BA Kulturgeschichte des Christentums) zu den Pflichtveranstaltungen in der Studieneingangsphase gehört und mit einer aufwändigen und anspruchsvollen Prüfung (Biblicum) abgeschlossen wird.

  • Dr. Sarah Schulz
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Lehrstuhl für Altes Testament I
  • Bewilligte Summe: 6.003,76 €

Forschungsmethoden sind ein wichtiger Bestandteil der universitären Lehre. Im Lehramtsstudium kommen Veranstaltungen zum Thema Forschungsmethoden häufig zu kurz oder finden wenig Zuspruch seitens der Studierenden, die die Relevanz von forschendem Arbeiten und Lernen häufig für sich nicht so hoch einschätzen. Durch das neue Lehr-Lernformat des Flipped Classrooms zum Thema „Forschungsmethodologische Grundlagen“ (FMG) sollen sich Lehramtsstudierende im Fach Sport mit forschungsmethodologischen Themen auseinandersetzen, sodass sie Kompetenzen im wissenschaftlichen Arbeiten (und zur Vorbereitung der eigenen Zulassungsarbeit) sowie Fähigkeiten in der Reflexion, Bewertung und Einschätzung von wissenschaftlichen Arbeiten und Texten
erwerben. Für die Konzeption und Umsetzung dieses neuen Lehr-Lernformates für Lehramtsstudierende besteht ein Bedarf an zusätzlichen personellen Ressourcen und es wird daher eine finanzielle Förderung beantragt.

  • Prof. Dr. Anne Kerstin Reimers
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Public Health und Bewegung
  • Bewilligte Summe: 6.542,25 €

Umgestaltung der Veranstaltung „Quantitative Methoden“ (Vorlesung) und „Computergestützte Datenanalyse zu quantitativen Methoden“ (Übung) in ein Flipped Classroom Konzept, die auf den im BA Studium Soziologie erworbenen Grundkenntnissen in den Methoden der Datenerhebung und der induktiven und deduktiven Statistik aufbauen. Sie vermittelt weiterführende Kenntnisse in quantitativen Verfahren. Als Programmpaket wird das Datenanalyseprogramm Stata verwendet. Neben der Erarbeitung der methodischen Grundlagen der verschiedenen Verfahren üben die Studierenden in der begleitenden rechnergestützten Übung die praxisnahe Anwendung ein. Die Studierenden sollen damit die Befähigung zur späteren eigenständigen Analyse quantitativer Daten mittels fortgeschrittener Verfahren der Datenanalyse erhalten.

  • Dr. Katrin Drasch
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Institut für Soziologie
  • Bewilligte Summe: 9220,52 €

Das Digital Ethics Lab ist ein Studienangebot des Lehrstuhls für Systematische
Theologie II (Ethik) , das Studierenden im Sinne des hochschuldidaktischen Ansatzes des Forschenden Lernens den Raum und die Rahmenbedingungen zum eigenständigen Erarbeiten von theologisch-ethischen Themen bietet. Neben der Förderung des selbstständigen forschenden Arbeitens steht der digitale Kompetenzerwerb hinsichtlich der Produktion neuer und innovativer Vermittlungsformen von Lehr- und Lerninhalten im Vordergrund. Im Rahmen eines Labs – oder in anderen Worten: einer Lern- und Ideenwerkstatt – sollen Studierende im kreativen Austausch miteinander ihre Forschungsvorhaben von der Idee zum Forschungsergebnis bis hin zum digitalen Output entwickeln. Das Digital Ethics Lab organisiert hierfür die notwendigen Ressourcen und Rahmenbedingung, Coachings und das Mentoring durch Dozierende. Weiterhin und langfristig soll im Rahmen des Digital Ethics Lab neben der Lehrveranstaltung eine Plattform des digitalen Lernens entwickelt werden, auf welcher die teilnehmenden Studierenden des Digital Ethics Labs ihre digitalen Forschungsergebnisse veröffentlichen können sowie weitere zuverlässige Materialien und Informationen zu Themen der theologischen Ethik und E-Learning-Tools zum Erlenen des theologisch-ethischen Grundwissens zur Verfügung gestellt werden sollen.

  • Hannah Bleher
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Lehrstuhl für Systematische Theologie II (Ethik)
  • Bewilligte Summe: 8.821,- €

Aufgrund seiner jüngeren Geschichte ist Kuba ein hochinteressantes Forschungsgebiet für Forschungen im Bereich der hispanistischen Sprachwissenschaft, insbesondere, was die Verschränkung zwischen Sprachgebrauch und Gesellschaft betrifft. An der FAU wurde in Zusammenarbeit der Lehrstühle für Romanistik (Jansen) und Korpus- und Computerlinguistik (Evert) gemeinsam mit weiteren Beteiligten aus Deutschland und Kuba das erste Korpus zum Spanischen in Kuba erstellt. Gleichzeitig besteht eine enge Kooperation mit der Universität Havanna. Das vorliegende Projekt verfolgt das Ziel, ein Konzept für die forschungsorientierte Lehre in einem binationalen Format mit kubanischen Partnern zu entwickeln, dieses in ein webbasiertes Format zu überführen sowie in einem Pilotseminar zu erproben und schließlich dauerhaft zu etablieren. Dazu sollen E-Learning-Einheiten entwickelt werden, auf deren Grundlage binationale Tandems von Studierenden unter Anleitung von Forschenden der FAU und der Universität Havanna Forschungsprojekte bearbeiten, deren Ergebnisse wiederum in das Projekt einfließen.

  • Prof. Dr. Silke Jansen
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Romanistik (insbesondere Sprachwissenschaft)
  • Bewilligte Summe: 9.984,40 €

Gemeinsame Lehrveranstaltung für Studierende der Psychologie und der Medizintechnik, in der aktuelle Fragestellungen aus den Bereichen der Stressforschung mit Fokus auf digitalen Technologien in Gruppen untersucht werden. Mit dieser forschungsorientierten Lehrveranstaltung soll die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Disziplinen verstärkt werden. Hierbei sollen die Studierenden ihre individuellen Kompetenzen, die sie im Rahmen ihres Studiums gelernt haben, in interdisziplinären Teams zur Geltung bringen, um so voneinander zu profitieren.

  • Prof. Dr. Nicolas Rohleder
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Lehrstuhl für Gesundheitspsychologie
  • Bewilligte Summe: 9.879,36 €

In fachübergreifender Zusammenarbeit soll an der FAU eine Menschenrechtsklink (Human Rights Clinic) entstehen. In einer Human Rights Clinic werden Praxisprojekte durchgeführt, die Studierenden Raum für die Vertiefung von fachlicher Expertise und für die Entwicklung von berufsorientierten Kompetenzen geben. Die Studierenden arbeiten unter Anleitung des Clinic-Personals und in Absprache mit außeruniversitären Partnern an einem akuten Menschenrechtsproblem und entwickeln Lösungsansätze. Anders als die etablierten, rein juristisch arbeitenden Clinics wollen wir im Einklang mit dem interdisziplinären Menschenrechtsprofil der FAU ein Format entwickeln, in dem neben der juristischen Expertise auch politikwissenschaftliche Expertise integriert werden soll. Entsprechend werden auch die Studierenden aus beiden Fachgebieten kommen.

  • Prof. Dr. Anuscheh Farahat
  • Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
  • Öffentliches Recht, Migrationsrecht und Menschenrechte Institut für Politische Wissenschaft
  • Bewilligte Summe: 7.965 €

Wir möchten ein praxisorientiertes Seminar für Studierende anbieten, die sich für Nachhaltigkeitsthemen interessieren und ihr Wissen an der FAU in die Tat umsetzen wollen. Hierbei bildet die bereits bestehende enge Zusammenarbeit mit den studentischen Initiativen Sneep e.V. und MTP e.V. sowie des Fachbereichs Wirtschafts- und Sozialwissenschaft die Grundlage des Seminars. Der besondere Innovations-Charakter des Seminars ist in der großen Gestaltungsmöglichkeit der studentischen Initiativen begründet: Wir wollen im Seminar moderne Managementtools vorstellen und Nachhaltigkeitsmanagement-Methoden lehren, aber dies immer flexibel nach den Bedürfnissen und Ideen der Studierenden ausrichten. Es war ursprünglich auch deren Idee, mehr zu konkreten Praxislösungen an der Uni beizutragen, wir als Lehrstuhl verstehen uns in diesem Seminar daher in der Rolle des Wegbereiters.

  • Jennifer Adolph
  • Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
  • Lehrstuhl für Corporate Sustainability Management
  • Bewilligte Summe: 10.000 €

Ziel des Projektes ist es, die bestehende Lehre für das Bachelormodul „Enterprise Content and Collaboration Management“ (ECCM) hinsichtlich der Nutzung als Pflichtmodul sowohl in deutschsprachigen (z.B. Bachelor Wirtschaftsinformatik) als auch englischsprachigen (z.B. Bachelor
International Business Studies, International Economics Studies) Studiengängen zu überarbeiten. Hierzu soll der Digitalisierungsgrad des Lehrformates ausgebaut und die Präsenzlehre sinnvoll durch digitale
Elemente unterstützt bzw. aufgewertet werden. Durch die Kombination eines zweisprachigen (Deutsch und Englisch) Online- und Offlineangebotes sollen Studierende die Möglichkeit erhalten, ihr Studium selbstbestimmter zu gestalten.

  • Jessica Ochmann
  • Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
  • Schöller-Stiftungslehrstuhl für Wirtschaftsinformatik (Laumer)
  • Bewilligte Summe: 8.633,40 €

Mit dem Seminar „Auf dem Weg zu nachhaltigem Projektmanagement – Methodenseminar für nachhaltiges Projektmanagement in Praxis und Forschung“ möchten wir Studierenden sowohl Basiskompetenzen im Projektmanagement vermitteln, sowie auch die Mitarbeit am innovativen Forschungsfeld „Nachhaltigkeit im Projektmanagement“ ermöglichen. Dazu binden wir einen an unserem Lehrstuhl extern-promovierenden Unternehmensberater als Experten für nachhaltiges Projektmanagement in das Seminarkonzept ein. Es wird gleichzeitig von mir als angestellte Lehrkraft der FAU betreut und gewährleistet, dass das Seminarkonzept langfristig in den Lehrbetrieb inkludiert werden kann.

  • Peter Wehnert
  • Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
  • Lehrstuhl für Corporate Sustainability Management
  • Bewilligte Summe: 7.513,56 €

Im Rahmen des Innovationsprojektes soll die interdisziplinäre Verschränkung zweier Module in einem interaktiven, praxisorientierten Blended-Learning Format erfolgen. Anhand von Fallsituationen erfolgt eine kooperative modulverschränkte Aufgabenbearbeitung durch die Studierenden, zu deren Umsetzung ein umfangreicher und interaktiv nutzbarer virtueller Materialpool entwickelt wird. Ein komplexes online-basiertes Rückmelde- und Feedbackverfahren unterstützt die Begleitung und das Lernen der Studierenden.

  • Prof. Dr. Nicole Kimmelmann
    Prof. Bellmann
  • Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
  • Berufspädagogik, Wirtschafts- und Betriebspädagogik
  • Bewilligte Summe: 9.785,52 €

Der Antrag hat die Erarbeitung praxistauglicher Konzepte im Bereich des juristischen Prüfens zum Gegenstand. Insbesondere soll es dadurch möglich werden, den kompletten Workflow einer juristischen Prüfung samt Korrektur, Feedback und mündlichen Elementen im digitalen Raum (zukunftssicher) abzubilden.
Von dem Projekt sollen die Studierenden, Dozierenden und Korrigierenden des Fachbereichs Rechtswissenschaft durch entsprechende (neue) Angebote zum digitalen Prüfen profitieren. Gedacht ist mit dem Antrag nur in marginalem Umfang an technische Anpassungen, sondern vielmehr
an Bestandserhebung und Konzeptentwicklung aus juristisch-fachdidaktischer Sicht. Schwerpunkte liegen auf den Themen „Vorbereitung auf das Schreiben der Klausuren“ und „Feedback nach der Klausur“

  • Dr. Martin Zwickel
  • Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
  • Serviceeinheit „Lehre und Studienberatung“
  • Bewilligte Summe: 7.799,16 €

Ziel dieser Maßnahme ist es, die zusätzlichen Entwicklungskosten für eine „customized“ Lösung der DSS für die Lehre in Erlangen zu finanzieren, durch die sowohl aus unserer als auch aus Sicht der Firma VM-Scope eine innovative Verbesserung ermöglicht wird.

  • Dr. med. Carol Geppert
  • Medizinische Fakultät
  • Pathologie in Kooperaton mit Anatomie und Neuropathologie
  • Bewilligte Summe: 4.760,- €

Es wurden bereits nachhaltige Qualitätsverbesserungen in der Ausbildung erreicht durch die schrittweise Einführung des innovativen, rheumadidaktischen Lehrkonzept „Rheuma (be-) greifen“. Dieses von uns entwickelte Lehrkonzept mit digitalen und virtuellen Elementen beruht auf der sequentiellen Anwendung verschiedener Visualisierungs- und Untersuchungsmethoden bestehend aus aktuell 4 Modulen, wodurch Studierende rheumatologische Gelenkpathologien nicht nur erkennen, sondern auch nachhaltig verstehen und erleben sollen. Hiermit beantragen wir die Förderung eines fünften, ergänzenden Moduls für den Einsatz einer Mixed Reality Applikation in Kombination mit fotorealistischer Bildgebung.

  • Dr. med. Arnd Kleyer
  • Medizinische Fakultät
  • Digitale Rheumatologie und experimentelle Bildgebung
  • Bewilligte Summe: 4.000 €

Es soll ein Phantom zur Biopsie der Niere für die studentische Ausbildung angeschafft werden. Die Nierenbiopsie ist der Goldstandard in der nephrologischen Diagnostik, da nur die Histologie und lmmunhistochemie
letztlich die zugrundeliegenden pathologischen Veränderungen in der Niere detektieren können. Bislang musste dieses wichtige diagnostische Werkzeug immer theoretisch erläutert werden, da die invasive und für den (dabei wachen) Patienten oft belastende Untersuchung unter sterilen Kautelen kaum Möglichkeiten für eine lebensnahe studentische Veranschaulichung lässt. Damit blieb den Studierenden bislang aber auch leider eine immer nur sehr vage Vorstellung, wie die Untersuchung durchgeführt wird und welche zahlreichen Besonderheiten dabei zu beachten sind. Somit würde die Vorhaltung eines Nierenbiopsiephantoms eine erhebliche qualitative Verbesserung in der Ausbildung der Studierenden bewirken.

  • Prof. Dr. med. Karl F. Hilgers
  • Medizinische Fakultät
  • Nephrologie und Hypertensiologie
  • Bewilligte Summe: 5.809 €

Praktika in den Lebens- und Naturwissenschaften sind typischerweise geprägt von einem hohen „Anspruch-zu-Zeit“ Verhältnis, einmaligem und erstem Kontakt der Studierenden zu zumeist teuren Forschungsgeräten, welche in Praktika eingesetzt werden, limitierende Interaktion mit den zugrundeliegenden Messtechnik-Systemen und mangelnde Wiederholbarkeit von Versuchen bei Fehlschlägen aufgrund von Zeit-, Personal- und Geräte-Ressourcen. Ferner weisen die klassischen Vorbereitungsmedien, wie Praktikumsskript, einerseits nur explizit unidirektionalen Wissenstransfer ohne Feedback-Möglichkeiten seitens der Studierenden auf, andererseits bleiben komplexe Verfahrensabläufe und Messtechniken nur auf die deskriptive Darstellung im Zweidimensionalen beschränkt. Inspiriert von neuartigen ‚blended learning‘ Ansätzen unserer Kollaboration mit der University of New South Wales, wo unter Einbeziehung digitaler Lernkonzepte virtuelle Laboratorien als Vor-, Begleit- und Nachbereitung von Nasslabor-Praktikums-Versuchen nicht nur das Engagement der Studierenden sondern auch besseres Verständnis zu Messtechniken, Transfer-skills und Feedback Möglichkeiten in einer „gamifizierten“ Umgebung etabliert werden konnten, haben wir ein neues Konzept entwickelt, die Praktikumsvor- und Nachbereitung zu einem Master-Studiengangs Kurs für das Fach Medizinische Biotechnologie im Studiengang Life Science Engineering (LSE) als augmented learning experience zu gestalten. Diese beinhaltet die Transformation des Praktikums-Setting in eine virtual reality Umgebung. Sie soll darüber hinaus als Best Practice Beispiel die Weiterentwicklung von virtual (reality) labs (VR labs) für andere Fächer an der FAU voranzutreiben. Wir benutzen hierzu unsere selbst-entwickelte Biomechatronik-Plattform MyoRobot, die mit interaktiven Elementen unter Programmierung in HTML5 und Verwendung der 3D rendering Plattform Unity in StudOn die Lerninhalte des Praktikums im Sinne eines Role Player Game (RPG) erarbeiten soll.

  • Prof. Dr. Oliver Friedrich
  • Technische Fakultät
  • Lehrstuhl für Medizinische Biotechnologie
  • Bewilligte Summe: 10.000 €

Getrieben durch die stetig zunehmende Digitalisierung der Produktentwicklung und Fertigung gewinnen Digitale Zwillinge, die die Verbindung von Modellen aus der Produktentwicklung mit Datenströmen aus Fertigung und Produktbetrieb beschreiben, immer mehr an Bedeutung. Insbesondere im Toleranzmanagement können solche Digitalen Zwillinge nutzbringend eingesetzt werden, um beispielsweise Fügepartner zu identi€zieren, die trotz geometrischer Abweichungen ideal zueinander passen, wodurch Fertigungskosten verringert und die Produktqualität erhöht werden kann. Motiviert durch die zunehmende Bedeutung dieser Ansätze bei gleichzeitigem Mangel an Ausbildungsangeboten hierzu soll im Rahmen des beantragten Projektes eine Lehreinheit als Ergänzung zum Wahlfach ”Robust Design und Toleranzmanagement“ erarbeitet werden, in der die Studierenden Kompetenzen zur eigenständigen Entwicklung eines Digitalen Zwillings und dessen beispielha‰en Nutzung im Toleranzmanagement erwerben.

  • Dr. Benjamin Schleich
  • Technische Fakultät
  • Lehrstuhl für Konstruktionstechnik
  • Bewilligte Summe: 3.000 €

Für eine erfolgreiche, wettbewerbstaugliche Entwicklung von Medizinprodukten, fokussiert auf eine Marktzulassung, sind Grundkenntnisse über die gesetzlichen Vorgaben unerlässlich.
Das Zentralinstitut für Medizintechnik (ZiMT) an der FAU bietet Masterstudierenden und externen (professionellen) Teilnehmenden die Möglichkeit, ihr Wissen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu perfektionieren. Das aktuelle Angebot besteht aus dem Seminar „Medizinprodukterecht“ auf Deutsch, dem Seminar „Medical Device Regulation“ auf Englisch, sowie den Entrepreneurship Trainings, die seit dem Sommersemester 2020 digital abgehalten werden. Auf Wunsch der Studierenden und insbesondere der externen Teilnehmenden und als Ergänzung und Erweiterung des internationalen Angebots, plant das ZiMT in Zusammenarbeit mit Dozenten aus der Wirtschaft innovative Web-Based Trainings zu den Themen Medizinprodukterecht und Medical Device Regulation auf Deutsch und auf Englisch zu erstellen und in den Umlauf zu bringen.

  • Lisa Walter
  • Technische Fakultät
  • Zentralinstitut für Medizintechnik (ZiMT)
  • Bewilligte Summe: 6.543,12 €

Das Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung führt gemeinsam mit dem Green Office einen Wettbewerb für Studierende der FAU durch, in dem Ideen gesammelt werden, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in
der Lehre realisiert werden kann. Die Impulse erfahren nicht nur Ehrung, sondern werden so aufbereitet, dass möglichst viele von ihnen Eingang in die Lehre der Universität erhalten. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Lehrerbildung. Das Vorhaben soll ein zentraler Impuls für die aktuellen Bemühungen sein, Nachhaltigkeitsthemen an der FAU mehr Raum zu geben.

  • Dr. Katrin Valentin
  • Zentral
  • Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung
  • Bewilligte Summe: 8.400 €

Auf dem Weg zum Studium Oecologicum Vermittlung klimarelevanter Forschungsprojekte der FAU und klimabezogener Bildung an Studierende, allgemeine Öffentlichkeit und spezifische Gruppen
Das beantragte Projekt soll zur Behebung zweier zentraler Defizite in der Lehre zum Themenbereich Klimawandel beitragen:
1. An der FAU findet zwar wesentliche klimarelevante Forschung statt, diese verbleibt aber in den engen Grenzen des Fachdiskurses.
2. In den Fällen, in denen Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation stattfindet, ist sie weder proaktiv noch zielgruppenspezifisch.
Um hier möglichst effizient und ausdifferenziert arbeiten zu können, stehen wir im Austausch mit dem Zentrum für Lehrer∙innenbildung ZfL und dem neu eingerichteten Green Office und hoffen, über diese Kooperationen positive Synergieeffekte zu erzielen.

  • Dr. Sebastian Schuol
  • Zentral
  • ZiWiS mit Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit
  • Bewilligte Summe: 9.239,76 €

Projekte des Fokus Lehrerbildung

Das komplexe Thema Klimawandel wird auf lange Sicht relevant bleiben. Daher ist es wichtig, dass auch Lehrer*innen sich gut mit grundlegenden Fakten und Zusammenhängen des Klimawandels auskennen und
mit Ansätzen der BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) vertraut sind. In unserem interdisziplinären Seminar bieten wir daher Lehramts-Studierenden, aber auch anderen interessierten Studierenden, die Chance Fachwissen und Kompetenzen zum Thema Klimawandel zu erlangen. Wir möchten unser Seminar im kommenden Semester in ein inverted classroom Seminar umstellen, indem wir Online-Videos und virtuelle Lerneinheiten aufbauen und kreative Präsenzveranstaltungen mit neuen Gast-Vorträgen von
weiteren renommierten ForscherInnen der FAU abhalten.

  • Laura Therese Heinl
    Dr. Anette Regelous
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
  • Lehrstuhl für Corporate Sustainability Management
    Geozentrum
  • Bewilligte Summe: 10.000 €

Im Rahmen eines Lernlabor-Entwicklungsprojektes zur Künstlichen Intelligenz (KI)werden Studierende zusammen mit Schüler*innen und Wissenschaftler*innen ein Lernlabor zur KI entwickeln, das anschließend an Schulen und Ausbildungseinrichtungen in der Metropolregion Nürnberg präsentiert werden wird. Studierende werden auch die pädagogische Betreuung übernehmen, für die sie wiederum im Rahmen des Projekts ausgebildet werden. Ziel ist es die Expertise und Entscheidungskompetenz der Studierenden mit Blick auf die zukunftsweisende Technologie „KI“ und auf den besonderen didaktischen Wert von Lernlaboren entscheidend zu stärken. Die FAU-Wissenschaftler*innen wiederum gewinnen einen wichtigen Entwicklungsschritt aktueller Lernlabortechnologie und -didaktik. Zugleich stärkt das Vorhaben durch seine bundesweite Vorreiterrolle die FAU als innovationsstarken Standort

  • Dr. Mathias Rösch
    Prof. Berges
    Prof. Fey
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Technische Fakultät
  • Schulmuseum, Didaktik der Informatik und Informatik 3
  • Bewilligte Summe: 10.000 €

Für die Profilschwerpunkte „Rolle und Kompetenz der Lehrkraft“ und „Digitale Bildung“ der FAU wird, aufbauend auf der erfolgreichen Zusammenarbeit im Rahmen des Innovationsfonds 2019/20, von Vertreter*innen verschiedener Bildungs- und Fachwissenschaften modellhaft das wissenschaftlich fundierte, studienbereichs- und phasenübergreifende Qualifizierungskonzept für Studierende der Lehrämter (LA) Realschule und Gymnasium ausgebaut und die Zielgruppe auf Praktikumslehrkräfte erweitert. Der Aufbau professionsbezogener Kompetenzen in Schulpraktika steht weiterhin im Mittelpunkt und wird durch die folgenden Elemente fokussiert. Neu: Verbindung von Wissenschaft & Praxis, Verknüpfung von digitalen & analogen Formaten, Vertiefung und Erweiterung der strukturellen Themenpalette, Ausweitung der Zielgruppe: Pilotierung von (digitalen) Kollaborationsformaten

  • Dr. Gabriele Peitz & Dr. Klaudia Kramer, Dr. Tanja Klepacki & PD Dr. Leopold Klepacki,
    Dr. Elisabeth Demleitner
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur und ästhetische Bildung,Germanistische Sprachwissenschaft: Projekt Sprachsensible Schule, Lehrwerkstatt
  • Bewilligte Summe: 9.730 €

Das Seminar Soziologische Theorie findet jährlich in zweifacher Ausführung im Sommersemester statt und stellt ein maßgebliches Puzzlestück des Studiums des Grund- und Mittelschullehramts im Bereich ‚Sozialkunde‘ dar. In der bisherigen Seminarkonzeption lassen sich drei zentrale Problemfelder identifizieren, die durch eine konzeptuelle Weiterentwicklung des Seminars begegnet werden kann.

  • Yannic Ebner, Edgar Hirschmann
  • Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie
  • Schulpädagogik, Institut für Soziologie
  • Bewilligte Summe: 7.000 €

Kontakt

Esther Paulmann

Referentin der Vizepräsidentin Education