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FAU gründet Innovation Research Labor

Bild: FAU/Georg Pöhlein

Studierende verschiedener Fachrichtungen entwickeln innovative Konzepte

Unternehmen brauchen Innovationen, um ihre Entwicklungen voranzutreiben, Studierende benötigen die Möglichkeit, sich an Problemen der Unternehmenspraxis zu testen und davon zu lernen. Im „Innovation Research Lab“ (IRL) am Zentralinstitut für Medizintechnik (ZIMT) kommen beide Seiten zusammen. Die FAU hat das Labor eingerichtet, um Studierenden eine kreative Umgebung bei der Entwicklung von Ideen und Konzepten zu bieten.

Das IRL bietet Studierenden Vorlesungen und praktische Übungen zu den Themen Innovationsmanagement, interdisziplinäre Innovationen in Medizintechnik und Produktdesign an. Studierende können aber auch Abschlussarbeiten oder das Praktikum „Interdisziplinäres Management“, das in Zusammenarbeit von Siemens Healthcare und dem ZIMT angeboten wird, absolvieren. Zudem arbeitet das IRL mit Gastforschern und Austauschstudenten zusammen.

Geleitet wird das IRL durch Sultan Haider, Gründer und Leiter des Innovation Think Tanks bei Siemens Healthcare. „Wir freuen uns, dass wir Herrn Sultan Haider im Rahmen eines Lehrauftrags für das Betreiben des IRL gewinnen konnten“, sagt Prof. Dr. Joachim Hornegger, Vizepräsident für Forschung an der FAU. Haider hat an der FAU bereits zahlreiche Lehrveranstaltungen zum Thema Innovationsmanagement gegeben.

Dr. Kurt Höller, Geschäftsführer des ZIMT, hebt als ein besonderes Merkmal des IRL und der angebotenen Lehrveranstaltungen hervor, dass „hier technische Probleme sowie Problemstellungen, die sich an den Schnittstellen von Technik, Produktion, Vermarktung, Usability und gesellschaftlicher Akzeptanz ergeben, innerhalb interdisziplinärer und kulturell gemischter Teams bearbeitet werden“. Das Angebot steht allen Studierenden offen, egal ob sie aus der Medizin, den Geistes-, den Ingenieur-, den Natur- oder den Wirtschaftswissenschaften kommen. Gemeinsam arbeiten sie an der Konzeption innovativer Ideen für verschiedene Interessengruppen wie der Universität, dem Öffentlichen Dienst oder der Industrie. Im Seminar „Innovation Management“ beispielsweise bilden die Studierenden Teams. Kommilitonen, die das Seminar bereits belegt haben, leiten sie an. Die Studierenden profitieren von den Erfahrungen der Teamleiter, diese wiederum lernen Verantwortung für ein Projekt zu übernehmen.

Durch die unterschiedlichen Denk- und Betrachtungsweisen der Studierenden entstehen vielfältige Ideen und Prototypen, die verschiedenste Anwendungen finden. Siemens Healthcare hat bereits Ergebnisse in seiner Produktion beachtet. „Dies schult zum einen die Kompetenzen der Teilnehmer im interkulturellen Umgang und der Kommunikation mit Vertretern anderer Fachrichtungen, z.B. von Technikern mit Geisteswissenschaftlern. Zum anderen wird in diesen Kursen vermittelt, dass eine innovative Problemlösung mehr erfordert, als nur den Blick aus technischer Perspektive“, sagt Dr. Rudolf Kötter, Geschäftsführer des Zentralinstituts für Angewandte Ethik und Wissenschaftskommunikation (ZIEW). Das ZIEW bietet über Fakultätsgrenzen hinweg Seminare in Schlüsselqualifikationen an und ist damit eng mit dem IRL verbunden.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen gibt es unter www.zimt.uni-erlangen.de/innovation-research-lab

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