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Kommunen kompetent beraten

Junge Frau mit Kopftuch
Bild: Colourbox.de

Islamberatung in Bayern gestartet – FAU begleitet Projekt wissenschaftlich

Missverständnisse aus dem Weg schaffen oder am besten gar nicht erst entstehen lassen – das ist das Ziel der neu gestarteten und bisher einzigartigen Islamberatung in Bayern. Angesiedelt ist sie bei der Eugen-Biser-Stiftung in München. Die Robert Bosch Stiftung ist Partner und Förderer des Beratungsangebots. Dritter Partner ist die FAU, deren Forscher das Projekt wissenschaftlich begleiten.

Die Kommunikation zwischen Kommunen und Muslimen führt zuweilen zu Missverständnissen und Konflikten – zu wenig wissen die einen von den anderen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Brückenbauer in Bayern“ im Auftrag der Eugen-Biser-Stiftung und der Robert Bosch Stiftung, die kürzlich vorgestellt wurde. Seit Jahresanfang gibt es die für Bayern einzigartige Stelle der „Islamberatung in Bayern. Brückenbauer zwischen muslimisch geprägten Lebenswelten und Kommunen“ in der Eugen-Biser-Stiftung. Das Angebot richtet sich an Kommunen, Moscheen sowie Wohlfahrtsverbände und kirchliche Einrichtungen  und ist sowohl religiös als auch politisch unabhängig. Ziel der Islamberatung ist es, das Miteinander zu stärken. Insgesamt drei Experten beantworten telefonisch, per E-Mail oder bei Bedarf direkt vor Ort Fragen.

Das Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa (EZIRE) der FAU unterstützt das Team der Islamberatung bei speziellen Anfragen zu rechtlichen Themen, führt Schulungen für Haupt- und Ehrenamtliche durch und vermittelt Erkenntnisse daraus in Form von öffentlich zugänglichen Handlungsempfehlungen. Darüber hinaus begleitet das Zentrum das Projekt wissenschaftlich: Die Islamexperten untersuchen in den kommenden drei Jahren beispielsweise, ob ein solches Angebot sowohl von islamischen Gemeinden und Muslimen auf der einen Seite und von Kommunen auf der anderen Seite angenommen wird. Auf diese Weise wollen sie beispielsweise herausfinden, wie sich die Arbeit noch verbessern lässt.

Weitere Informationen:

Nina Nowar
Tel.: 09131/85-26308
nina.nowar@fau.de

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