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Niklas Gangnus

Die WACKER Chemie AG förderte Niklas Gangnus während seines Studiums im Rahmen des Deutschlandstipendiums. (Bild: Reproservice WACKER Chemie AG )
Die WACKER Chemie AG förderte Niklas Gangnus während seines Studiums im Rahmen des Deutschlandstipendiums. (Bild: Reproservice WACKER Chemie AG )

Mit dem Deutschlandstipendium fördern Unternehmen regelmäßig exzellente Studierende der FAU. Ein Beispiel für den Erfolg des Stipendienprogramms ist FAU-Alumnus Niklas Gangnus. Er war von 2015 bis 2017 Studierender des Masterprogramms „Internationales Projektmanagement im Großanlagenbau (IPM)“ der FAU und ist nun als Projektingenieur Verfahrenstechnik bei der WACKER Chemie AG tätig. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten – denn die WACKER Chemie AG unterstütze Niklas Gangnus während seines Studiums im Rahmen des Deutschlandstipendiums.

Die Förderer profitieren insoweit, als sie engagierte und gute Nachwuchskräfte früh an ihr Unternehmen binden können. (FAU-Alumnus Niklas Gangnus über das Deutschlandstipendium)

2017 berichteten wir über Ihren Sieg und den Ihrer Kommilitonen bei den Deutschen Projektmanagementmeisterschaften. Damals waren Sie Student des Masterstudiengangs „Internationales Projektmanagement im Großanlagenbau“ (IPM) der FAU. Heute sind Sie Projektingenieur bei der WACKER Chemie AG. Erzählen Sie bitte kurz von Ihrem Werdegang.

Nach unserem Sieg bei der Projektmanagementmeisterschaft 2016 habe ich die WACKER Chemie AG erstmals bei der Jobmesse CONTACT auf dem Campus der FAU kennengelernt. Dieser erste Kontakt wurde durch eine Einladung zum Produktionsstandort nach Burghausen und durch die Förderung durch das Deutschlandstipendium im Jahr 2017 noch verstärkt. Durch die geknüpften Kontakte aus dem Stipendium mit der WACKER Chemie AG habe ich die Möglichkeit bekommen, meine Masterarbeit im Bereich „Technische Planung und Anlagenbau“ zu dem Thema „Entwicklung eines interaktiven Prozessmodells zur digitalen Unterstützung der internationalen Projektabwicklung sowie als Grundlage für Wissensmanagement und kontinuierliche Verbesserung im Bereich der Prozesseffizienz der Wacker Chemie AG“ zu schreiben. Nach Beendigung meiner Masterarbeit habe ich dann 2018 einen Job als Projektingenieur in dieser Abteilung angenommen.

Wie sehen Ihre Aufgaben bei der WACKER Chemie AG aus? Woran arbeiten Sie gerade?

Die Aufgaben im Bereich Projektmanagement für chemische Großanlagen sind sehr vielfältig. Aktuell darf ich ein Ausbauprojekt im Geschäftsbereich SILICONES als Projektingenieur unterstützen und bin verantwortlich für die Aufgaben rund um die verfahrenstechnische Planung. Parallel dazu habe ich die Chance bekommen, zwei Projekte eigenverantwortlich zu führen, eines im Bereich Basischemikalien und eines im Bereich Werksinfrastruktur.

Warum haben Sie sich damals für ein Studium an der FAU und für diesen Master entschieden?

Die Aufgaben im Projektmanagement haben mich schon immer fasziniert. Das Zusammenwirken von so vielen unterschiedlichen Branchen, Charakteren und Kulturen, sowie die ständig wechselnden Rahmenbedingungen führen zu täglich neuen Herausforderungen. Der Masterstudiengang „Internationales Projektmanagement im Großanlagenbau“ (IPM) der FAU war der einzige Studiengang, der sowohl diese menschlichen Kompetenzen, als auch das methodische und technische Wissen miteinander verknüpft hat.

Inwieweit setzen Sie Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen aus dem Studium bei Ihrer Arbeit ein?

Tatsächlich in sehr großem Stil. Das Konzept des Studiengangs beinhaltete Vorträge und Kurse, die durch Gastdozenten aus der Industrie in den unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern gehalten wurden. Diese praxisnahe Vermittlung von Wissen, die gegebenen Tipps und Hinweise, sowie die vielen Diskussionen über praxisbezogene Problemstellungen helfen mir täglich.

Sie wurden während Ihres Studiums durch das Deutschlandstipendium gefördert. Was bedeutete Ihnen diese Förderung?

Durch das Deutschlandstipendium hatte ich während meiner Zeit an der FAU finanzielle Unterstützung. Das gab mir die Chance, mich tatsächlich voll auf mein Studium konzentrieren zu können. Darüber hinaus haben der enge Austausch und der stetige Kontakt zur WACKER Chemie AG während meines Studiums mir letztendlich zu meinem ersten Job verholfen.

Ihr jetziger Arbeitgeber war also Ihr Förderer. Die Zusammenarbeit im Rahmen des Deutschlandstipendiums war also ein voller Erfolg.

Das ist korrekt. Soweit ich weiß, hat die WACKER Chemie AG ihr Engagement für das Deutschlandstipendium stetig ausgebaut. Dieses Jahr durfte ich auch die Firma bei der Stipendiatenfeier in Nürnberg repräsentieren und die diesjährigen Stipendiaten kennenlernen. Das war wirklich interessant.

Und als Stipendiat haben Sie ebenfalls an der Stipendienfeier teilgenommen. Sie kennen also beide Seiten. Welche Vorteile bietet das Deutschlandstipendium sowohl Studierenden als auch Unternehmen?

Das Deutschlandstipendium bietet vielfältige Möglichkeiten für engagierte Studenten. Zum einen steht die finanzielle Unterstützung, die es Studenten ermöglicht, sich voll auf ihr Studium und ihr ehrenamtliches Engagement zu konzentrieren. Das Stipendium bringt Gleichgesinnte zusammen und fördert einen Austausch über diverse Themen in Alltag, dem Studium und über erste Berufseinblicke, sowie die damit verbundenen Erfahrungen. Richtig genutzt bietet es den direkten Einstieg ins Berufsleben. Die Förderer profitieren insoweit, als sie engagierte und gute Nachwuchskräfte früh an ihr Unternehmen binden können. Sie erhalten Zugang zu Studenten mit exzellenten schulischen Leistungen, die sich darüber hinaus in unserer Gesellschaft engagieren und so schon wertvolle Erfahrungen mitbringen.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrem Studium an der FAU?

Ich habe mein Studium sehr genossen. Wir hatten exzellente Dozenten und viele interessante Begegnungen mit verschiedensten Industrievertretern. Einige dieser Bekanntschaften konnte ich bis heute aufrechterhalten und wir stehen immer noch in Kontakt. Besonders freut es mich, dass eine ehemalige Kommilitonin und Teamkollegin aus der Projektmanagementmeisterschaft 2016 auch bei der WACKER Chemie AG in der Abteilung „Technische Planung und Anlagenbau“ im Bereich Performance Management angefangen hat.

Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?

Das ist eine gute Frage. Ich bin der Meinung, dass man immer flexibel auf diverse Ereignisse reagieren sollte. Man macht das Beste aus jeder Situation, arbeitet sich aktiv seine Chancen heraus und springt manchmal ins Ungewisse. Wohin genau das führen wird, sehe ich dann in 10 Jahren – bis jetzt hat es jedenfalls sehr gut funktioniert.

Vielen Dank für das Interview, Herr Gangnus.

Nähere Informationen zum Deutschlandstipendium sowie Ansprechpartner finden Sie auf unserer Homepage.

Interview: Christina Dworak, Februar 2019

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