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Von gefährlichen Maschinen zu zahmen Robotern

Rechts des Mitarbeiters ist ein Roboter mit Gesicht zu sehen, der winkt; links des Mitarbeiters ist ein maschinenartiger Roboter mit zwei Greifarmen zu sehen.
Julian Seßner forscht unter anderem an der Interaktion zwischen Mensch und Roboter, um die Empathie von Menschen mit Autismus zu trainieren. (Bild: FAU/Rebecca Kleine Möllhoff)

Roboter programmieren und bedienen

Egal ob „I, Robot“, „WALL E“ oder „Transformers“ – die meisten kennen Roboter nur aus Science-Fiction Filmen, in denen sie entweder als maschinenartige Ungeheuer den Planeten zerstören oder als menschenähnliche Konstrukte ein eigenes Bewusstsein entwickeln. Tatsächlich sind sie heute aber für die Industrie unverzichtbare Helfer und nicht mehr wegzudenken. Auf der Langen Nacht der Wissenschaften am 19. Oktober können sich die Besucherinnen und Besucher selbst ein Bild von den modernen Maschinen machen. Bis es soweit ist, gibt Julian Seßner vom Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) Einblicke in die Welt der FAU-Robots.

Ein Roboter, der Süßigkeiten verteilt

Auf der Langen Nacht der Wissenschaften zeigen wir den Besucherinnen und Besuchern verschiedene Roboter, mit denen wir forschen und arbeiten. Von klassischen Industrierobotern, die einem Greifarm ähneln, über mobile Roboter, die über den Boden flitzen, bis hin zu den sogenannten „Social Robots“, die dem Menschen ähneln, ist alles dabei. Die Leute können zum Beispiel lernen, wie sie einen Roboter so programmieren, dass er etwas über den Lehrstuhl oder über unsere Forschungsprojekte erzählt. Mit einigen Robotern kann man auch sprechen oder ihnen Befehle erteilen. Mittels Telemanipulation, Virtual-Reality-Brillen und Controller können unsere Besucherinnen und Besucher die Roboter fernsteuern und sich zum Beispiel Süßigkeiten bringen lassen.

Die Erfahrung erlebbar machen

Wir forschen an unterschiedliche Arten von Robotern. Eine potenzielle Gefahr stellen vor allem die klassischen Industrieroboter dar, die ihre Umgebung nicht wahrnehmen, wenn sie sich bewegen und keinen Widerstand spüren. Sie sind sehr schwer und wuchtig. Kollidiert der Roboter mit einem Menschen, kann das unter Umständen lebensgefährlich sein. Wir möchten Besucherinnen und Besuchern zeigen, wie man mit diesen eigentlich gefährlichen Robotern trotzdem leicht interagieren und sie für den eigenen Nutzen verwenden kann – sofern diese entsprechend programmiert sind. Außerdem arbeiten wie auch an mobilen Robotern, die erkennen, wenn sie mit etwas oder jemandem kollidieren und dann stehen bleiben. Auch diese stellen wir auf der Langen Nacht der Wissenschaften vor. Für Kinder sind vor allem unsere Social Robots interessant. Sie haben ein Gesicht und eine menschenähnliche Statur, was viele unglaublich fasziniert. Generell möchten wir die Neugierde der Leute stillen und für sie die Roboter erlebbar machen, die sie sonst nur aus Filmen kennen.

Feedback erwünscht

In unserem Gebiet müssen wir immer sehr anwendungsnah und benutzerorientiert forschen. Die Lange Nacht der Wissenschaften eignet sich optimal, um zu überprüfen, ob die Roboter auch gut bei den Menschen ankommen, ob sie intuitiv bedienbar sind und ob die Interaktion zwischen Mensch und Roboter gut funktioniert. Natürlich geht jeder Mensch mit dem Thema Maschine und Roboter anders um. Manche sind von Grund auf skeptisch, anderen wiederum wird übel, wenn sie sich eine Virtual-Reality-Brille aufsetzen und wieder andere tun sich schwer einen Roboter zu bedienen. Deshalb freuen wir uns auf der Langen Nacht der Wissenschaften über jedes Feedback, denn nur so können wir unsere Roboter verbessern.

Die FAU-Robots

FAPS Robots

 

Neugierig geworden? Dann programmieren Sie bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 19. Oktober einen Roboter und lassen Sie sich von ihm mit Süßigkeiten verwöhnen.

Wann: am 19. Oktober von 18 bis 1 Uhr
Wo: Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik, Egerlandstraße 7-9 in Erlangen in der Versuchshalle sowie am Standort Nürnberg, Auf AEG, Fürther Straße 246 b, ebenfalls in der Versuchshalle


Schauen Sie doch, was die Kolleginnen und Kollegen aus der Philosophischen Fakultät geplant haben.

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