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Der Geschmack des Erlanger Aromagartens

FAU Aromatix Gin
FAU Aromatix Gin, der anläßlich des 40. Geburtstags des Aromagartens der FAU aus dort wachsenden Botanicals hergestellt wurde (Bild: FAU/Katrin Simon).

FAU kreiert eigenen Gin

Zum 40. Geburtstag des Aromagartens der FAU hat der Botanische Garten in Zusammenarbeit mit der einschlägig ausgewiesenen Mälzerei Weyermann aus Bamberg einen ganz speziellen London Dry Gin kreiert, der die vielfältigen Aromen des Gartens in einer hochwertigen Spirituose einfängt.

„Der FAU Aromatix hat einen ausgesprochen starken Regionalcharakter, da die Botanicals von Hand in unserem Aromagarten geerntet wurden, auf dessen trockenen Böden sie in voller Sonne besonders intensive ätherische Inhaltsstoffe entwickeln. Zugleich verkörpert er die Weltläufigkeit, die man sowohl mit dem Getränk als auch mit unserer Universität verbindet“, erläutert Claus Heuvemann, Technischer Leiter des Botanischen Gartens. Die Spirituose mit einem Alkoholgehalt von 43 Prozent wurde exklusiv für die FAU in Kooperation mit der Gin-versierten Bamberger Mälzerei Weyermann unter Mitarbeit von Lavendel-Expertin Dr. Elke Puchtler kreiert.

„Der Geschmack des FAU Aromatix Gin zeichnet sich durch ein weiches Wacholderaroma aus, das mit der Kombination aus herben Noten der Engelwurz und des Alants und den sommerlichen Blüten des Lavendels spielt. Zitronige Komponenten aus dem Botanischen Garten geben dem Gin zudem eine angenehme Frische“, urteilt Brennereileiter Philipp Schwarz von der Firma Weyermann. Der FAU Aromatix enthält Alant (Inula helenium), Engelwurz (Angelica archangelica), Kalmus (Acorus calamus), Lavendel (Lavandula angustifolia), Mariendistel (Silybum marianum), Pfefferminze (Mentha sp.), Salbei (Salvia officinalis), Thymian (Thymus vulgaris), Zitronenmelisse (Melissa officinalis) sowie Zitronengras (Cymbopogon citratus). Direkt nach der Ernte wurden die Blüten, Blätter und Wurzeln für die Herstellung des Gins in liebevoller Handarbeit gewaschen und über mehrere Tage im Schatten getrocknet. „Unser Gin schmeckt mit und ohne Tonic, mit und ohne Zugabe weiterer Botanicals wie Gurke, Zitruszesten oder Basilikum und Rosmarin“, empfiehlt Gin-Connaisseur und FAU-Vizepräsident People Prof. Dr. Friedrich Paulsen und ermahnt als Mediziner gleichzeitig zu bewusstem und maßvollem Genuss.

Drei Personen an Stehtisch im Botanischen Garten

Prof. Dr. Günter Leugering, FAU-Vizepräsident Research, Claus Heuvemann, Technischer Leiter des Botanischen Gartens und des Aromagartens, und Prof. Dr. Friedrich Paulsen, FAU-Vizepräsident People, verkosten den FAU Aromatix Gin, der anlässlich des 40. Geburtstags des Aromagartens der FAU aus dort wachsenden Botanicals hergestellt wurde (Bild: FAU/Uwe Müller).

„Der Name FAU Aromatix Gin stellt einen direkten Bezug zu den aromatischen Pflanzen unseres Gartens her, dessen Pflege mit dem Verkaufserlös unterstützt wird“, betont Heuvemann. Paulsen ergänzt: „Das –X in der Schreibweise weist darauf hin, einen kleinen Tick anders zu sein, innovativer und schlauer, wie die Gallier aus der berühmten Comicserie – und wie eben unsere FAU.“

Der ursprünglich als Genever bekannte niederländische Wacholderschnaps britischer Prägung ist derzeit ein beliebtes Modegetränk. Einige im Gin enthaltene Botanicals finden gleichzeitig traditionell als Heilpflanzen Anwendung, zum Beispiel Wacholder bei Infekten der Harnwege oder Lavendel bei Unruhe. Daran  erinnert auch die hochwertige Apothekerflasche des FAU Aromatix Gin. Bezüge zur Pharmazie- und Aromaforschung stellt die Begleitausstellung Gin-gredients her, die im Eingangsbereich der Gewächshäuser des Botanischen Gartens bis 2.2.2020 zu sehen ist. Sie erzählt beispielsweise auch ein Kapitel Kolonialgeschichte anhand der aus Südamerika stammenden Chinarinde, die dem Tonic Water seinen charakteristischen bitteren Geschmack verleiht und des darin enthaltenen Chinin seit dem 16. Jahrhundert als Malariamittel eingesetzt wird.

FAU-Aromatix-Gin-Flasche

Bild: FAU/Katrin Simon

Verkauf von FAU-Aromatix-Gin

Derzeit ist der FAU-Aromatix-Gin ausverkauft. Mit Nachschub wird ab dem 14. Dezember gerechnet, Infos gibt es unter www.botanischer-garten.uni-erlangen.de.

Der Verkaufspreis beträgt 38 Euro (inklusive Steuer) für 0,5 Liter FAU Aromatix in einer hochwertigen Apothekerflasche, deren limitierte Auflage durchnummeriert ist. Ein Erlösanteil kommt dem Aromagarten sowie seiner Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren zugute.

Der FAU Aromatix Gin ist zu den üblichen Öffnungszeiten erhältlich bei Greiner Haushaltswaren (Hauptstraße 65-67, Erlangen, Montag bis Freitag 10:00-19:00h, Samstag 10:00-16:00h) und der Tourist-Information (Goethestraße 21a, Erlangen, Montag bis Freitag 9 – 18 Uhr, Samstag 10 – 14 Uhr). Außerdem gibt es im Rahmen der Begleitausstellung Gin-gredients folgende Einkaufsmöglichkeiten:

  • zur Ausstellungseröffnung 20.11.2019, 16:00h bis 18:00h im Eingangsbereich der Gewächshäuser
  • Zur Ausstellungsführung 24.11.2019, 12:30h bis 14:30h im Eingangsbereich der Gewächshäuser
  • Zur Destillationsführung 7.12.2019, 13:00h bis 15:30h im Eingangsbereich der Gewächshäuser
  • Zum Vortrag von Dr. Michael Richter „Ostwärts“, 10.12.19, 18:00h bis 19:00h im Kollegienhaus

Informationen zu den Verkaufsstellen und Terminen sowie der Möglichkeit der Sammelbestellung finden Sie auf der Homepage des Botanischen Gartens und auf den Aushängen in der Ausstellung Gin-gredients:  www.botanischer-garten.uni-erlangen.de

FAU Aromatix Gin Ingerdients

FAU Aromatix Gin, der anlässlich des 40. Geburtstags des Aromagartens der FAU aus dort wachsenden Botanicals hergestellt wurde (Bild: FAU/Uwe Müller).

Weitere Informationen zur Ausstellung:

Große Glasbehälter mit Flüssigkeit und Kräutern gefüllt.

Mazeration mit Blüten und Kräutern im Botanischen Garten. (Bild: Katrin Simon)

`Gin-gredients´ Die Botanik im Gin & Tonic

Eingangsbereich der Gewächshäuser im Botanischen Garten, Loschgestraße 1, 91054 Erlangen; Öffnungszeiten: Di – So 9:30 – 16:00; Heiligabend und Silvester ab Mittag geschlossen; Eintritt frei;
Eröffnung Mi 20.11. 16:00 Uhr; bis 2.2.2020;

Seit der Jahrtausendwende erfreut sich der Gin immer größerer Beliebtheit. Während früher die Niederlande mit dem Genever und England mit dem Dry Gin eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Gins spielten, so wird inzwischen in ganz Deutschland Wacholderschnaps mit unterschiedlichen Zutaten gebrannt. Auch in Franken, das traditionell als Land der Obstbrände gilt, experimentieren immer mehr regionale Brennereien mit verschiedenen Botanicals. Die Ausstellung „Gin-gredients“ zeigt im Botanischen Garten der FAU die pflanzlichen Grundlagen des beliebten Modegetränks.

Wacholderbeeren

Bild: Walter Welß

Neben den berühmten Wacholderbeeren als Basis des Gins gehören hierzu vor allem die Engelwurz, deren ätherische Öle aus der Wurzel eine feinherbe Geschmacksnote ergeben, oder der Koriander, dessen Samen eine säuerliche und fruchtige Note verleihen. Geordnet nach den verschiedenen Geschmacksprofilrichtungen des Gins kann man in der Ausstellung weitere Botanicals wie Zitrone, Zimt oder Zitronengras entdecken.

Im Bergregenwaldhaus bekommen die Besucher am Chinarindenbaum Einblick in die Kolonialgeschichte und Wissenswertes über das Chinin. Es gilt als wichtiger Bestandteil des Tonic Water und wurde als Malariamedikament eingesetzt. Zur Vorbeugung gegen diese Tropenkrankheit tranken britische Kolonialisten regelmäßig stark chininhaltiges Tonic Water und verbesserten den bitteren Geschmack durch Zugabe von Gin.

Anlässlich des 40. Geburtstags des Aromagartens der FAU hat der Botanische Garten in Zusammenarbeit mit der einschlägig ausgewiesenen Mälzerei Weyermann aus Bamberg einen ganz speziellen Gin kreiert, der die vielfältigen Aromen des Gartens in einer hochwertigen Spirituose einfängt. Der FAU Aromatix Gin wird im Rahmen der Ausstellung vorgestellt und auch an verschiedenen Orten zu kaufen sein.

Kostenlose Führungen zur Ausstellung:

  • Sonntag, 24. November, 11 Uhr: Führung durch die Ausstellung `Gin-gredients´ Die Botanik im Gin & Tonic; Katrin Simon
  • Samstag, 7. Dezember, 14.30 Uhr: Destillation: Geschichte, Botanik und Praxis; Destillation mit Dr. Elke Puchtler und Anke Brüchert
  • Sonntag, 12. Januar, 11 Uhr: Gewürze im Gin; Führung mit Karin Kulicke

Kontakt:

Claus Heuvemann
Tel.: 09131 85 22 452
claus.heuvemann@fau.de

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