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Brauchen wir in Zukunft eine Roboterethik?

Prof. Dr. Peter Dabrock stellt sich einer der großen Fragen. (Bild: Deutscher Ethikrat/Reiner Zensen)

Dabrock über die Roboterethik

Warum schmeckt das Meer salzig? Wie viele Sandkörner sind an einem Strand? Wo endet das Universum? Und wie sieht dieses Ende dann aus? Wer kennt diese Fragen nicht, auf die man schon immer einmal eine Antwort haben wollte? Wir haben in unserem FAU-Forschungsmagazin friedrich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern „Große Fragen“ gestellt – auch wenn es möglicherweise nicht immer eine Antwort gibt.

Prof. Dr. Peter Dabrock, Leiter des Lehrstuhls für Systematische Theologie II (Ethik) beantwortet heute unsere Frage, ob wir in Zukunft eine Roboterethik brauchen.

Selbstfahrende Fahrzeuge sind noch weit entfernt. Ein Pflegeroboter statt menschlicher Zuwendung erscheint vielen als kalte Zukunft. Und vor dem Standardeinsatz von Kampfdrohnen gruselt uns. All das ist aber schon mehr Science als Fiction. Ethische Fragen drängen sich auf: Was sind die Risiken? Wer trägt die Verantwortung? Was macht das mit unserem Selbstverständnis? Wird unsere Gesellschaft zunehmend um nichtmenschliche Mitglieder erweitert? Kommt diesen Akteuren selbst ein Subjekt zu – und damit womöglich gar ein Schutzstatus? Letzteres ist auf unabsehbare Zeit nicht zu erwarten. Ob wir Pflegerobotern demnächst ersatzlos die Pflege von Schwerkranken überlassen oder nicht doch die frei werdenden Ressourcen in menschliche Begegnung stecken, ist eine gesellschaftliche Entscheidung. Programmieren war und ist nicht unschuldig, wird es nie sein. Deshalb: Wir brauchen eine Roboterethik, nicht für die Roboter, sondern für die Menschen, die die Maschinen programmieren. Solche Ethik sollte zum Pflichtprogramm in den MINT-Fächern gehören.


Der friedrich – das Forschungsmagazin der FAU

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Der friedrich Nr. 117 öffnet sich beim Klick auf das Bild.

Dieser Artikel erschien zuerst in unserem Forschungsmagazin friedrich. Die aktuelle Ausgabe wirft einen Blick zurück in die 275-jährige Geschichte der Universität. Darüber hinaus beschäftigen es sich mit Fragen, die die Wissenschaft hier und heute bewegen: Was macht gute Wissenschaft aus? Muss Wissenschaft nützen? Wann ist Scheitern erfolgreich? Die Jubiläumsausgabe wagt aber auch einen Blick in die Zukunft. Denn obwohl wir heutzutage so viel mehr wissen als noch vor 200 Jahren, existieren immer noch jede Menge offener Fragen, auf die es Antworten zu finden gilt.

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Die Großen Fragen

Seit jeher haben die Menschen Fragen gestellt. Fragen nach dem Warum, Fragen nach dem Wie, Fragen nach dem Wohin. Wir haben FAU-Wissenschaftlern 22 große Fragen der Menschheit gestellt. Sie finden Sie alle in unserem Forschungsmagazin friedrich sowie nach und nach online in der Reihe „Die großen Fragen“

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