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Mit 3D-Druck gegen die Krise

Gruppenfoto der Studierenden
3D-Druck gegen Corona: FAU-Studierende stellen Faceshields für Altenheime und Arztpraxen her. (Bild: privat)

Studierende drucken unterstützende Hilfsmittel

Eine ausreichende Versorgung der Arztpraxen und Altenheime – das ist die Herausforderung der Stunde. FAU-Studierende haben daher die Initiative „3D-Druck gegen Coronavirus“ gegründet, um die Praxen und Altenheime mit notwendigem Material auszustatten und sie zu unterstützen.

Faceshields

Im Moment produzieren die Studierenden hauptsächlich Faceshields. (Bild: privat)

Gegründet wurde die Initiative von einem FAU-Studenten, der Betreuer im FAU-FabLab ist. Dadurch kam er auch auf die Idee: „Das FabLab hat eine E-Mail von der Bayerischen Forschungsallianz bekommen, in der um Unterstützung gebeten wurde. Ich habe dann bei verschiedenen Leuten angefragt und so 3D-Drucker und Material dafür organisiert“, erläutert der Student. Die angefragten Bekannten, Professorinnen und Professoren haben seine E-Mail weiterverbreitet: In kürzester Zeit haben ihn über 500 E-Mails erreicht, die er gemeinsam mit seiner Mitbewohnerin beantwortet hat. Während auch viel Kritik kam, haben doch viele ihre Unterstützung angeboten. So konnte der Student insgesamt siebzehn 3D-Drucker, an die 50 Kilogramm Material sowie viele Unterstützerinnen und Unterstützer, die die Drucker warten und überwachen beziehungsweise Endprodukte zusammenbauen, akquirieren. „Außerdem hat uns ein kleiner Betrieb aus der Region all seine Drucker, sein Material und zwei Konstrukteure, die auch neue Teile oder Masken entwickeln können, angeboten. Das ist schon wirklich super“, freut er sich.

Die sStudierenden bauen die Faceshields zusammen

Sobald die Einzelteile gedruckt sind, bauen die Studierenden sie zusammen – natürlich mit Sicherheitsabstand. (Bild: privat)

Mittlerweile kooperieren die Studierenden von „3D-Druck gegen Corona“ mit dem FAU-FabLab, dem Chaos Computer Club (CCC) Erlangen und MakerVsVirus Erlangen, einer Initiative, die Menschen mit Erfahrung im 3D-Druck und Organisationen, die unterstützende Hilfsmittel brauchen, zusammenbringt. Während MakerVsVirus sich um die Materialien und die Organisation kümmert, koordiniert „3D-Druck gegen Coronavirus“ den Zusammenbau und die Verteilung der Produkte. Die Räumlichkeiten dafür wurden vom FabLab und vom CCC organisiert.

Außerdem tauschen sie sich mit dem Netzwerk „Mobility goes additive“ aus, welches die Europäische Kommission mithilfe von 3D-gedruckten Masken unterstützen will und dafür andere mit Expertise im Bereich additiver Fertigung akquiriert. In Videokonferenzen mit den Organisatorinnen und Organisatoren des Netzwerks bringt der FAU-Student hierbei vor allem seine Erfahrung mit verschiedenen Materialien ein. „Nicht jedes Material, das beim Druck verwendet wird, kann auch im medizinischen Bereich genutzt werden. Polylactid (PLA), ein häufig angewandter Stoff, degradiert beispielsweise bei der Autoklavierung, also der Sterilisation bei über 100 Grad“, erklärt er. Außerdem hat er bereits Prototypen für die Organisation gedruckt und ihnen geschickt. Für kommende Material-Engpässe sind die Studierenden also gewappnet – egal, ob Faceshield oder sonstige Ersatzteile.

Eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter des FAPS tragen Schutzvisiere.

(Foto: FAPS/Hannah Riedle)

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