Graduiertenzentrum

Finanzierung der Promotion

Rund ums Geld

Die Promotion stellt finanziell meist eine große Herausforderung dar, wobei sich die Arten der Finanzierung stark unterscheiden. Folgende Finanzierungsmöglichkeiten sind denkbar:

  1. Befristete Haushaltsstellen der Universität. Ausschreibungen finden Sie im Stellenmarkt der Universität unter der Berufsgruppe „Wissenschaftlicher Dienst“.
  2. Aus Drittmitteln finanzierte Stellen. Sie werden in der Regel für bestimmte Projekte oder Forschungsbereiche befristet bereitgestellt.
  3. Stellen über ein Graduiertenkolleg z.B. der DFG o.ä.
  4. Finanzierung durch ein Stipendium
  5. Finanzierung im Rahmen von Kooperationsprojekten mit Industrie und Wirtschaft

Sie suchen für Ihr Forschungsvorhaben ein passendes Förderprogramm? Wir haben für Ihre eigene Recherche einige nützliche Datenbanken zusammengestellt:

Die Servicestelle für Elektronische  Forschungsförderinformationen (ELFI) bietet registrierten Nutzerinnen und Nutzer eine umfassende Datenbank mit mehr als 6000 Förderprogrammen nationaler und internationaler Förderer. Zielgruppe sind in erster Linie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die auf der Suche nach Drittmitteln für ihr Forschungsvorhaben sind. Man findet aber auch Informationen zu Stipendien für Interessierte aller Qualifikationsstufen.

Der Zugang zu ELFI ist innerhalb des FAU-Netzes kostenlos.

In Deutschland existiert eine vielfältige Stipendienlandschaft. Zwei Datenbanken, die ausschließlich auf Stipendien ausgerichtet sind und eine, die verschiedene Förderinstitutionen beinhaltet, haben wir hier für Sie aufgelistet

Weitere Stipendienausschreibungen werden regelmäßig im Blog unserer Graduiertenschule veröffentlicht.

Die Datenbank des Deutschen Stiftungszentrums gibt Ihnen einen guten bundesweiten Überblick über mehr als 450 deutsche Stiftungen mit wissenschaftsnahen Förderzielen.

Stiftungen an der FAU

Im Umfeld der FAU gibt es auch zahlreiche Stiftungen, die teils Promovierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschatler unserer Universität fördern. Verschaffen Sie sich selbst einen Überblick über die einzelnen Stiftungen und ihre Ziele.

Begabtenförderungswerke

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert politisch und kirchlich orientierte Begabtenförderungswerke, die Stipendien an hervorragende und gesellschaftlich engagierte Promovierende vergeben. Bei den meisten Stiftungen können sich auch ausländische Promovierende bewerben.

Weitere Informationen:

Für Interessierte jeder Qualifikationsstufe, die einen Auslandsaufenthalt planen, finden sich beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) zwei Stipendiendatenbanken:

Die Alexander von Humboldt-Stiftung fördert ausländische und deutsche Promovierte, die für einen Forschungsaufenthalt nach Deutschland kommen bzw. ins Ausland gehen möchten.

Über weitere Fördermöglichkeiten an der FAU informieren auch

Weitere Informationen:

Nationale und internationale Tagungen sind unverzichtbar, um Kontakte zu knüpfen und um auf dem neuesten Stand der Forschung zu bleiben. Diese Seite bietet einige Hinweise zur Fianzierung von Konferenzreisen.

Bei Kongress- und Vortragsreisen sind folgende Finanzierungsmöglichkeiten prinzipiell denkbar:

•  Haushalts- / Lehrstuhlgelder: Lehrstühle haben in sehr geringem Umfang Mittel für Reisekosten. Wenn die Tagungsteilnahme aus Sicht des Lehrstuhls erforderlich ist, können die Reisekosten entweder aus Lehrstuhlsmitteln oder aus zu beantragenden Drittmitteln bestritten werden. Im ersten Fall erfolgt die Abrechnung als Dienstreise. In jedem Fall sind die Hinweise zum Dienstreiseantrag zu beachten, insbesondere dass Tagungs- und Kongressreisen ohne aktive Teilnahme nur als Fortbildungsreisen genehmigt werden können.

•  Drittmittelprojekt: wenn die Tagungsteilnahme im Rahmen eines Drittmittelprojekts erfolgt, können ihre Kosten gegenüber dem Drittmittelgeber abgerechnet werden, sofern dafür Mittel beantragt und bewilligt wurden. Auch hier sind die Hinweise zum Dienstreiseantrag zu beachten.

•  StipendiatInnen: Manche Stipendien sehen Reisekosten vor. Dies erfragen Sie am besten direkt bei Ihrem Stipendiengeber.

•  Frauen: Der Präsidialfonds für Gleichstellungsmaßnahmen bietet im Rahmen der Einzelfallförderungen u.a. Reisekostenzuschüsse für Kongress- oder Tagungsteilnahme  an.

•  Graduiertenschulen: einige extern geförderte Graduiertenschulen und Graduiertenkollegs sehen die Förderung von Tagungsreisen für ihre Mitglieder (StipendiatInnen) sowie für weitere herausragende Promovierende vor.

•  Voll-/Teilzeitstipendien der Tagungsorganisation: manche Tagungen und Summer Schools bieten Teilnahmestipendien auf Antrag. Beachten Sie bitte hierfür die Informationsseite der jeweiligen Tagung.

•  Zusätzlich gilt noch für Auslandsreisen: Es kann eine Tagungsreise beim DAAD beantragt werden.

Zum Thema Krankenversicherung für Promovierende können keine allgemein gültigen Informationen gegeben werden, da das Promovieren an sich noch keinen Versicherungsstatus begründet. Vielmehr richtet sich dieser nach den Anstellungs- und Einkommensverhältnissen:

  • Geringfügige Beschäftigung (Gesamteinkommen unter 450 € / Monat): versicherungsfrei (§7 Abs. 1 Nr. 1 SGB V). Der geringfügig Beschäftigte hat die Wahl, sich freiwillig gesetzlich, privat oder über den/die (gesetzlich versicherte/n) Ehepartner/in familienversichern zu lassen. Bitte beachten Sie den Hinweis weiter unten für den Fall, dass Sie zusätzlich ein Stipendium erhalten.
  • Arbeitnehmer mit jährlichem Bruttoeinkommen über 56.250 €/ Jahr (2016) (entspricht 4.350 € / Monat oder mehr): versicherungsfrei (§6 Abs. 1 Nr. 1 SGB V). Der Arbeitnehmer hat die Wahl, sich freiwillig gesetzlich oder privat zu versichern.
  • Andere Arbeitsverhältnisse über 450 € / Monat: versicherungspflichtig (§5 Abs. 1 Nr. 1 SGB V). Der Arbeitnehmer wird i.d.R. gesetzlich versichert.
  • Qualifizierungs- und Projektstellen: versicherungspflichtig (§5 Abs. 1 Nr. 1 SGB V). Der Arbeitnehmer wird i.d.R. gesetzlich versichert.
  • Arbeitnehmer: sind versicherungspflichtig , wenn sie zwischen 450,01 € und 4.462,50 € (2016) monatlich verdienen:
  • Keine abhängige Beschäftigung (z.B. Stipendium, „Promotionsstudent/in“ oder kein Einkommen): versicherungsfrei (§6 Abs. 1 Nr. 1 SGB V). Der Promovierende hat die Wahl, sich freiwillig gesetzlich, privat oder über den Ehepartner familienversichern zu lassen. Wenn keine abhängige Beschäftigung besteht, gilt folgendes:
    • Promotionsstudenten: sind keine Studenten im Sinne des §5 Abs. 1 Nr. 9 des SGB V, da die Promotion nicht mehr zur wissenschaftlichen Ausbildung gehört, sondern eine freie wissenschaftliche Tätigkeit darstellt, und daher nicht versicherungspflichtig (vgl. BSG 12 RK 45/92 vom 23.03.1993 sowie Az. L 4 KR 83/97 vom LSG Niedersachsen)..
    • Stipendien (das Stipendium ist keine abhängige Beschäftigung): (vgl. §7 SGB IV) sind steuerfrei (§3 Nr. 11 und 44 Einkommensgesetz) und zählen nicht zum Gesamteinkommen.
      Begrifflich sind davon die „Einnahmen zum Lebensunterhalt“ zu unterscheiden, die etwa bei Zuzahlungen beim Zahnersatz relevant sind. Hier wird bei Stipendien der 300,- EUR monatlich übersteigende Betrag als Einnahmen gewertet. (RdSchr. 13g Gemeinsames Rundschreiben des Spitzenverbands der Krankenkassen betr. Einnahmen zum Lebensunterhalt , Anlage 1)
    • Stipendium und gleichzeitig an der FAU beschäftigt:  es muss vorab mit der zuständigen Krankenkasse geklärt werden, ob durch die Beschäftigung am Lehrstuhl und das Stipendium nicht ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt, das zu einer gesamten Sozialversicherungspflicht führt (dies gilt für anteilige hauptberufliche wissenschaftliche Beschäftigungsverhältnisse wie auch für nebenberufliche Beschäftigungen als wissenschaftliche Hilfskraft).
    • Informationen zur Krankenversicherung für Ausländerinnen und Ausländer finden Sie auf den Seiten des Welcome Centres unserer Universität. Außerdem lohnt ein Blick auf das folgende mehrsprachige Informationsportal http://www.1a.net/versicherung/krankenversicherung/international.

Im Einzelfall muss die Prüfung durch die Krankenkasse vorgenommen werden.

Weitere Links zur Krankenversicherung

Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)

Einkommenssteuergesetz