EFI-Förderung

Von Emergenz zu Exzellenz

Die FAU ist eine der forschungsstärksten Universitäten in Deutschland – mit einer Vielzahl herausragender wissenschaftlicher Ansätze und Perspektiven. Als Volluniversität vereint sie alle Fächer unter einem Dach und bietet damit den idealen Rahmen für innovationsstarke Forschung, die häufig an Fächergrenzen entsteht.

Bild: FAU

Bild: FAU

Für eine frühzeitige Förderung risikoreicher, interdisziplinär angelegter Verbundvorhaben hat die FAU im Jahre 2010 die Emerging Fields Initiative (EFI) ins Leben gerufen. Als intramurales Förderinstrument stärkt die Initiative den Forschungsdialog, belebt strategische Allianzen mit wichtigen Partnern und erhöht die Attraktivität der FAU für exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, auch aus dem internationalen Umfeld.

Seit der Implementierung der EFI sind an der FAU zahlreiche innovationsstarke Forschungsprojekte und vielversprechende Forschungskonsortien neu entstanden. Im nächsten Schritt, ab 2021, begleitet die EFI Forschungsverbünde mit ausgewiesener Forschungsbasis auf dem Sprung von der Emergenz zur Exzellenz. Mit dieser strategischen Projektförderung schärft die FAU ihr Forschungsprofil als Spitzenuniversität. Als Partner auf diesem Weg wird die Initiative durch die STAEDTLER Stiftung mit einem Matching-Funds-Modell unterstützt. Für die Qualität der Forschungsansätze bürgt ein strenger Auswahlprozess.

Ein Einblick in die EFI-Förderung

Im Rahmen der EFI-Förderung wurden bisher 31 emergente, sowohl innovative wie auch interdisziplinäre Forschungsprojekte gefördert.

  • EFIMoves – Diagnostik und Therapie in Bewegung

    Ganganalyse eines Parkinson-Patienten mit Hilfe des Egait-Systems (Bild: Kurt Fuchs)

    Ganganalyse eines Parkinson-Patienten. (Bild: Kurt Fuchs)

    Im Mittelpunkt des Projekts „EFIMoves“ stand die Entwicklung und Validierung von modernen und multimodalen medizintechnischen Diagnostikverfahren. Mit Hilfe der mobilen und integrierten sensorbasierten Bewegungsanalyse können alle Bewegungsabläufe kostengünstig, einfach und individualisiert erfasst werden und daraus Therapien von neuronalen Bewegungserkrankungen entwickelt werden. Das entwickelte eGAIT-System erhielt den Bayerischen Innovationspreis Gesundheitstelematik.

  • ELINAS – Erlangen Center for Literature and Natural Sciences

    Grafik mit Buchstaben

    Foto: ELINAS Projekt

    Naturwissenschaft und Literatur sind zwei Pole der Weltbetrachtung und Weltdarstellung, die in Verbindung produktiv zum Verständnis und zur Bewältigung von gegenwärtigen und zukünftigen Problemen beitragen können. Das Projekt ELINAS hat dieses Forschungsfeld historisch und systematisch erschlossen, kultur- und naturwissenschaftliche Kompetenzen gebündelt und aus den Spezialdiskursen einen gemeinsamen systematischen Zugang entwickelt.

  • Molecular Communication Systems

    Collage Forscher hält Moleküle

    Bild: Colourbox.de

    Für neue Anwendungen in der Biologie, Nanotechnologie und Medizin wird es in der Zukunft erforderlich sein, dass sich Objekte und Maschinen im Nano- und Mikrometerbereich vernetzen lassen. Da sich elektromagnetische Wellen für die Nanowelt nicht eignen, sollen Moleküle als Träger von Information genutzt werden. Forschende der FAU haben die weltweit ersten Testumgebungen für eine solche molekulare Kommunikation entwickelt.

    Ermöglicht durch die Kofinanzierung der STAEDTLER-Stiftung

  • Tapping the Potential of Earth Observations (TAPE)

    Gletscherfrontdetektion

    Gletscherfrontdetektion mittels U-Net Architektur für verschiedene Trainingsgewichtungen. Grün: Referenz, Rot: Vorhersage, Gelb: Überlapp von Referenz und Vorhersage. (Bild: Holzmann et al. 2021, http://arxiv.org/abs/2101.03247)

    Ziel des Projekts ist es, die Zeitreihen von Erdbeobachtungs(EO)-Daten mit innovativen Methoden des „Deep Learnings“ zu analysieren, um effiziente Algorithmen zur Bewältigung der großen Datenmengen zu entwickeln. Der Wert dieser EO-Produkte wird durch fortgeschrittene Interpolationstechniken und Assimilation in geophysikalische Modelle weiter erhöht.

    Ermöglicht durch die Kofinanzierung der STAEDTLER-Stiftung

  • Novel Biopolymer Hydrogels

    Schwellversuch mit Biopolymer-Hydrogel

    Schwellversuche untermauern physikalische Aspekte der Gehirnfaltung (Bild: Sylvia Budday)

    In diesem Projekt werden Biopolymer-Hydrogele hergestellt und mechanisch charakterisiert. Sie dienen als Ersatzmaterialien, um das hochkomplexe Verhalten weicher biologischer Gewebe zu verstehen und zu modellieren.

    Dies könnte es in Zukunft wesentlich erleichtern, geeignete Materialien für den 3D Druck künstlicher Organe zu wählen oder Modelle für Prognosen zu erstellen.

    Ermöglicht durch die Kofinanzierung der STAEDTLER-Stiftung