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Heinz Maier-Leibnitz-Preis

Anerkennung herausragender Leistung

Die DFG vergibt den Heinz Maier-Leibnitz-Preis, benannt nach dem Physiker und ehemaligen Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, seit 1977 jährlich an zehn junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Anerkennung herausragender Leistungen.  Er ist mit 20.000 Euro dotiert. Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis bedeutet für junge Forscherinnen und Forscher Anerkennung und weiteren Anreiz für herausragende wissenschaftliche Arbeiten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt die Mittel für den Preis zur Verfügung.

Knochen als Schnittstelle: Aline Bozec (2016)

Aline Bozec
Bild: Jens Wegener

In ihren Forschungen fand Aline Bozec heraus, dass Knochen eine Reihe von Schnittstellen zu anderen Gewebe- und Organsystemen aufweisen: In ihren Arbeiten hat sie zentrale Transkriptionsfaktoren und Signalwege beschrieben, die in Osteoklasten – knochenfressenden Zellen –, Osteoblasten – knochenaufbauenden Zellen – und Fettzellen als Schaltstellen für die Differenzierung und die Aktivität der Zellen relevant sind. Damit konnte Bozec grundlegende Phänomene bezüglich der Regulation des Knochenaufbaus und -abbaus, der Modulation regenerativer Mechanismen in den Stammzellnischen des Knochenmarks sowie deren Bedeutung in Gesundheit und Krankheit beleuchten.

Kommunikation mit Licht: Christine Silberhorn (2008)

Christine Silberhorn

Christine Silberhorn untersucht spezielle Eigenschaften von Licht und deren Anwendung in der Quantenkommunikation – der Übertragung von Information durch Verschicken von einzelnen Lichtteilchen durch die Luft oder Glasfasern. Ihr besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Erzeugung nicht-klassischen Lichts mit Hilfe spezieller Wellenleiterstrukturen und deren Anwendung in linearen, optischen Quantennetzwerken sowie der Charakterisierung von Quantenzuständen mit Hilfe von Photonenzahlstatistiken.

Laser trifft Blech: Marion Merklein (2004)

Marion Merklein
Bild: Johannes Koch

Marion Merklein beschäftigt sich mit Fertigungstechnologien, insbesondere mit einem Formgebungsverfahren für Leichtmetalle, dem Laserstrahlumformen. Bei diesem Verfahren werden Metalle kurzzeitig stark erhitzt und gezielt umgeformt. Marion Merklein hat mikrostrukturelle Änderungen in der Werkstoffstruktur von Aluminiumlegierungen untersucht, die bei dieser Erhitzung auftreten. Darüber hinaus hat sie ein Verfahren zur Aufnahme von so genannten Grenzformänderungsschaubildern entwickelt, die eine Analyse der Umformeigenschaften von Blechen ermöglichen. Diese Arbeiten bergen vor allem für die Fahrzeugindustrie großes Potenzial.