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Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

Das Forschungsförderprogramm für Spitzenforscher

Der „Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis“ ist der wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland. Ziel des Leibniz-Programms, das 1985 eingerichtet wurde, ist es, die Arbeitsbedingungen herausragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu verbessern, ihre Forschungsmöglichkeiten zu erweitern, sie von administrativem Arbeitsaufwand zu entlasten und ihnen die Beschäftigung besonders qualifizierter jüngerer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erleichtern. Der Preis ist mit bis zu 2,5 Millionen Euro dotiert.

Weitere Informationen zum Leibniz-Preis finden Sie auf der Webseite der DFG.

Transatlantische Netzwerkerin: Heike Paul (2018)

Heike Paul
Foto: FAU/KL

Mit Arbeiten zur amerikanischen Literatur, Kulturtheorie und Populärkultur hat sich Heike Paul national und international einen Namen gemacht. Als eine der renommiertesten Vertreterinnen der Amerikanistik in Deutschland ist sie eine Autorität auf dem Gebiet der amerikanischen Mythen, die sie auf innovative Weise in unterschiedlichen gesellschaftlichen Funktionsbereichen (Kunst, Politik, Religion) aufspürt und analysiert. Darüber hinaus hat sich Heike Paul dem Wissenstransfer zwischen Hochschule und Öffentlichkeit, insbesondere an Museen, Schulen oder Kultureinrichtungen verschrieben und fungiert als Mentorin für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Zwischen Werkstoff und Produktion: Marion Merklein (2013)

Marion Merklein
Bild: Johannes Koch

In nur 14 Jahren gelang Marion Merklein eine bemerkenswerte Karriere von der Immatrikulation bis hin zur ersten weibliche Professorin im Bereich Maschinenbau an der FAU. Ihre Arbeit als Wissenschaftlerin hat im Gebiet der Werkstoffcharakterisierung und Umformung viele neue Impulse gesetzt. Im Mittelpunkt stand dabei die Entwicklung robuster und flexibler Fertigungsverfahren durch die Kombination von Blechumformprozessen mit denen der Massivumformung.

Flüssige Salze: Peter Wasserscheid (2006)

Peter Wasserscheid

Einer der Forschungsschwerpunkte Peter Wasserscheids gilt den ionischen Flüssigkeiten. Dabei handelt es sich um Salze, die bei Raumtemperatur flüssig sind und so als Lösungsmittel für chemische und biochemische Stoffumwandlungen verwendet werden können. Ionische Flüssigkeiten verdampfen auch bei erhöhter Temperatur und reduziertem Druck nicht. Dadurch entfällt in Produktionsverfahren zum Beispiel die Notwendigkeit, aufwändige Vorrichtungen zu installieren, um die Grenzwerte für flüchtige organische Verbindungen einzuhalten.

Von Submikron bis Nano: Wolfgang Peukert (2005)

Wolfgang Peukert
Bild: Fotostudio Glasow

Wolfgang Peukert widmet sich der Partikeltechnik und Grenzflächenphysik. Er hat große Erfolge an der Schnittstelle von Grundlagenforschung und Anwendung zu verzeichnen, an der Untersuchungen zu physikalischen und chemischen Grundlagen der Wechselwirkung zwischen Partikeln angesiedelt sind. Durch seine Arbeiten zum Verhalten von Partikeln im Submikron- und Nanometerbereich hat er wissenschaftlichen Zusammenhänge geklärt sowie die Grundlagen für die gezielte Herstellung von Produkteigenschaften und damit für die Anwendung geschaffen.

Keramik-Kenner: Peter Greil (2000)

Peter Greil
Bild: Fotostudio Glasow

Peter Greil befasst sich mit den Grundlagen der Herstellung von Keramiken und Keramik-Verbundstoffen. Zur Herstellung dieser Werkstoffe bedient er sich eines Syntheseverfahrens, mit dem sowohl Polymere als auch Metalle und ihre Oxide zu Kompositen vereinigt werden können. Häufig dienen ihm Bauprinzipien der Natur als Vorlage für neue "biomimetische" Werkstoffe. Außerdem beschäftigt sich Prof. Greil mit Beschichtungen zum Schutz vor Korrosion.

Amadeus' Mutter: Gisela Anton (1994)

Gisela Anton
Bild: FAU/Georg Pöhlein

Seit ihrem Sieg beim Bundeswettbewerb Jugend forscht im Jahr 1975 ist Gisela Anton der Wissenschaft treu geblieben. Für den Teilchenbeschleuniger ELSA hat sie den Detektor Amadeus entworfen. An der FAU arbeitete sie unter anderem am Neutrinodetektor ANTARES, einem Teleskop das sich im Mittelmeer in 2.500 Meter Tiefe befindet, und ist Gründungsdirektorin des Erlangen Centre for Astroparticle Physics (ECAP). Außerdem forscht sie im Bereich Medizintechnik sowie Medizinphysik und engagiert sich für die Nachwuchsförderung.