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Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft

Förderung zukunftsträchtiger Forschung

Der Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft wird jährlich an herausragende in Europa tätige Spitzenwissenschaftler vergeben. Mit dem Preisgeld in Höhe von 750.000 Euro fördert die Körber-Stiftung zukunftsträchtige Forschungsarbeiten in den Bereichen Life Sciences und Physical Sciences. Mit dem Preisgeld sollen die Wissenschaftler in einem Zeitraum von drei Jahren an ihrem Forschungsprojekt arbeiten. Die Ausgezeichneten entscheiden eigenverantwortlich über die Verwendung der Fördermittel.

Zweimal wurden Erlanger Professoren bisher mit dem Körber-Preis ausgezeichnet: Norbert Sauer vom Lehrstuhl für Molekulare Pflanzenphysiologie im Jahre 2001 und Philip Russell vom Lehrstuhl für Experimentalphysik im Jahre 2005.

Glasfaser-Revolutionär: Philip St John Russell (2005)

Philip St John Russell

Besondere Beachtung erlangte Philip Russel mit der Entwicklung neuartiger Glasfasern, in denen winzige Luftkanäle angeordnet sind. Die Fasern revolutionierten die Messung von Lichtfrequenzen: Sie sind wesentlicher Bestandteil des sogenannten Frequenzkamms, eines Geräts, mit dessen Hilfe die Wellenlänge elektromagnetischer Strahlung sehr präzise ermittelt werden kann. Außerdem werden die Glasfasern in neuartigen Lichtquellen im ultravioletten Bereich eingesetzt, die zum Beispiel in der Chipherstellung wichtig sind. Auch in der Grundlagenforschung werden Russells Fasern genutzt, etwa um zu erforschen, wie Licht und Materie im Nanometerbereich in Wechselwirkung treten.

Pflanzen für Umwelteinflüsse wappnen: Norbert Sauer (2001)

Norbert Sauer
Bild: Erich Malter

Wassererosion, Versalzung, Trockenheit: Landwirte weltweit haben mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen. Pflanzen für solche Umwelteinflüsse zu wappnen, ist Ziel von Norbert Sauers Forschung. Der Körber-Preis wurde ihm und Kollegen für die Züchtung salztoleranter Nutzpflanzen verliehen.