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Spitzenposition in der europäischen Kinderherzchirurgie

Freuen sich über die Spitzenposition im Vergleich der europäischen kinderherzchirurgischen Zentren (von links): Prof. Dr. Robert Cesnjevar (Leiter der Kinderherzchirurgie), Dr. Radek Jaworski (EACTS-Auditor), Dr. Ariawan Purbojo und Johannes Rösch, beide Kinderherzchirurgie). (Bild: Uni-Klinikum Erlangen)

Freuen sich über die Spitzenposition im Vergleich der europäischen kinderherzchirurgischen Zentren (von links): Prof. Dr. Robert Cesnjevar (Leiter der Kinderherzchirurgie), Dr. Radek Jaworski (EACTS-Auditor), Dr. Ariawan Purbojo und
Johannes Rösch, beide Kinderherzchirurgie). (Bild: Uni-Klinikum Erlangen)

Europäische Fachgesellschaft zeichnet Erlanger Abteilung erneut aus

Am Universitätsklinikum Erlangen sind Kinder mit komplexen Herzfehlern in den besten Händen. Die Kinderherzchirurgische Abteilung (Leiter: Prof. Dr. Robert Cesnjevar) wurde jetzt von der Europäischen Fachgesellschaft für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie (EACTS) erneut mit einem Zertifikat ausgezeichnet.

Der EACTS-Auditor Dr. Radek Jaworski aus Warschau war mit dem Ergebnis seiner dreitägigen Begutachtung zufrieden: Im vergangenen Jahr wurden alle 296 kinderherzchirurgischen Eingriffe in Erlangen lückenlos dokumentiert. Bei der Behandlung von Neugeborenen kam es trotz komplizierter Operationen zu keinem Todesfall. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Erlanger Kinderherzchirurgen die ohnehin niedrige Mortalität nach einer Herzoperation bei älteren Kindern trotz einer Zunahme von komplexen Erkrankungen um 20 % auf nur noch 1,3 % senken. „Damit belegen wir im europäischen Vergleich wieder eine Spitzenposition“, sagte Prof. Cesnjevar.

Dr. Jaworski analysierte die kompletten Datensätze aller 2012 in Erlangen am Herzen operierten Kinder. Die Operationsergebnisse wurden in der EACTS-Datenbank in Warschau hinterlegt und stehen nun anderen Kinderherzzentren zum Vergleich zur Verfügung. Während in Deutschland nur knapp 50 % der Kinderherzzentren ihre Qualitätsdaten in der Datenbank veröffentlichen, sind es beispielsweise in Polen 100 %. Der Grund: „In Polen ist es Pflicht, seine Operationsergebnisse in die EACTS-Datenbank zu übermitteln, anderenfalls wird die Operation von den Krankenkassen nicht vergütet“, sagte Dr. Jaworski. Er wünscht sich, dass immer mehr deutsche Kinderherzzentren freiwillig dem Erlanger Beispiel folgen. „Aus dem Vergleich mit anderen Zentren können Schwächen erkannt und beseitigt werden“, weiß der Warschauer Kinderherzchirurg.

Prof. Cesnjevar freute sich mit seinen für das Qualitätsmanagement zuständigen Mitarbeitern Dr. Ariawan Purbojo und Johannes Rösch über das äußerst positive Resultat der EACTS-Begutachtung und betonte, dass die hohe Behandlungsqualität nur dank guter Teamarbeit möglich gewesen sei: „Die Strukturen und die personelle Ausstattung des Uni-Klinikums Erlangen sind eine optimale Basis für das reibungslose Zusammenspiel von uns Kinderherzchirurgen, den Kinderkardiologen und Intensivmedizinern unter Leitung von Prof. Dr. Sven Dittrich sowie den Anästhesisten unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Schüttler.“

Die European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS) engagiert sich seit 1986 auf europäischer Ebene für die Herz-Thorax-Chirurgie. Rund 3.000 Chirurgen, Kardiotechniker und verwandte Gesundheitsberufe sind Mitglieder der Fachgesellschaft mit Hauptsitz in Windsor (Großbritannien). In Warschau verwaltet die EACTS eine Datenbank mit weltweit 150.000 dokumentierten Kinderherzoperationen. Weitere Infos unter www.eacts.org

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Robert Cesnjevar
Tel.: 09131/85-34010
kinderherzchirurgie@uk-erlangen.de

 

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