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Mädchen dominieren naturwissenschaftlichen Wettbewerb

Verleihung des Dr. Hans-Riegel-Fachpreises (v.l.n.r.): 1. Reihe: Rebekka Maria Hufnagel, Lena Gerhardt, Timo Nachbar, Vera Lambrecht, Leonie Vetter, Anna-Katharina Hirmer, Nina Bauer, Nanine Frisch; 2. Reihe: die FAU-Juroren Prof. Dr. Jürgen Schatz, Dr. Berhard Lucke, Prof. Dr. Frank Duzaar sowie Phillip Otto, Anja Wenk, Johannes Lindenmeier, Jakob Einhaus und Dr. Reinhard Schneider, Dr. Hans Riegel-Stiftung. (Bild: Gerd Gaetzschmann / FAU)

Verleihung des Dr. Hans-Riegel-Fachpreises (v.l.n.r.): 1. Reihe: Rebekka Maria Hufnagel, Lena Gerhardt, Timo Nachbar, Vera Lambrecht, Leonie Vetter, Anna-Katharina Hirmer, Nina Bauer, Nanine Frisch; 2. Reihe: die FAU-Juroren Prof. Dr. Jürgen Schatz, Dr. Berhard Lucke, Prof. Dr. Frank Duzaar sowie Phillip Otto, Anja Wenk, Johannes Lindenmeier, Jakob Einhaus und Dr. Reinhard Schneider, Dr. Hans Riegel-Stiftung.
(Bild: Gerd Gaetzschmann / FAU)

Dr. Hans Riegel-Fachpreise an der FAU verliehen

Die Naturwissenschaftliche Fakultät der FAU hat am Samstag, 12. April 2014, die Dr. Hans Riegel-Fachpreise für herausragende W-Seminararbeiten verliehen. In Kooperation mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung wurden in den Unterrichtsfächern Chemie, Geographie, Mathematik und Physik die jeweils besten drei eingesandten Arbeiten ausgezeichnet. Rund 160 Schülerinnen und Schüler aus Franken und der Oberpfalz hatten sich um die Fachpreise beworben.

In diesem Jahr entschied sich die Jury für acht Schülerinnen und vier Schüler, welche mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten überzeugten. Mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer gelten bisher als überwiegend männliche Domäne, aber auch in diesem Jahr wurde das Vorurteil widerlegt. Die jungen Talente beschäftigten sich mit Themen wie Wasseranalyse, schwimmende Städte, mathematische Musik oder „Funktionsweise eines Toasters“.

Prof. Dr. Frank Duzaar hob vor allem die Qualität der Arbeiten hervor: „Bemerkenswert ist nach wie vor die Qualität der eingesandten Arbeiten; hier gilt auch der Dank den Schulen, den Lehrern und Lehrerinnen für ihr Engagement. Besonderer Dank gilt vor allem der Dr. Hans Riegel Stiftung für ihr Engagement. Es ist auch ein gutes Zeichen, dass sich unter den Preisträgern mehr Schülerinnen finden. Ich kann alle, insbesondere die Schülerinnen nur ermuntern, ein Studium in dem MINT-Fächern aufzunehmen.“

Herr Dr. Schneider, Vorstandsvorsitzender der Dr. Hans Riegel-Stiftung, ist sich sicher: „Die Dr. Hans Riegel-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Talente, welche Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Wir freuen uns, dass wir nun im fünften Jahr mit der FAU Erlangen die Dr. Hans Riegel-Fachpreise verleihen können.“

Seit der Einführung des G8 belegen Abiturientinnen und Abiturienten im Rahmen ihres Lehrplans wissenschaftspropädeutische Seminare, sogenannte W-Seminare, in denen sie das wissenschaftliche Arbeiten erlernen sollen. Mit ihren Seminararbeiten konnten sich die Schülerinnen und Schüler an der FAU für die Dr. Hans Riegel-Fachpreise bewerben. Eine Fachjury, bestehend aus Professoren und Dozenten der FAU, begutachtete und bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien.

Maßstäbe für die Prämierung waren dabei in den naturwissenschaftlichen Arbeiten nicht nur das Ansammeln und Wiedergeben von Wissen aus den Lehrbüchern, sondern vor allem das eigene Experimentieren der Schülerinnen und Schüler und der kritischen Auseinandersetzung mit praktischen Versuchen.

Die Fachpreise sind in jedem Fach dotiert mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 200 Euro für den dritten Platz. Zudem erhalten die Schulen und Gymnasien der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro als Anerkennung der Betreuung der Arbeiten durch die jeweiligen Fachlehrer.

Stiftungsvorsitzender Dr. Schneider zu den Sachpreisen für die Schulen: „Ab diesem Jahr erhalten die Schulen der Erstplatzierten Sachpreise im Wert von je 250 Euro. Die Erhöhung der Investitionen dafür verbinden wir mit dem Wunsch, diejenigen zu ehren und langfristig zu fördern, die für die talentierten Preisträger/innen verantwortlich sind: Lehrkräfte und Schulleitungen. Mithilfe von zusätzliche Ausstattung für den naturwissenschaftlichen Unterricht unterstützen wir indirekt viele Talente bereits in der Schule.

Die Fachpreise wurden von Dr. Reinhard Schneider von der Dr. Hans-Riegel-Stiftung, sowie dem Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Frank Duzaar und Mitgliedern der Jury verliehen. Für alle weiteren Wettbewerbsteilnehmer, die nicht zu den Preisträgern zählten, gab es als Anerkennung für ihre Arbeiten fachbezogene Sachpreise und eine Urkunde.

Die diesjährigen Preisträger in Chemie:

  1. Platz: Rebekka Maria Hufnagel vom Dürer-Gymnasium in Nürnberg mit dem Thema „Chemische Konservierungsstoffe im Vergleich zu natürlichen Haltbarmachern“
  2. Platz: Nina Bauer vom Olympia-Morata-Gymnasium in Schweinfurt mit dem Thema „Biologische und chemische Analyse der Horhäuser Quelle ‚Bergbrünnlein‘ “
  3. Platz: Vera Lambrecht vom Armin-Knab-Gymnasium in Kitzingen mit dem Thema „Die Funktionsweise der konventionellen und funktionellen Magnetresonanztomographie, sowie deren Bedeutung für die Alzheimer-Diagnostik

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Dürer-Gymnasium in Nürnberg.

Die diesjährigen Preisträger in Geographie:

  1. Platz: Leonie Vetter vom Marie-Therese-Gymnasium in Erlangen mit dem Thema „Küstenschutz unter besonderer Berücksichtigung des deutschen Küstenraumes und des Klimawandels“
  2. Platz: Johannes Lindenmeier vom Gymnasium Dinkelsbühl mit dem Thema „Leben unter dem Vulkan – Neapel im Schatten des Vesuv“
  3. Platz: Jakob Einhaus vom Marie-Therese-Gymnasium in Erlangen mit dem Thema „Schwimmende Städte und künstliche Inseln – Häuser auf dem Wasser“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Marie-Therese-Gymnasium in Erlangen.

Die diesjährigen Preisträger in Mathematik:

  1. Platz: Lena Gerhardt vom Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt mit dem Thema „Lösen algebraischer Gleichungen dritten und vierten Grades über den Körper der komplexen Zahlen“
  2. Platz: Anna-Katharina Hirmer vom Gregor-Mendel-Gymnasium in Amberg mit dem Thema „Der Satz von Euler und seine Bedeutung für die RSA-Verschlüsselung“
  3. Platz: Phillip Otto vom Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium in Bayreuth mit dem Thema „Fibonaccissimo – ein Concertino für Bratsche und Klavier“.

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt.

Die diesjährigen Preisträger in Physik:

  1. Platz: Timo Nachbar vom Otto-Hahn-Gymnasium in Marktredwitz mit dem Thema „Planung, Entwicklung und Bau eines linearen Kernfusionsreaktors mittels elektrostatischem Trägheitseinschluss“
  2. Platz: Nadine Frisch vom Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium in Schwabach mit dem Thema „Das Vogelflugprinzip in Natur und Technik – Schwerpunkt Umsetzung am Verkehrsflugzeug“
  3. Platz: Anja Wenk vom Helene-Lange-Gymnasium in Fürth mit dem Thema „Aufbau, Wirkungsgrad und Funktionsweise eines Toasters“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Otto-Hahn-Gymnasium in Marktredwitz.

Mit der Etablierung der Dr. Hans-Riegel-Fachpreise an der FAU möchten die Veranstalter insbesondere die Begeisterung für die Naturwissenschaften stärken und mit attraktiven Preisgeldern einen zusätzlichen Anreiz setzen. Schließlich werden die Grundlagen für eine naturwissenschaftliche Orientierung bereits in der Schule gelegt.

Weitere Informationen:

Christiane Sell
Tel.: 09131 / 85 27681
christiane.sell@fau.de

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