Seiteninterne Suche

FAU aktuell

„Auszeichnung mit Seltenheitscharakter“

Thomas Stegmann, Leiter der TÜV-Süd-Niederlassung in München, überreichte das Hauptzertifi kat an den Ärztlichen Direktor des Uni-Klinikums Erlangen, Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Vorbildliche Qualität der onkologischen Versorgung mit TÜV-Süd-Zertifikat ausgezeichnet

Das Onkologische Zentrum des Universitätsklinikums Erlangen hat zusammen mit der Geschäftsführung des onkologischen Spitzenzentrums CCC Erlangen-EMN erneut seine Qualität bewiesen: Bereits 2011 wurde das Onkologische Zentrum unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Mackensen nach den Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft erfolgreich erstzertifiziert und ist nun vom TÜV Süd mit dem Prüfzeichen „ISO 9001“ ausgezeichnet worden.

„Dass ein Haus der Maximalversorgung – wie das Uni-Klinikum Erlangen – bei der Erstzertifizierung mit so viel Lob und so wenig Nebenabweichungen besteht, hat Seltenheitscharakter. Das QM-System befindet sich bereits auf einem sehr hohen Niveau. Die hohe Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Patienten ist deutlich erkennbar und sehr positiv zu bewerten“, lobte die Lead-Auditorin Dr. Christa Glückert vom TÜV Süd bei der Zertifikatsübergabe an den Ärztlichen Direktor des Uni-Klinikums Erlangen, Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro. Das Onkologische Zentrum des Uni-Klinikums Erlangen ist eines der größten zertifizierten Zentren Deutschlands.

Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 steht für Sicherheit und kontinuierliche Verbesserung der Prozesse. Bei diesem Verfahren wird das interne Qualitätsmanagement rund um die Abläufe der Krankenversorgung in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Prüfern einer detaillierten Kontrolle unterzogen – so wie vor Kurzem im Uni-Klinikum Erlangen geschehen. Eine Woche lang überprüften und bewerteten unabhängige, speziell ausgebildete Fachleute (Auditoren) im Auftrag des TÜV Süd das Qualitätsmanagement der Einrichtungen des Onkologischen Zentrums sowie der Geschäftsstellen des CCC Erlangen-EMN und des Tumorzentrums Erlangen-Nürnberg. Dabei wurde der gesamte Behandlungsverlauf der Patienten – vom Erstkontakt bis hin zur Entlassung – betrachtet.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „Die Prüfer bescheinigten allen onkologischen Einrichtungen eine sehr gute Qualitätsorientierung, die alle Arbeitsbereiche umfasst“, sagte die Leiterin der Stabsabteilung Qualitätsmanagement, Dr. Monika Gröne. „Gelobt wurden vor allem die reibungslose Zusammenarbeit bei der ambulanten sowie der stationären Versorgung inklusive der Diagnostik und der Therapie in unseren onkologischen Einrichtungen, aber auch die hervorragende Versorgung durch den Klinischen Sozialdienst, die Psychoonkologie sowie die sehr gut aufgestellte Palliativmedizin.“

Thomas Stegmann, Leiter der TÜV-Süd-Niederlassung in München, überreichte das Hauptzertifikat an den Ärztlichen Direktor des Uni-Klinikums Erlangen, Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro. Dieser ließ es sich nicht nehmen, anschließend die Einzelzertifikate an die 18 zertifizierten Einrichtungen zu übergeben. Der stellvertretende Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Rainer Fietkau, der über den gesamten Vorbereitungszeitraum auch die Schnittstelle zwischen dem Klinikumsvorstand und dem Qualitätsmanagement bildete, würdigte die Organisationsbereiche des zentralen Managements. Er dankte insbesondere der Verwaltung für ihre Unterstützung sowie der Pflegedirektion für die Einführung eines „vorbildlichen Managementsystems“: „Das Pflegemanagement und das Personalmanagement der Pflege sind während der Zertifizierung sehr positiv aufgefallen.“

Frei nach dem Motto „Nach der Zertifizierung ist vor der Zertifizierung“ erfolgt die Vergabe des TÜV-Siegels auf Zeit. Alle drei Jahre wiederholt sich das gesamte Verfahren im Rahmen einer Re-Zertifizierung. Zudem wird in jährlichen Überwachungen vor Ort die Aufrechterhaltung des Zertifikats überprüft. „Das ist im besonderen Interesse der Patienten, die so die Gewissheit haben, dass die Behandlung im Onkologischen Zentrum in Erlangen einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess durchläuft. Beste Voraussetzungen also für einen optimalen Therapieerfolg“, so Dr. Gröne. Bei der Zertifikatsübergabe lobte die QM-Leiterin auch die gute Zusammenarbeit aller Arbeitsbereiche: „Wir haben eine ISO-Gemeinschaftszertifizierung erreicht. All das haben wir als Team gemeinsam geschafft. Ich möchte mich daher bei allen bedanken, die mit zu diesem Erfolg beigetragen haben.“

Onkologische Versorgung von jeder Krebsart auf höchstem Niveau

Das Onkologische Zentrum des Universitätsklinikums Erlangen ist ein Verbund aller Fachdisziplinen des Uni-Klinikums, der die bestmögliche Diagnostik und Therapie für die Patienten sicherstellt. Die zentralen Bausteine des Onkologischen Zentrums sind die interdisziplinären Zentren (Brustzentrum, Darmkrebs- und Pankreaskarzinomzentrum, Gynäkologisches Krebszentrum, Hautkrebszentrum, Prostatakarzinomzentrum mit Nieren- und Blasentumoren sowie Kopf-Hals-Tumorzentrum) und der Schwerpunkt Lymphome, Leukämien, Plasmozytom und andere hämatologische Systemerkrankungen.

Das Uni-Klinikum Erlangen versorgt darüber hinaus weitere relevante Tumoren wie kindliche Tumoren und Hirntumoren. Das Onkologische Zentrum des Uni-Klinikums Erlangen bildet ein wesentliches Fundament des Comprehensive Cancer Center Erlangen-EMN. Das CCC Erlangen-EMN unter Leitung von Prof. Dr. Matthias W. Beckmann ist eines von zwölf von der Deutschen Krebshilfe geförderten Spitzenzentren der Krebsforschung und Behandlung von Krebspatienten. Das CCC Erlangen-EMN bietet Betroffenen und Angehörigen u. a. eine kostenlose Krebsinformation unter der Telefonnummer 0800 85 100 85 an.

Weitere Informationen:

Dr. Monika Gröne
Leiterin der Stabsabteilung Qualitätsmanagement
Tel.: 09131/85-35849
monika.groene@uk-erlangen.de

Kristin Zapf
Koordinatorin des Onkologischen Zentrums
Tel.: 09131/85-35861
kristin.zapf@uk-erlangen.de

Imagefilm der Friedrich-Alexander Universität

Vorsprung durch Vernetzung - Der Imagefilm der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Neue Völkerwanderung in Europa?

Europa erlebt eine neue Völkerwanderung. Oder doch nicht?

Das fränkische Schichtstufenland

Das fränkische Schichtstufenland – Alte Kontroversen und neue Vorstellungen