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FAU aktuell

Hochmoderne Technik zum Charakterisieren von Kunststoffen

Übergabe des Gerätes der Brabender GmbH & Co. KG im Technikum des LKT von links nach rechts: Herr Stratmann (Brabender GmbH & Co. KG), Herr Prof. Dr. Drummer (LKT), Herr Seefried (LKT), Herr Pielen (Brabender GmbH & Co. KG), (Bild: FAU)

Lehrstuhl für Kunststofftechnik erhält Leihgabe für Lehr- und Forschungszwecke

Mit der neuen Plasti-Corder® Lab-Station hat der Lehrstuhl für Kunststofftechnik der FAU ein hochmodernes Messgerät erhalten, mit dem Kunststoffe hinsichtlich ihres Fließverhaltens charakterisiert werden können. Die Firma Brabender GmbH & Co. KG stellt dem Lehrstuhl das Gerät als Leihgabe für Lehr- und Forschungszwecke zur Verfügung.

Kunststoffe kommen in allen Bereichen unseres täglichen Lebens vor, oftmals nehmen wir sie gar nicht mehr war. Dabei zeigen die Kunststoffe mitunter Eigenschaften auf, die sie eigentlich gar nicht haben – wie beispielsweise gute Wärmeleitfähigkeit oder magnetische Eigenschaften. Möglich werden diese Eigenschaften, indem Wissenschaftler geschmolzenem Kunststoff Füllstoffe hinzufügen.

Doch ähnlich wie bei einem Kuchenteig lassen sich Kunststoffmischungen, je nach Mischverhältnis und Temperatur, unterschiedlich schwer kneten und in eine Form bringen. Zudem verändern Kunststoffe ihr Fließverhalten in Abhängigkeit von z.B. Temperatur, Zeit, Druck und „Knet“-geschwindigkeit. Damit die FAU-Forscher besser bewerten können, wie sich eine Kunststoffmischung bei der weitergehenden Verarbeitung verhält, setzen sie die Plasti-Corder® Lab-Station ein.

Dabei wird ein beheizter Kneter von einem Drehmoment-Rheometer – ein spezielles Messgerät zur Ermittlung des Drehmoments – angetrieben. Zum Kneten jeder Kunststoffmischung bei einer bestimmten Temperatur wird u.a. zeitabhängig ein spezifisches Drehmoment benötigt. Dieses Drehmoment ist ein Charakteristikum von Kunststoffen und kann mit dem Plasti-Corder genau ermittelt werden.

Die neue Plasti-Corder® Lab-Station setzen die Forscher einerseits in der Lehre im Rahmen von studentischen Arbeiten ein. Hierbei werden – sowohl am Lehrstuhl als auch extern hergestellte – Mischungen überprüft. Andererseits soll das Messgerät dabei helfen, im Rahmen laufender und geplanter Projekte neue Werkstoffe, meist basierend auf duroplastischen Kunststoffen, deren Moleküle bei der Verarbeitung zu festen Netzwerken chemisch reagieren, zu entwickeln und zu analysieren. Duroplaste zeichnen sich u.a. durch Härte, gute Temperaturbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Chemikalien aus und werden daher häufig in elektronischen Anwendungen eingesetzt sowie zunehmend auch für hochpräzise Anwendungen wie Pumpen, Lager und Gehäuse im Motorraum von Pkws.

Weitere Informationen:

Wolfram Körbel
Tel.: 09131 85-29722
koerbel@lkt.uni-erlangen.de

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