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Jakob-Herz-Preis: FAU ehrt herausragenden US-Wissenschaftler

Preisträger Prof. Dr. Fred Harrison Gage (mitte) mit FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger (links) und Dekan Prof. Dr. Jürgen Schüttler. (Bild: R. Windhorst)

Medizinische Fakultät verleiht Professor Fred Gage den Jakob-Herz-Preis 2016

Für seine bedeutenden Leistungen auf dem Gebiet der Neurowissenschaften verleiht die Medizinische Fakultät der FAU dem Neurologen Fred H. Gage den Jakob-Herz-Preis. Der Preisträger ist Leiter des Laboratory of Genetics am Salk Institute for Biological Studies in Kalifornien, USA. Mit dem Forschungspreis werden wissenschaftliche Erfolge aus der theoretischen und klinischen Medizin gewürdigt. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und erinnert an den Erlanger Arzt und Forscher Jakob Herz, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr ebenfalls gedacht werden soll.

Festschrift zur Jakob-Herz-Preis-Verleihung 2016

Die Festschrift steht als PDF-Dokument oder als E-Paper auf den Webseiten der Medizinischen Fakultät zur Verfügung: med.fau.de/2016/06/13/festschrift-jakob-herz-preis-2016.

Der Preisträger

Prof. Dr. Fred Harrison Gage gehört zu den Pionieren unter den Neurowissenschaftlern. Er forschte unter anderem zur Entstehung von Nervenzellen aus Stammzellen bei erwachsenen Säugetieren. Dort konnte er nachweisen, dass die Zahl der Nervenzellen des Gehirns nicht mit der Geburt vorgegeben ist, wie bis dato immer angenommen wurde, sondern diese auch im Alter entstehen können. Er arbeitete auch auf dem Gebiet der Modellierung von Gehirnerkrankungen, also der Nachbildung eines bestimmten Krankheitsbildes mittels Stammzellentechnologie. Er wurde für den Jakob-Herz-Preis aufgrund dieser bahnbrechenden Forschungsarbeiten nominiert. Diese erlauben nicht nur einen tieferen Einblick in die Biologie des Gehirns, sondern haben auch zu neuen und vielversprechenden Behandlungsmethoden bei schweren Gehirnerkrankungen und -verletzungen geführt.

Fred Gage promovierte an der John Hopkins University. Darauffolgend hielt er Professuren an der Texas Christian University in Texas, der Universität Lund in Schweden und der University of California San Diego in Kalifornien, bevor er 1995 eine Professur für Genetik am Salk Institute for Biological Studies erhielt. Die Bedeutung seiner Arbeit schlägt sich in seinen rund 700 Publikationen sowie zahlreichen Auszeichnungen nieder.

Der Jakob-Herz-Preis und sein Namensgeber

Jakob Herz (1816-1871) war zu seiner Zeit einer der führenden Lehrer der pathologischen Anatomie und Chirurgie und gilt als Begründer der chirurgischen Anatomie. 1867 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Erlangen ernannt, 1869 zum ersten ordentlichen Universitätsprofessor jüdischen Glaubens im Königreich Bayern. Nachdem er 1871 im Einsatz für seine Patienten im Deutsch-Französischen Krieg starb, errichtete ihm die Stadt Erlangen 1875 ein Denkmal auf dem Hugenottenplatz. Dies wurde 1933 auf Anordnung des nationalsozialistischen Stadtrates zerstört. 1983 wurde an der Ecke Universitätsstraße/Krankenhausstraße ein neues Denkmal für Jakob Herz aufgestellt. Der Jakob-Herz-Preis wird seit 2009 in einem 2-Jahres-Turnus von der Forschungsstiftung Medizin und der Medizinischen Fakultät verliehen, wurde aber einmalig um ein Jahr verschoben, um seines 200. Geburtstages zu erinnern.

Weitere Informationen:

Birgit Schumann
Tel: 09131/85-46610
birgit.schumann@fau.de
www.med.fau.de

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