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Wissenschaftler aus aller Welt kommen zum Flügel-Kurs an die FAU

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Mikroskopieren. (Bild: FAU/Christina Dworak)

Paläontologen bieten einzigartigen Workshop

Wie Perlen an einer Kette stehen die Mikroskope aufgereiht auf den Tischen im Besprechungszimmer der Universitätsbibliothek der FAU. Kleine Gruppen von Menschen stehen zusammen und unterhalten sich angeregt, andere sitzen vor ihren Mikroskopen. Sie alle sind Teilnehmer des einwöchigen Flügel-Kurses 2017, der seit 1974 regelmäßig und auf Grund der hohen Nachfrage seit 2015 zweimal im Jahr von der Fachgruppe Paläoumwelt des GeoZentrums Nordbayern an der FAU angeboten wird. Seitdem haben mehr als 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft und Industrie die Kurse besucht. Seinen Namen verdankt der Kurs, der international hohes Ansehen genießt, dem Paläontologen und Geologen Erik Flügel. Er war von 1972 bis 1999 Inhaber des Lehrstuhls für Paläontologie der FAU, von 1974 bis 1975 Dekan des Fachbereichs Geowissenschaften und Pionier der Mikrofaziesanalyse.

Hohes wissenschaftliches Niveau und eine freundschaftliche Atmosphäre

Als Fazies werden in der Geologie alle Eigenschaften eines Gesteins bezeichnet, die aus seiner Entstehungsgeschichte herrühren, wie Zusammensetzung und Erhaltung der Komponenten oder die Farbe. Auch Strukturen, die nach der Sedimentation oder während der Verwitterung entstehen, gehören dazu. Unter Mikrofazies versteht man all diejenigen Eigenschaften, die nur unter dem Mikroskop zu erkennen sind. Die Analyse solcher Mikrofazies, vor allem in sogenannten Karbonaten – also Kalksteinen – ist das Kernthema des Flügel-Kurses. Hierfür kommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Welt nach Erlangen. Sie sind 2017 unter anderem aus Italien, Irland, Polen, Dänemark, Algerien und sogar aus dem Oman, Brasilien, Chile und Australien angereist. „Mein Dozent hat mir den Kurs empfohlen, vor allem wegen seines internationalen Charakters und dem starken Praxisbezug“, erklärt ein Teilnehmer.

Denn das Besondere am Flügel-Kurs ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre eigenen Proben mitbringen dürfen, um Fragen mit den anwesenden Experten zu diskutieren. Auch wenn das wissenschaftliche Niveau hoch ist, so herrscht im Kurs doch eine entspannte und freundschaftliche Stimmung: „Das Schöne am Flügel-Kurs ist, dass alles sehr locker abläuft. Hier herrscht nicht so eine verkrampfte Atmosphäre wie es bei anderen Workshops manchmal der Fall ist. Die Wissenschaftler haben immer ein offenes Ohr für uns und auch die Teilnehmer untereinander verstehen sich sehr gut“, bestätigt eine Teilnehmerin. Das spiegelt sich auch in gemeinsamen Aktivitäten nach den Workshops wider.

Zudem kommen durch die hohe Internationalität Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Fachbereichen zusammen und können sich so untereinander austauschen, wie ein Teilnehmer berichtet: „Hier trifft man Menschen mit ganz unterschiedlichen wissenschaftlichen Backgrounds. Das eröffnet zum einen völlig neue Blickwinkel auf die eigene Arbeit und zum anderen kann man so sehr gut networken.“ Wie gefragt der Flügel-Kurs ist, zeigt folgendes Beispiel: Eine Teilnehmerin hatte drei Mal vergeblich versucht sich für den Kurs anzumelden – er war jedes Mal in kürzester Zeit ausgebucht. Beim vierten Versuch hat es dann geklappt.

Weitere Informationen und Bilder finden sich auf der Homepage und der Facebook-Seite des Flügel-Kurses. Für Fragen steht Prof. Dr. Munnecke zur Verfügung.

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