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Durchbruch in der Krebsfrüherkennung

Krebszellen (Bild: Colourbox.de)

Erster Test für die verlässliche Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs vorgestellt

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist deshalb so gefährlich, weil er meist erst in fortgeschrittenem Stadium erkannt wird. Dies liegt zum einen an spät einsetzenden Symptomen und zum anderen an einem bisher herrschenden Mangel an zuverlässigen Früherkennungsmethoden. Jetzt aber ist Forschern der Chirurgischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Robert Grützmann) des Universitätsklinikums Erlangen und der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin A der Universitätsmedizin Greifswald, in Zusammenarbeit mit der Metanomics Health GmbH, ein Durchbruch gelungen. In einer klinischen Studie konnten die Wissenschaftler um Prof. Dr. Robert Grützmann und Prof. Dr. Markus M. Lerch eine Signatur von neun Stoffwechselprodukten ausmachen, deren Nachweis die Genauigkeit der Pankreaskrebsdiagnostik nicht nur signifikant erhöht, sondern damit auch die Überlebenschancen der Patienten in Zukunft um bis zu 40 Prozent steigern kann.

Jedes Jahr sterben rund 14.000 Menschen in Deutschland an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Krankheit gilt als eine der tückischsten: Fünf Jahre nach der Diagnose sind nur noch etwa fünf Prozent der Betroffenen am Leben. Mit der Vorstellung eines ersten Tests zur verlässlichen Erkennung von Pankreastumoren haben Wissenschaftler des Uni-Klinikums Erlangen und der Universitätsmedizin Greifswald jetzt einen wichtigen Schritt in die medizinische Zukunft gemacht. „In unserer Studie wurden über 900 Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse untersucht“, erklärt Prof. Grützmann. „Unser Ziel war es, einen vorliegenden Krebs eindeutig von weiteren Möglichkeiten, vor allem von der chronischen Pankreatitis, zu unterscheiden, um Patienten schneller in die richtige Therapie zu bringen. Wir konnten erfolgreich zeigen, dass der Nachweis einer Signatur von neun Stoffwechselprodukten, die sogenannte Metabolomik, ein verlässlicher Früherkennungstest ist.“ Dieser bedeutsame Fortschritt soll noch weiter ausgebaut werden: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert in den kommenden vier Jahren die weitere Erforschung der Stochwechselsignatur mit 3,6 Millionen Euro.

Die Erlanger und Greifswalder Studie “Metabolic biomarker signature to differentiate pancreatic ductal adenocarcinoma from chronic pancreatitis” wurde jetzt im renommierten Fachmagazin „Gut“ veröffentlicht.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Robert Grützmann
Telefon: 09131/85-33201
chir-direktion@uk-erlangen.de

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