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Gibt es die Weltformel?

Die Frage nach der Weltformel beschäftigt uns in den großen Fragen. (Bild: panthermedia)

Giesel über die Weltformel

Warum schmeckt das Meer salzig? Wie viele Sandkörner sind an einem Strand? Wo endet das Universum? Und wie sieht dieses Ende dann aus? Wer kennt diese Fragen nicht, auf die man schon immer einmal eine Antwort haben wollte? Wir haben in unserem FAU-Forschungsmagazin friedrich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern „Große Fragen“ gestellt – auch wenn es möglicherweise nicht immer eine Antwort gibt.

Prof. Dr. Kristina Giesel, Leitung der Professur für Theoretische Physik, erklärt, ob es die Weltformel gibt.

Um physikalische Prozesse im Universum zu beschreiben, gehen Physiker heute von vier Grundkräften aus: der schwachen, der starken und der elektromagnetischen Wechselwirkung sowie der Gravitation. Drei dieser Kräfte sind ab atomaren Skalen relevant, und sie lassen sich in der Quantentheorie vereinen. Einziger Außenseiter bleibt die Gravitation. Zwar beschreibt Einsteins Relativitätstheorie unser Universum auf makroskopischen Skalen, doch wie eine Quantengravitationstheorie aussehen müsste, ist eine spannende, aber noch offene Frage. Mit deren Hilfe könnte man eine einheitliche Theorie aller vier Kräfte formulieren, die physikalische Prozesse auf fundamentalem Niveau beschreibt und damit als Grundmodell dienen könnte. „One theory to rule them all“? Nein, denn bislang existiert keine Theorie, die auf allen Skalen gültig ist. Auch in der Vergangenheit haben gerade die Grenzbereiche von Theorien immer wieder neue Erkenntnisse geliefert, wie beispielsweise über neue Elementarteilchen oder ein fundamentaleres Verständnis von Raum und Zeit. Es bleibt also spannend, und mit Sicherheit ist die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest nicht einfach 42!


Der friedrich – das Forschungsmagazin der FAU

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Der friedrich Nr. 117 öffnet sich beim Klick auf das Bild.

Dieser Artikel erschien zuerst in unserem Forschungsmagazin friedrich. Die aktuelle Ausgabe wirft einen Blick zurück in die 275-jährige Geschichte der Universität. Darüber hinaus beschäftigen es sich mit Fragen, die die Wissenschaft hier und heute bewegen: Was macht gute Wissenschaft aus? Muss Wissenschaft nützen? Wann ist Scheitern erfolgreich? Die Jubiläumsausgabe wagt aber auch einen Blick in die Zukunft. Denn obwohl wir heutzutage so viel mehr wissen als noch vor 200 Jahren, existieren immer noch jede Menge offener Fragen, auf die es Antworten zu finden gilt.

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Die Großen Fragen

Seit jeher haben die Menschen Fragen gestellt. Fragen nach dem Warum, Fragen nach dem Wie, Fragen nach dem Wohin. Wir haben FAU-Wissenschaftlern 22 große Fragen der Menschheit gestellt. Sie finden Sie alle in unserem Forschungsmagazin friedrich sowie nach und nach online in der Reihe „Die großen Fragen“

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